Grüner Strom Label

Grüner-Strom-Label als eines der wichtigsten Ökozertifikate

Stromtarife mit dem "Grüner Strom"-Label müssen strenge Kriterien einhalten und einen besonders hohen Nutzen für die Umwelt aufweisen. Empfohlen von mehreren Umweltverbänden darf der mit dem Label zertifizierte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

Erneuerbare Energien© luigi giordano / Fotolia.com

Das "Grüner Strom"-Label ist eine Kennzeichnung für Stromtarife, die als ökologisch gelten, beziehungsweise zur Energiewende hin zu regenerativen Energien beitragen. Das Label wird verliehen von dem Grüner Strom Label e.V., der seinen Sitz in Bonn hat. Es wird von verschiedenen Trägern unterstützt, die die Nutzung der regenerativen Energien vorantreiben wollen, wie zum Beispiel dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) oder auch der Verbraucher Initiative. Das "Grüner Strom"-Label ist eines der strengsten Kennzeichnungen für so genannte Ökotarife. Wer einen Stromtarif wählt, der mit dem Label ausgezeichnet wurde, unterstützt aktiv den Ausbau der regenerativen Energien und deren wirtschaftliche Nutzung.

Anforderungen an die teilnehmenden Unternehmen

Grüner Strom Label

Um das "Grüner Strom"-Label erhalten zu können, müssen Unternehmen verschiedene Auflagen erfüllen. Zertifiziert wird dabei nur ein Stromprodukt, nicht der Anbieter an sich. Dennoch müssen die Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen. Pro verkaufter Kilowattstunde Strom muss der Energieanbieter mindestens 0,5 Cent des Gewinns in den Bau neuer regenerativer Kraftwerke investieren (bei Kunden mit bis zu 10.000. kWh Jahresverbrauch). Der Strom muss komplett aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Unter erneuerbaren Energien werden Wind- und Wasserkraft, Solarenergie und Biomasse sowie Klärgas zusammengefasst, doch hier gibt es weitere Einschränkungen, um die Nachhaltigkeit der Energienutzung sicherzustellen. Es reicht im Übrigen nicht aus, einen Stromtarif mit hohem Umweltnutzen anzubieten, während die anderen Stromprodukte aus der nuklearen oder fossilen Energiegewinnung stammen. Betreiber von Atomkraftwerken kommen für das "Grüner Strom"-Label beispielsweise nicht in Frage. Ob die Kriterien erfüllt werden, wird alle zwei Jahre überprüft.

Einnahmen fließen in den Ausbau erneuerbarer Energien

Stromversorger, die das "Grüner Strom"-Label erhalten haben, sind verpflichtet, mit einem Teil ihrer Einnahmen den Ausbau regenerativer Energien voranzutreiben oder die Forschung (beispielsweise an Speicherformen) dieser Energien zu fördern. Mithilfe der durch die Zertifizierungen bereit gestellten Gelder konnten bereits über 1.300 Projekte unterstützt werden. Auch Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen wurden erstellt. Die Anlagen stehen größtenteils in Deutschland, doch auch in Schwellen- und Entwicklungsländern werden Projekte finanziert. So soll zum Beispiel in Indien solarbetriebene Trinkwasserversorgung ermöglicht werden.

Weiterführende Links
Verwandte Themen
  • Energiewende

    Redispatch-Maßnahmen

    Überschüssiger Strom: Was sind Redispatch-Maßnahmen

    Mit Redispatch-Maßnahmen managen die Netzbetreiber den Stromfluss. "Redispatch" steht dabei für kurzfristige Maßnahmen, um die Versorgung stabil zu halten.

  • Energieeffizienz

    Blauer Strom

    Blauer Strom zertifiziert KWK-Anlagen

    "Blauer Strom" heißt nicht nur eine Gaspipeline, sondern auch ein Zertifikat des Bundesverbandes für Kraft-Wärme-Kopplung, welches für mehr Transparenz am Strommarkt sorgen soll. Wer das Siegel unter welchen Bedingungen erhält und was Sie als Kunde davon haben, erklären wir hier!

  • Wassertropfen

    Warmwasser

    Warmwasser erzeugen - Welche Möglichkeiten gibt es?

    Warmes Wasser, das zu jeder Tages- und Nachtzeit in scheinbar unbegrenzter Menge zur Verfügung steht, gilt heute als Selbstverständlichkeit. Dahinter steckt jedoch ein ziemlich großer technischer Aufwand, der natürlich Kosten mit sich bringt.

Ratgeber zum Thema
  • Datum und Uhrzeit

    Merkhilfen und Tipps zur Zeitumstellung

    Die Zeitumstellung findet einmal im Frühling und einmal im Herbst statt. Viele Verbraucher und sogar Experten halten die Umstellung für unsinnig. Was hat es eigentlich mit dem Zeigerdreh auf sich, was bringt es und was sollte man als Verbraucher beachten?

    weiter
  • Stromverbrauch Geschäft

    Energie sparen in der Metzgerei einfach gemacht

    Die Energiepreise sind in den letzten Jahren stetig am steigen – gerade energiehungrige Einrichtungen wie Metzgereien merken das deutlich. Wir kennen simple und kostenlose Kniffe, wie sich in der Metzgerei Energie sparen lässt und nennen lohnenswerte Investitionen.

    weiter
  • Heizstrom

    Stromsperre vermeiden - Was man bei Stromschulden tun kann

    Mehr als 300.000 Haushalten im Jahr wird in Deutschland der Strom abgestellt. Stromsperren kommen zustande, wenn Rechnungen nicht bezahlt und Mahnungen ignoriert werden. Was kann man tun, um eine Stromsperre zu vermeiden?

    weiter