ok-power-Label

ok-power-Label unterstützt den Ausbau von Ökostrom

Das ok-power-Label wird als eines der strengeren Strom-Siegel gehandelt, da bei seiner Verleihung verstärkt auf einen zusätzlichen Umweltnutzen geachtet wird. Für Stromanbieter gibt es drei verschiedene Modelle, um es zu erhalten.

Windrad© Martin Lehotkay / Fotolia.com

Das ok-power-Label wird von dem Verein EnergieVision e.V. verliehen. Gegründet wurde dieser als Verein zur Förderung von Nachhaltigkeit und Markttransparenz in der Energiewirtschaft im Juli 2000. Die Vereinsarbeit zielt darauf ab, neben dem Umweltschutz auch den Verbraucherschutz im Energiebereich zu stärken, wobei der spärliche Informationsfluss und die daraus entstehende Wettbewerbsverzerrung immer wieder anprangert werden.

Das ok-power-Label wird Stromversorgern verliehen, die ihren Strom überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen beziehen und damit den Ausbau dieser Quellen fördern. Damit ist das ok-power-Label in der Kategorie der Ökostrom-Gütesiegel einzuordnen, die die Qualität des Strommixes eines Stromversorgers bewerten. Bevor ein Ökostromprodukt das ok-power-Label verliehen bekommt, müssen unabhängige Gutachter im Zuge eines Zertifizierungsverfahrens die entsprechende Zusammensetzung des Strommixes überprüfen.

Drei Wege zur Auszeichnung

Ökostrom-Siegel ok power Label

Es gibt drei verschiedene Modelle, die mit dem ok-power-Label ausgezeichnet werden können: das Händlermodell, das Innovationsmodell und das Initiierungsmodell. Beim Händlermodell muss der gelieferte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Ein Drittel der Anlagen, die den Strom produzieren, dürfen die Altersgrenze von sechs Jahren nicht überschreiten; das zweite Drittel darf nicht älter als zwölf Jahre sein. Eine Doppelförderung - zum Beispiel in Form einer Vergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) - ist ausgeschlossen. Das Innovationsfördermodell prämiert Stromanbieter, die mit einem Teil des Strompreises Erzeugungsanlagen regenerativer Energien fördern. Vorausgesetzt wird, dass die Anlagen im Sinne des EEG arbeiten.

Seit 2011 gibt es zudem das Initiierungsmodell. Damit soll der beständige Ausbau regenerativer Energien gefördert werden. Bedingung ist wie beim Händlermodell, dass der Strom aus regenerativen Quellen stammen muss, wobei die Kraft-Wärme-Kopplung die Hälfte der Mischung ausmachen darf. Darüber hinaus muss der Ökostromanbieter den Bau von neuen Anlagen zur regenerativen Stromgewinnung aktiv vorantreiben.

Hintergrund des ok-power-Label

Nicht jedes Ökostromprodukt erfüllt die Erwartungen, die sein Name weckt. Wird Strom beispielsweise über Anlagen gewonnen, die bereits abgeschrieben sind und damit zu sehr günstigen Konditionen produzieren können, wird der Ausbau regenerativer Energien nicht unterstützt. Durch den fehlenden Ausbauimpuls ändert sich aus Sicht der Umwelt nichts. Das ok-power-Label prämiert deshalb nur die Produkte, die in den Ausbau regenerativer Energien investieren und verspricht dabei, auch die Kriterien für die Auswahl immer neu zu überprüfen.

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