Öltank

Der Öltank – Wissenswertes zu Material, Größe und Kosten

Ein neuer Öltank benötigt Platz. Wie viel Raum sollte man für den Tank einplanen, welche Arten gibt es ganz generell und welche rechtlichen Vorgaben gibt es? Alle Basisinformationen finden Sie im folgenden Beitrag.

Heizöltank© ROTEX Heating Systems GmbH

Wer eine Ölheizung einbaut, kommt um einen Öltank nicht herum, dessen Beschaffenheit und Größe an die Bedürfnisse der Bewohner und die Quadratmeterzahl der zu beheizenden Räume angepasst werden müssen. Pro Quadratmeter Wohnfläche kann mit einem Durchschnittsverbrauch von 15,5 Litern pro Jahr plus Reserve für besonders kalte Witterungsphasen gerechnet werden. In der Regel findet der Öltank im Keller eines Hauses seinen festen Platz.

Die drei gängigsten Öltank-Varianten

1. Batterietanks haben den Vorteil, dass sie selbst durch engere Türen und Fenster passen, da sie aus mehreren Teilen bestehen, die erst am endgültigen Standort miteinander verbunden werden. Bezüglich des Materials bietet der Markt zwei gängige Varianten: Edelstahl und doppelwandiger, glasfaserverstärkter Kunststoff. Während sich Edelstahl in erster Linie durch seine Langlebigkeit auszeichnet, benötigen die doppelwandigen Kunststoff-Öltanks keine zusätzliche Beton-Auffangwanne.

2. Standortgefertigte Tanks werden erst am Einbauort – zum Beispiel direkt beim Bau eines neuen Hauses – maßgeschneidert angefertigt und bestehen wie die Batterietanks entweder aus Stahl oder meist aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Aus Sicherheitsgründen werden aus Stahl geschweißte Öltanks zusätzlich in eine Auffangwanne aus Beton gestellt. Ob Kunststoff oder Stahl: Der Vorteil standortgefertigter Öltanks ist die optimale Nutzung des vorhandenen Platzes.

3. Je nach Bauweise und Nutzung eines Hauses kann es passieren, dass in den Kellerräumen weder ausreichend Platz für einen standortgefertigten Öltank noch für Batterietanks vorhanden ist. In solchen Fällen muss auf eine Ölheizung jedoch nicht verzichtet werden. Erdtanks sind dann eine gängige Alternative: Sie werden auf dem Grundstück des Hauses ins Erdreich eingegraben und bestehen aus doppelwandigem Edelstahl oder doppelwandigem Kunststoff. In der Anschaffung sind sie jedoch deutlich kostspieliger als standortgefertigte Öltanks und Batterietanks.

Wie berechnet man die Größe des Heizöltanks?

Bei der Berechnung der geeigneten Größe des Öltanks müssen mehrere Faktoren bedacht werden. Zunächst sollte genau kalkuliert werden, wie viel Platz für den Tank zur Verfügung steht; dabei muss bei Edelstahltanks auch die Größe der Auffangwanne berücksichtigt werden. Ebenso wichtige Faktoren bei der Berechnung der Öltankgröße sind die Anzahl der Hausbewohner und die Wohnfläche des jeweiligen Hauses.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus werden fast immer Öltanks mit einem Fassungsvermögen von 3.000 Litern empfohlen. Für den zu erwartenden Verbrauch können folgende Zahlen als Orientierung genommen werden: Bei einem ungedämmten Einfamilienhaus von 140 Quadratmetern ist mit 3.000 bis 4.000 Litern im Jahr zu rechnen; bei einem gedämmten Haus mit 2.500 bis 3.000 Litern.

Die Kosten der Anschaffung steigen mit der Größe des Tanks; gleichzeitig sollte bedacht werden, dass die Ölhändler ihren Kunden bei der Lieferung größerer Mengen oft attraktive Rabatte anbieten. Bei entsprechend vorhandenem Platz kann sich die Anschaffung eines größeren Öltanks also lohnen.

HeizöltankDie Heizöltanks der Firma Rotex bestehen aus einen Innenbehälter, der aus HDPE (Hart-Polyethylen) geblasen wurden. Der Außenbehälter ist gleichzeitig Auffangwanne und schützt bei Bränden. © ROTEX Heating Systems GmbH

Welcher Platz sollte im Keller für den Öltank vorhanden sein?

Als Faustregel gilt: Für einen Öltank mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern müssen mindestens ein Quadratmeter Fläche und zirka anderthalb Meter Höhe vorhanden sein. Bei einem 3.000-Liter-Tank werden eine Höhe von zwei Metern und eine Fläche von 1,5 Quadratmetern benötigt. In älteren Kellern mit niedrigen Decken kann der Platz für einen 3.000-Liter-Öltank also knapp werden! Wichtig: Übersteigt das Fassungsvermögen 5.000 Liter, muss ein separater Raum für die Unterbringung verfügbar sein. Wer in einem Wasserschutzgebiet baut oder dort ein Haus erwirbt, hat die Verpflichtung, bei der Anschaffung und Aufstellung des Öltanks bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Die notwendigen Informationen sind beim regionalen Bauamt und Umweltamt erhältlich.

Kosten des Öltanks richten sich nach Größe und Material

Pauschal kann gesagt werden, dass Edelstahltanks in der Anschaffung teurer sind als Kunststofftanks; bezüglich der Ausführung fallen doppelwandige Tanks kostenintensiver aus als einfache Anfertigungen. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau und die Installation, die vor allem bei Erdtanks relativ aufwändig sind. Natürlich spielt auch die Größe des Tanks beim Anschaffungspreis eine wichtige Rolle. Aufgrund der strengeren Vorschriften sind Erdtanks insgesamt die kostspieligste Variante. Allerdings wird hierbei Platz im Keller gespart. Das kann sich vor allem dann rechnen, wenn geplant ist, den Keller in Zukunft auszubauen und unterzuvermieten. Bei der Erdtank-Variante besteht zudem die Möglichkeit, durch Vorarbeiten in Eigenleistung Geld zu sparen, beispielsweise durch das vorbereitende Ausheben des Erdreichs.

Rechtliche Vorschriften, Wartung und Reinigung

Austretendes Heizöl ist eine ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Umwelt, weshalb bei der Anschaffung und Aufstellung eines Öltanks zahlreiche Vorschriften zu berücksichtigen sind. Meist kann der Bauherr sich diesbezüglich vorab von seiner Öltankbau-Firma kostenlos beraten lassen. Heizöltanks müssen regelmäßig von einem Fachmann überprüft und gewartet werden, um sicherzustellen, dass keinesfalls Heizöl in das Grundwasser gelangt. Die Wartungsabstände liegen bei fünf Jahren. Kleinere Tanks bis zu 1.000 Litern fallen nicht unter diese Wartungspflicht. In Wasserschutzgebieten sind kürzere Wartungsabstände vorgegeben. Alle fünf bis sieben Jahre sollten die Tanks überdies professionell gereinigt werden.

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