Durchlauferhitzer liefert warmes Wasser nach Bedarf

Der Durchlauferhitzer ist eine Anlage zum Erwärmen von Wasser aus der Hausleitung. Der größte Unterschied zum Boiler besteht darin, dass keinerlei Warmwasser vorgehalten wird. Stattdessen erwärmt das Gerät das Wasser immer nur, wenn der Nutzer einen Wasserhahn aufdreht.

Der Durchlauferhitzer liefert warmes Wasser dann, wenn Bedarf besteht. Technisch gibt es mehrere Möglichkeiten, in erster Linie haben sich aber elektrische und gasbetriebene Modelle durchgesetzt.

Funktionsprinzip des Durchlauferhitzers

Sobald ein angeschlossener Wasserhahn betätigt wird, registriert der Durchlauferhitzer dies entweder mit einer elektronischen Vorrichtung oder mechanisch per Hydraulik. Das Gerät schaltet sich dann sofort ein und erwärmt durchlaufendes Wasser mit einer enorm hohen Ausgangsleistung. Üblich sind Verbrauchswerte von 18 bis 33 kW. Die Leitung vom Durchlauferhitzer zum angeschlossenen Wasserhahn sollte dabei so kurz wie möglich ausfallen. Denn je länger das erwärmte Wasser sich noch durch eine Leitung bewegen muss, desto mehr kühlt es ab.

Optimaler Wirkungsgrad bei bis zu 99 Prozent

Gerade elektrische Durchlauferhitzer überzeugen mit Wirkungsgraden von bis zu 99 Prozent, doch lange Wege können diese positive Eigenschaft schnell relativieren. Durch den Aufbau lässt es sich auch nicht vermeiden, dass beim ersten Betätigen des Wasserhahns immer etwas kaltes Wasser aus der Leitung läuft, da es sich schon hinter dem Erhitzer befindet. Auf der anderen Seite ist eine solche Anlage besser in der Lage, warmes Wasser beständig über längere Zeiträume zu liefern, als dies bei einem Boiler der Fall wäre.

Finanzielle Aspekte des Durchlauferhitzers

Bei richtigem Anschluss ist der Durchlauferhitzer ein äußerst effizientes Gerät zur Warmwasserbereitung. Zwar werden hohe Mengen an Strom aufgewendet, diese jedoch auch nahezu vollständig in Wasserwärme umgewandelt. Bei elektrischen Durchlauferhitzern sind die Energiekosten deutlich höher, dafür entfällt die jährliche Wartung und Reinigung der Brennräume. Besonders günstig ist in der Theorie ein Durchlauferhitzer, der an eine Solaranlage angeschlossen wird. Allerdings erreicht ein solcher Aufbau nicht die Leistungswerte und Zuverlässigkeit wie bei einem Anschluss an das Stromnetz.

Durchlauferhitzer nur vom Fachmann einbauen lassen

Wer einen Durchlauferhitzer einbauen möchte, kann dies nicht ohne Weiteres selbst erledigen. Denn für den Anschluss sind zahlreiche Dinge zu beachten. Durch den enormen Strombedarf ist in fast allen Fällen ein spezieller Anschluss nötig, der auch entsprechend dimensioniert werden muss. Eine zu geringe oder zu hohe Spannung kann fatale Folgen nach sich ziehen, zum Teil können dadurch sogar Brände entstehen. Gerade bei älteren Häusern lässt sich oft auch ein Umbau nicht vermeiden. Ob sich eine solche Investition dann noch lohnt, muss immer im Einzelfall festgestellt werden.

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