Starkstrom: Mehr Volt machen den Unterschied

Eigentlich handelt es sich beim Starkstrom um die umgangssprachliche Bezeichnung für den Dreiphasenwechselstrom. Er unterscheidet sich durch eine höhere Spannung von dem Strom, der aus einer gewöhnlichen Steckdose kommt.

Die Bezeichnung Starkstrom ist vor allem im Volksmund verbreitet. Die meisten kennen ihn bestimmt von Stromanschlüssen mit fünf Klemmen, wie sie etwa beim eigenen Herd in der Küche verbreitet sind. Es handelt sich dabei um eine ganz bestimmte Form von Stromkreislauf, auch bekannt als Dreiphasenwechselstrom.

Wie stark ist Starkstrom?

Die Bezeichnung Stromstärke ist nicht ganz korrekt, bei Starkstrom geht es viel mehr um die Spannung. Diese beträgt 400 Volt, wohingegen eine normale Steckdose nur 230 Volt liefert. Möglich ist dies durch einen ganz bestimmten Aufbau des Kreislaufs. Es finden sich hier drei Spulen, welche kreisförmig zueinander angeordnet sind. In den meisten Fällen werden sie von einem Dauermagneten mit einer Spannung von jeweils 230 Volt versorgt, also genauso viel wie auch bei einer Steckdose. Die Spannungen werden jedoch zeitlich versetzt abgerufen, was auch als Phasenverschiebung bekannt ist. Von einer Phase zur nächsten ergibt sich daraus die bereits erwähnte Spannung von 400 Volt.

Starkstrom im Alltag

Für den Verbraucher ist Starkstrom eigentlich nur beim Anschluss von Großgeräten interessant, wie etwa beim bereits erwähnten Elektroherd. Nicht selten übernimmt den Anschluss aber ohnehin ein Elektriker. In der Industrie sind derartige Anschlüsse schon weitaus verbreiteter, manch einer hat vielleicht beruflich täglich mit den entsprechenden Steckern zu tun. Doch letztlich profitiert jeder vom Starkstrom, auch wenn er sich darüber gar nicht so richtig bewusst ist. Denn der Dreiphasenwechselstrom kommt in ganz ähnlicher Form auch zum Einsatz, um die Energie über große Strecken zu übertragen. Ein Kraftwerk liefert Strom beispielsweise auf diese Weise an Umspannwerke und letztlich zum Verbraucher weiter.

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