Ölheizung

Verschiedene Arten der Ölheizung

Ölheizung ist der Oberbegriff für alle Heizungsanlagen, die Wärme erzeugen, indem sie Öl verbrennen. Man unterscheidet die Ölheizung mit und die ohne Hilfsenergie.

Heizkosten© Andrey Sheldunov / Fotolia.com

Wird Hilfsenergie genutzt, wird das Öl zunächst vorgewärmt und dann in den Brennraum geleitet. Dadurch können höhere Leistungen erreicht werden. In einer anderen Variante der Ölheizung wird keine Fremdenergie genutzt, um das Öl auf Verbrennungstemperatur zu bringen. Beim Kessel gibt es ebenfalls unterschiedliche Varianten: Standard-, Niedertemperatur-, und Brennwertkessel. Heizungen mit Ölbrennwertkessel nutzen die eingespeiste Energie, also das Öl, besonders effizient.

Was ist der Ölbrennwert?

Der Ölbrennwert ist das Maß für die Wärmeenergie, die im Heizöl gespeichert ist. Der Ölbrennwert setzt sich aus der Wärmeenergie zusammen, die bei der Verbrennung in der Ölheizung genutzt wird und der Wärme, die zusätzlich durch Kondensation von Wasserdampf aus dem Abgas gewonnen wird. Hierin liegt nämlich der Vorteil einer Ölbrennwertheizung: Die zusätzliche Wärme, die bei einer Standardheizung verloren ginge, wird bei der Ölbrennwertheizung genutzt. Damit ist mehr Leistung durch weniger Verbrauch möglich.

Moderne Ölheizungen nutzen den Ölbrennwert besonders gut

Der Energieverlust ist also bei der Ölbrennwert-Technik sehr gering. Im Vergleich zu alten Standardheizungen ist die Ölbrennwertheizung deutlich sparsamer, auch dem Niedertemperaturkessel hat sie noch Sparpotenzial voraus. Die größere Effizienz macht diese Art des Kessels natürlich auch umweltfreundlicher. Gegenüber Standard-Ölheizungen oder Niedertemperaturkesseln werden weniger Schadstoffe ausgestoßen.

Nachteile einer Ölheizung

Eine Ölbrennwertheizung ist in der Anschaffung etwas teurer als eine mit weniger moderner Technik. Es ist auch häufig eine Sanierung des Kamins oder Schornsteins nötig, außerdem muss das benötigte Kondensat neutralisiert werden. Generell bleibt natürlich auch trotz energiesparender Technik der Bedarf an dem fossilen Brennstoff Öl bestehen. Und das ist nicht unendlich verfügbar. In Zukunft kann es zur Verknappung des Rohstoffs kommen, weswegen es sinnvoll ist, sich Gedanken um Alternativen zur Ölheizung zu machen. Es ist auch absehbar, dass fossile Brennstoffe langfristig teurer werden. Die Preise für Erdöl und damit auch für den Betrieb einer Ölheizung steigen tendenziell immer weiter. Ein Grund mehr, den Umstieg auf andere Heizungsarten in Erwägung zu ziehen. Außerdem wird mit einer Ölheizung bei der Verbrennung des Öls Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das klimaschädlich ist.

Ölheizung in Kombination mit Solarenergie

Hybridheizung

Ein Vorteil der Ölheizung ist sicher, dass sie im Vergleich zu Anlagen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, in der Anschaffung günstiger ist. Außerdem ist die Ölheizung vergleichsweise effizient. Gerade die moderne Brennwerttechnik lässt sich gut mit regenerativen Energien wie der Solarenergie kombinieren: Scheint die Sonne stark genug, so dass die Solaranlage alleine für Heizung und Warmwasser sorgen kann, schaltet sich die Ölheizung ab. Dies ist vor allem im Sommer der Fall, aber auch an sonnigen Frühlings- oder Herbsttagen. Ansonsten wird die Ölheizung je nach Bedarf zugeschaltet und ergänzt die Solaranlage soweit wie möglich. Diese Kombination aus Solaranlage und Brennwertheizung nutzt die Energie besonders effizient und ist damit älteren Anlagen vorzuziehen.

Wie kann man mit einer Ölheizung Heizkosten sparen?

Auch wenn man nicht von der Ölheizung auf andere Formen der Wärmegewinnung umsteigen will oder kann, kann man doch das ein oder andere tun, um die Heizkosten zu senken. Zunächst kann man den Verbrauch regulieren. Wenn man richtig heizt und lüftet und zudem Warmwasser spart, verbraucht die Ölheizung weniger Brennstoff. Ganz wichtig ist auch die richtige Wärmedämmung des Hauses. Lassen Sie Ihre Ölheizung öfter von einem Fachmann durchchecken, um weiteres Sparpotenzial auszunutzen.

Verwandte Themen
  • Heizen im Herbst

    hydraulischer Abgleich

    Hydraulischer Abgleich – eine lohnende Investition

    Ein hydraulischer Abgleich wird durchgeführt, um die Leistung von Heizungsanlagen zu optimieren. Energieökonomisch perfekt arbeitet ein Heizsystem, wenn sich die Wärme innerhalb eines Gebäudes möglichst gleichmäßig verteilt. Wann macht die Maßnahme Sinn?

  • Glühbirne

    Ersatzversorgung

    Was ist eine Ersatzversorgung?

    Die Ersatzversorgung dient als Notfallabsicherung und wird vom Grundversorger übernommen. Wie kann es überhaupt dazu kommen, dass so eine Ersatzmaßnahme notwendig wird? Wie sollten sich betroffene Stromkunden verhalten?

  • Smart Home Steuerung

    Smart Home

    Smart Home – der effektive Weg zum Energiesparen

    Smart Home - Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Sammelsurium, mit dem Haus und Heim per Smartphone gesteuert werden können. Gerade im energetischen Bereich ergeben sich dadurch Einsparmöglichkeiten.

Ratgeber zum Thema
  • Heizkostenabrechnung

    Heizungsreparatur in der Mietwohnung: Rechte und Pflichten

    Für eine Heizungsreparatur in einer Mietwohnung gelten spezielle Regeln. Zunächst einmal muss der Vermieter dafür sorgen, dass die Heizkörper richtig funktionieren und eine angemessene Temperatur erreicht werden kann.

    weiter
  • Günstig Heizen

    Raus mit der alten Heizung: Förderung für den Heizungstausch

    Soll die alte Heizung einer neuen weichen, stellen sich viele Fragen. Welche Technik eignet sich für das Gebäude und was muss alles erneuert werden? Was kostet die neue Anlage, welche Betriebskosten entstehen und nicht zuletzt: Gibt es Fördermaßnahmen?

    weiter
  • Heizkosten

    Infrarotheizung: schick aber teuer?

    Von Infrarotheizungen sind viele Hausbesitzer begeistert, schließlich lassen sie sich im Vergleich zur gewöhnlichen Heizung sogar kunstvoll inszenieren. Allerdings sind häufig die Kosten, die durch den Betrieb mit Strom entstehen können, ein Gegenargument.

    weiter