Ökologischer Fußabdruck

Was der ökologische Fußabdruck aussagt

Beschäftigt man sich mit Umweltthemen, begegnet man immer mal wieder dem ökologischen Fußabdruck. Dieser trifft eine Aussage darüber, wie gut der eigene Lebensstandard mit der Umwelt verträglich ist und welche "Fußspuren" man hinterlässt.

Ökologische Fußabdruck© Mopic / Fotolia.com

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck soll eine Aussage darüber treffen, wie gut unser Lebensstandard mit der Umwelt vereinbar ist. Meist kann man seinen eigenen Abdruck über einen Test herausfinden. Jeder Schritt beeinflusst unsere Umwelt: Wie viel Wasser wir benötigen, wie oft wir neue Kleidung und Schuhe kaufen oder wie viel Fleisch auf unseren Tellern landet. Alle Ressourcen auf der Erde sind begrenzt. Der ökologische Fußabdruck soll zeigen, wie die Welt unseren Lebensstil verkraften würde, wenn jeder so leben würde wie wir.

Wie ist der ökologische Fußabdruck zu verstehen?

Der ökologische Fußabdruck steht also stellvertretend für die Umweltverträglichkeit unseres Lebensstandards. Ein kleiner Fußabdruck ist positiv zu werten: Wir hinterlassen auf der Welt nur wenige Spuren und Schäden. Ein großer Fußabdruck dagegen ist negativ: Würde jeder so leben, könnte die Welt uns bald nicht mehr ernähren. Oft wird der Fußabdruck in Hektar dargestellt und hochgerechnet in Welten.

Wie berechnet sich der ökologische Fußabdruck?

Um den ökologischen Fußabdruck berechnen zu können, versucht man, das Konsum-Verhalten der interessierten Person herauszufinden. Die Weltbevölkerung ist wächst stetig und das Ziel sollte sein, mit der Erde, die uns gegeben ist, alle Menschen langfristig zu versorgen.

Zuerst gilt es herauszufinden, wo die Nutzungsgrenze für jede Person liegt: Dazu bricht man die Ressourcen der Erde auf jeden Bewohner herunter. So ergibt sich ein Maßstab für die Ressourcennutzung. Läge jedermann auf der errechneten Zahl, würde die Erde keinen Schaden davontragen. Liegt man darüber, geht das Konsumverhalten auf Kosten der Welt.

Die verschiedenen Tests sollen nun dem Einzelnen helfen herauszufinden, wie viele Ressourcen er benötigt. Einfluss darauf nehmen Getreide- und Fleischverbrauch, die Nutzung von Infrastruktur und der CO2-Ausstoß. Anschließend wird das Ergebnis mit dem errechneten Soll-Wert abgeglichen. So erhält man einen guten Anhaltspunkt, wie umweltverträglich die Lebensweise des Testers ist.

Ökologische Fußspuren in verschiedenen Ländern

Die Größe der Fußspuren unterscheidet sich stark nach Ländern. Theoretisch stehen jedem Bewohner der Erde etwa 1,8 Hektar Land zur Verfügung. Dies wäre der gewünschte Fußabdruck. Im weltweiten Durchschnitt werden jedoch 2,7 Hektar pro Kopf benötigt.

Der deutsche Durchschnittsbürger benötigt rund 4,5 Hektar Land für seinen Lebensstil (Daten des Global Footprint Network). In den USA sind es 7 Hektar. Würde jeder Erdbewohner auf diesem Niveau leben, wären die Ressourcen innerhalb weniger Jahre erschöpft. Doch gibt es auch Länder, die einen kleinen Fußabdruck haben. So liegt der Durchschnitt in China bei 2,5 Hektar (schnell steigend), in Indien bei 0,9 und in Bangladesch bei 0,7 Hektar.

Was jeder Einzelne tun kann

Es gibt viele Maßnahme zum Verkleinern unseres eigenen ökologischen Fußabdrucks. So kann man bei zahlreichen Punkten ansetzen: Im Winter effektiver heizen, weniger Wasser und Strom verbrauchen und öfter das Fahrrad und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Aber auch bei den Konsumgütern kann man ansetzen. So bietet es sich an, weniger Fleisch zu essen, heimische Waren zu kaufen oder Kleidung und Schuhe möglichst lange zu nutzen.

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