Pelletheizung

Pelletheizung: Alternative für große und kleine Wohneinheiten

Eine Pelletheizung ist eine Heizung, in der aus Spänen und Sägemehl gepresste Kügelchen oder Zylinder - sogenannte Holzpellets - verfeuert werden. Mit ihr lassen sich sowohl Einfamilienhäuser als auch größere Wohneinheiten beheizen.

Holzpellet Heizung© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Mit den Holzpellets kann man kleinere Einzelöfen und Pellet-Zentralheizungen befeuern. Ein Holzpellet-Ofen ist direkt im Wohnraum aufgestellt und dient daher meist nur zur Ergänzung der zentralen Heizung eines Gebäudes. Der Holzpellet-Ofen hat im Gegensatz zur großen Pelletheizung nur einen kleinen Vorratsbehälter für die Holzpellets, die Zufuhr der Pellets erfolgt dabei in der Regel automatisch. Holzpellet-Öfen werden in verschiedenen Varianten angeboten, ein solcher Ofen mit Sichtfenster erinnert dabei an einen Kaminofen.

Welche Einrichtungen sind für eine Pelletheizung nötig?

Wer eine Pelletheizung als Hausheizungssystem verwenden möchte, braucht natürlich eine größere Menge an Holzpellets, um das ganze Haus zu beheizen. Dazu benötigt man einen geeigneten Lagerplatz, denn die Holzpellets nehmen deutlich mehr Platz weg als Öl. Auch Kessel und Speicher müssen untergebracht werden, zusätzlich wird meist eine Fördereinrichtung installiert, um die Holzpellets automatisch in der benötigten Menge in den Kessel zu befördern. Eine Pelletheizung ist in der Anschaffung teurer als z.B. eine Ölheizung, die Betriebskosten sind dafür aber niedriger. Sie kann unter bestimmten Bedingungen gefördert werden.

Ist eine Pelletheizung gut für die Umwelt?

Eine Pelletheizung wird mit Holzpellets befeuert. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, was es für die Klimabilanz günstiger macht als fossile Brennstoffe, bei denen lediglich CO2 erzeugt wird. Beim Verbrennen von Holz wird genau die Menge CO2 freigesetzt, die vorher eingebunden wurde, man spricht von CO2-Neutralität. Holz wächst allerdings nur in begrenztem Umfang nach, sodass eine exzessive Nutzung zu Verknappung führen kann oder Monokulturen mit schnellwachsenden Hölzern gefördert werden könnten.

Vor- und Nachteile der Pelletheizung im Überblick

Zu den Vorteilen der Pelletheizung gehört sicherlich die neutrale CO2-Bilanz, außerdem handelt es sich um eine heimische Energiequelle, bei der keine weiten Transportwege vonnöten sind. Die Holzpellet Preise sind relativ stabil, bei der Verbrennung entstehen auch nur geringe Rückstände, die leicht entsorgt werden können. Eine Pelletheizung kann auch gut mit einer Solarthermie-Anlage kombiniert werden. Zu den Nachteilen einer Pelletheizung gehören die hohen anfänglichen Investitionskosten, außerdem der ziemlich große Platzbedarf für die Lagerung und der Holzverbrauch, der bei einem starken Anstieg der Produktion zur Verknappung führen könnte.

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