Kyoto-Protokoll für ein besseres Klima

Bei dem Kyoto-Protokoll handelt es sich um eine Vereinbarung, um den Klimawandel und die Erderwärmung zu begrenzen. Das Protokoll wurde bereits von vielen Staaten weltweit unterschrieben. Die Verpflichtungen für die jeweiligen Länder sehen sehr unterschiedlich aus.

Bis zum Dezember 2011 hatten 191 Staaten und die Europäische Union das "Kyoto-Protokoll" unterschrieben, mit dem der weltweite Schutz des Klimas vorangetrieben werden soll. Im Jahr 1997 wurde eine internationale Klimakonferenz in Japan abgehalten. Da dies in Kyoto stattfand, bekam der dort gefasste Beschluss den Namen "Kyoto-Protokoll". Nicht alle Länder, die das Protokoll unterschrieben haben, stoßen die gleiche Menge an Treibhausgasen aus – die Unterschiede sind teils immens. Daher musste im Kyoto-Protokoll festgelegt werden, inwiefern jedes Land seinen Ausstoß reduzieren muss.

Ab wann gilt das Kyoto-Protokoll?

Mindestens 55 Staaten mussten das Kyoto-Protokoll unterschreiben, damit es überhaupt in Kraft treten konnte. Die Unterzeichner waren diejenigen, die im Jahr 1990 mehr als 55 Prozent des Ausstoßes an Kohlenstoffdioxid verursacht hatten. In Kraft getreten ist das Protokoll aber erst im Jahr 2005.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass die USA das Protokoll zwar unterschrieben, das zugehörige Gesetz im Land aber nicht durchgesetzt hatten. Im Jahr 1998 wurde eine symbolische Unterschrift geleistet, George W. Bush ließ die Ratifizierung nach seinem Amtsantritt nicht zu und zog die Unterschrift zurück.

Umsetzung des Kyoto-Protokolls

Im Kyoto-Protokoll einigten sich die unterzeichnenden Staaten darüber, dass der Ausstoß an Treibhausgasen extrem reduziert werden sollte, um die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Die Länder müssen zum Erreichen des Ziels verschiedene Vorgaben einhalten, die sich auf die schädlichen Emissionen bzw. deren Einschränkungen beziehen. Innerhalb der EU sollen zum Beispiel gegenüber 1990 mindestens 40 Prozent der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Die Pläne für die CO2-Reduktion werden aber auch je nach Vorankommen angepasst.

Für Entwicklungsländer sowie Indien und China wurden keinerlei Einschränkungen vereinbart. Andere Länder wiederum sind zwar als Unterzeichner aufgetreten, haben aber keine Ambitionen, den Vertrag auch umzusetzen. Ein Problem bei der Umsetzung ist außerdem, dass inzwischen viele Länder, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, den Treibhausgasausstoß sogar erhöht haben.

Ziele des Kyoto-Protokolls

Den Klimaveränderungen auf der Erde soll durch die Verpflichtung zu den Sanktionen im Kyoto-Protokoll aktiv entgegengetreten werden. Dafür wurden einzelne Ziele im Kyoto-Protokoll festgelegt. Die Hauptforderung besteht darin, die Maßnahmen einzuleiten, die zur Verringerung des Ausstoßes schädlicher Treibhausgase beitragen. Außerdem soll die Aufforstung gefördert werden, wobei gleichzeitig die unnötige Abholzung der Wälder und Regenwälder verhindert werden soll. Mit der Aufforstung werden Maßnahmen beschrieben, bei der Wälder, die durch frühere Abholzung oder durch Sturmschäden beeinträchtigt wurden, wiederhergestellt werden. Es wird kein Anlegen gänzlich neuer Wälder verlangt.

Neue und regenerative Energien sollen vermehrt erforscht und genutzt werden. Sie sind deutlich klimaverträglicher und bedürfen der ganzen Aufmerksamkeit. In erster Linie geht es hier um die Nutzung der Solar- und Windenergie, auch die Wasserkraft soll stärker zum Einsatz kommen. Diese Ziele können aber nur erreicht werden, wenn alle Staaten, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, auch gemeinsam daran arbeiten.

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