Flüssiggas

Flüssiggas als Alternative zu Erdgas oder Heizöl

Flüssiggas ist besonders auf dem Land als Energielieferant für Heizung und Co. beliebt. Aber auch Camper kennen die unter Druck stehende Gasflasche und in jedem Feuerzeug ist Flüssiggas als Brennmittel. Was das flüssige Gas alles kann, lesen Sie hier.

Flüssiggas© leungchopan / Fotolia.com

In der Chemie kennt man drei Aggregatzustände: fest, flüssig und gasförmig. Doch wie kann Gas gleichzeitig flüssig sein? Spricht man von Flüssiggas, meint man einen fossilen Brennstoff, der als Nebenprodukt bei der Erdölförderung auftritt. So zählen beispielsweise Propan und Butan zu den Flüssiggasen. Flüssig sind diese Gase nur, weil sie unter Druck stehen. Ist dieser Druck nicht mehr existent, werden sie wieder zu Gas. Durch die einfache Verflüssigung des fossilen Brennstoffes unter Druck gelingt es, das Flüssiggas platzsparend zu transportieren und zu lagern.

Heizen mit Flüssiggas

Besonders auf dem Land ist das Heizen mit Flüssiggas sehr beliebt. Stehen Häuser weiter auseinander oder außerhalb, fehlt oft eine Anbindung an Erdgasnetz oder Fernwärme. Eine vergleichsweise günstige und umweltschonende Lösung ist an dieser Stelle das Flüssiggas, welches in einem Druckbehälter nahe dem Haus gelagert wird. Dieser wird wie bei Ölheizungen regelmäßig durch einen Tanklaster befüllt.

Die Vor- und Nachteile von Flüssiggas

Wer darüber nachdenkt, mit Flüssiggas zu heizen oder zu kochen, dem bieten sich einige Vorteile. Wer sich für eine Flüssiggas-Heizung entscheidet, der könnte sich ergänzend einen Gasherd zulegen. Dieser ist im Verbrauch günstiger als ein Elektroherd. Zwar ist Flüssiggas nicht ganz so günstig wie Erdgas, Erdöl gegenüber hat es jedoch einen entscheidenden Preisvorteil. Und nicht nur der Preis ist günstiger: Flüssiggas ist umweltfreundlicher, da weniger CO2 bei der Verbrennung anfällt. Ebenso wird bei der Verbrennung von Gas weniger Feinstaub frei. Auch benötigt man für eine Gasheizung keinen großen Raum innerhalb des Hauses. Der Gastank wird im Garten aufgestellt oder auf Wunsch sogar vergraben.

Der passende Flüssiggastank

Wer eine Flüssiggasheizung installieren möchte, der benötigt einen passenden Gastank. In jedem Fall sollte man sich von Fachleuten beraten lassen und diese bei der Installation Hand anlegen lassen. Den Tank kann man je nach Wahl mieten oder kaufen. In der Wartung ist ein Flüssiggastank nicht sehr aufwändig. Eine regelmäßige Überprüfung ist jedoch für die Sicherheit der Gasheizung notwendig.

Grundsätzlich lässt sich jedoch wie bei anderen Heizmethoden feststellen: Umso mehr Bewohner und umso größer das Haus, desto höher ist auch der Flüssiggasverbrauch. Ein kleineres Haus mit etwa 100 Quadratmetern ist beispielsweise mit einem 2.700 Liter fassenden Tank gut bedient, mehr Wohnfläche verlangt jedoch nach einem größeren Tank mit beispielsweise 4.800 Litern.

Was kann Flüssiggas noch?

Neben Heizzwecken kommt Flüssiggas noch in anderen Bereichen zum Einsatz. Manxh einer kennt es beispielsweise vom Camping-Grill, welcher meist mit einer Flüssiggas-Flasche betrieben wird. Aber auch Feuerzeuge würden ohne Flüssiggas nicht funktionieren. Hier kommt das Gas ebenfalls als Brennstoff zum Einsatz. Sogar Autos werden mit Flüssiggas bewegt: Eine günstige Alternative zu Benzin oder Diesel. Ebenfalls anzutreffen ist Flüssiggas als Kältemittel in Klimaanlagen oder als Treibmittel in Spraydosen. Hier hat Flüssiggas unter anderem FCKW ersetzt.

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