Schlichtungsstelle Energie

Schlichtungsstelle Energie hilft bei Streit mit dem Energieversorger

Die 2011 gegründete Schlichtungsstelle Energie soll dabei helfen, Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Energieversorgern außergerichtlich beizulegen. Aufgrund ihrer Arbeit wurde sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie anerkannt.

Zusammenschluss© Stephen Coburn / Fotolia.com

Heute muss man bei Problemen mit dem Energieversorger nicht unbedingt gleich das Gericht bemühen: Dank der neutralen Schlichtungsstelle Energie ist eine Instanz zwischengeschaltet: Die Schlichtungsstelle hat sich zum Ziel gemacht, bei Problemen außergerichtliche und einvernehmliche Lösungen zwischen Verbraucher und Energieversorger zu finden. Die Schlichtung ist für Verbraucher grundsätzlich kostenlos.

Getragen wird der Verein durch die Verbraucherzentrale, den Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft, den Verband kommunaler Unternehmen und dem Bundesverband Neue Energiewirtschaft.

Viele Anfragen an die Schlichtungsstelle Energie

Die Schlichtungsstelle Energie wurde Ende 2011 eingerichtet. Bereits nach zwei Monaten lagen über 2.000 Verbraucherbeschwerden vor. Nach Angaben der Schlichtungsstelle gehen im Jahr etwa 10.000 Anfragen ein. In 85 Prozent der Fälle wird bei den Streitigkeiten eine einvernehmliche Lösung gefunden. Häufig einigen sich Verbraucher und Energieanbieter schon ohne ein Zuschalten eines Ombudsmannes, spätestens aber wenn eine Empfehlung seitens der Schlichtungsstelle ausgesprochen wird, findet diese auf beiden Seiten meistens Akzeptanz.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Schlichtung erfüllt sein?

Einen Schlichtungsantrag kann jede Privatperson stellen, die Kunde bei einem Strom- oder Erdgaslieferanten ist. Bevor sich die Schlichtungsstelle Energie des Falles annimmt, muss der Verbraucher zuerst sein Anliegen beim Unternehmen selbst vorgelegt haben. Dieses hat daraufhin vier Wochen Zeit, um zu reagieren. Der Energieversorger hat nun vier Wochen Zeit für eine schriftliche Antwort. Wird dem Anliegen des Kunden eine Absage erteilt, muss der Versorger auf die Möglichkeit der Schlichtung hinweisen. Jetzt, oder wenn der Energieanbieter nicht innerhalb der 4-Wochen-Frist geantwortet hat, kann sich der Kunde sich, ebenfalls in schriftlicher Form, an die Schlichtungsstelle Energie wenden. Diese stellt dazu auch ein Online-Formular zur Verfügung.

Diese Daten benötigt die Schlichtungsstelle Energie

Der Schlichtungsantrag enthält unter anderem das konkrete Beschwerdeziel und einen Nachweis, dass die Beschwerde bereits beim Energieversorger vorgetragen und abgelehnt wurde. Auch der Vertrag sowie relevante Abrechnungen gehören zu den Unterlagen.

Die Schlichtungsstelle wird zeitnah ersten Kontakt zum Verbraucher herstellen, das eigentliche Schlichtungsverfahren soll grundsätzlich in drei Monaten abgeschlossen sein.

Spielen die Unternehmen beim Schlichtungsverfahren mit?

Unternehmen sind zur Teilnahme am Schlichtungsverfahren verpflichtet, aber grundsätzlich nicht an die Empfehlung der Schlichtungsstelle Energie gebunden. Eine einmal getroffene Einigung zwischen Verbraucher und Energieversorger ist jedoch zivilrechtlich bindend. Sollte der Einigungsvorschlag von einer der Seiten nicht anerkannt werden, bleibt immer noch der Weg zum Gericht.

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