Sekundärenergie - Umgewandelte Energieträger

Primärenergie kann durch den Verbraucher nicht genutzt werden, daher wird sie veredelt und so in Sekundärenergie umgewandelt. Mehrere Prozesse führen dazu, dass aus Kohle, Gas oder Windkraft Elektrizität oder Fernwärme wird.

Sekundärenergie kann direkt genutzt werden

Um den Energiebedarf des Menschen zu decken, kann er unterschiedliche Energieträger nutzen. Primärenergie wird die Energie genannt, die direkt in natürlichen Energiequellen enthalten ist. Da der Endverbraucher nicht ohne weiteres an sie herankommt, muss diese Energie in Sekundärenergie umgewandelt werden. Am häufigsten wird bei den verschiedenen Umwandlungsprozessen Elektrizität erzeugt. Zu den sekundären Energieträgern zählen aber auch andere Energieformen wie Fernwärme oder Heizöl. Die folgenden Beispiele zeigen, wofür Sekundärenergie eingesetzt werden kann:

  • Strom für das Betreiben von elektrischen Geräten und Anlagen
  • Holzpellets oder Erdgas für den Betrieb von Heizungsanlagen
  • Heizwärme für das Beheizen von Haushalten (über den Anschluss an das Fernwärmenetz)
  • Wärmeenergie für die Bereitung von warmem Wasser (unter Nutzung eines Sonnenkollektors)
  • Biogas für den Betrieb von Heizungsanlagen (gewonnen in der Biogasanlage)

Häufig werden Kraftwerke für die Umwandlung der Primär- in Sekundärenergie genutzt. Dabei unterscheiden sich die Kraftwerke hinsichtlich ihres Wirkungsgrades. Das wiederum führt zu Wärmeverlusten, die unterschiedlich stark ausfallen. Ein besonders hoher Wirkungsgrad liegt bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen vor. Hier werden je nach Anlage Wirkungsgrade zwischen 60 und 95 Prozent erreicht, wobei sich die meisten Anlagen bei einem Wirkungsgrad ab 80 Prozent bewegen. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung der Primärenergie in elektrische Energie beträgt meist nicht einmal 50 Prozent.

Unterschiedliche Ausgangsstoffe führen zu verschiedenen Produkten

Aus den verschiedenen Energieträgern - auch als Ausgangsstoffe bezeichnet - entstehen unterschiedliche Produkte, die als Sekundärenergie zur Verfügung stehen. Aus Steinkohle und Braunkohle werden Koks oder Briketts hergestellt. Gerade Steinkohle kann in ihrer ursprünglichen Form kaum genutzt werden und muss einen Umwandlungsprozess erfahren. Auch Erdöl wird natürlich verarbeitet. Aus diesem Primärenergieträger entstehen Heizöl, Diesel oder Benzin. Geht es um die Erzeugung von Fernwärme oder Elektrizität, so werden die Primärenergieträger Uran, Erdgas, Erdöl und Kohle verwendet. Strom gilt als die wichtigste Form der Sekundärenergie. Dieser bringt den Vorteil mit sich, dass er über viele Kilometer und damit sehr weite Entfernungen zum Verbraucher transportiert werden kann, was bei Vorhandensein der nötigen Leitungen kostengünstig möglich ist. Zugleich ist Strom gänzlich unverzichtbar.

Sekundärenergie aus Erneuerbaren

Nicht nur aus fossilen Rohstoffen wird Sekundärenergie erzeugt, auch erneuerbare Energien können dazu eingesetzt werden. So wird zum Beispiel Wasserkraft dazu verwendet, elektrische Energie herzustellen. Auch aus Wind- oder Sonnenenergie wird Strom gewonnen, was sich im Kleinen jeder Haushalt mit der Anbringung einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach zunutze machen kann (für die Nutzung der Energie aus der Sonne). Inzwischen gibt es sogar kleine Windräder, die für die Versorgung einzelner Haushalte mit Strom genutzt werden können.

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