Bundesamt für Strahlenschutz

BfS: Die Bundesoberbehörde für Kernkraft und Strahlung

1989 gegründet, soll das BfS die fachlichen Kompetenzen im Strahlenschutz bündeln. Sitz der Behörde im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums ist Salzgitter.

Kernenergie© lassedesignen / Fotolia.com

1989 gegründet, soll das Bundesamt für Strahlenschutz, kurz BfS, die fachlichen Kompetenzen im Strahlenschutz zusammenfassen. Sitz der Behörde im Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums ist Salzgitter. Arbeitsschwerpunkte des BfS sind die kerntechnische Sicherheit, der Transport und die Verwahrung von Kernbrennstoffen, sowie die Endlagerung radioaktiver Abfälle. Das BfS beschäftigt sich aber auch mit den Folgen von Röntgenstrahlen, UV-Strahlen oder elektromagnetischen Strahlen wie etwa beim Mobilfunk.

Dafür ist das BfS zuständig

Fällt das Wort Strahlung, werden die meisten zuerst an Atommeiler und nukleare Abfälle denken. Das Bundesamt für Strahlenschutz sorgt unter anderem für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken und führt Buch über alle erdenklichen Vorfälle in deutschen AKW. Auch die Außerbetriebnahme und Stilllegung der Kraftwerke wird durch das Bundesamt für Strahlenschutz koordiniert, genauso wie die Suche nach einem sicheren Endlager, die Zwischenlagerung von nuklearem Abfall und die Castortransporte. Das sind jedoch nur einige der Zuständigkeitsgebiete des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Ein weiteres Aufgabengebiet des Bundesamtes für Strahlenschutz ist die optische Strahlung. Damit ist unter anderem die UV-Strahlung der Sonne oder Infrarotstrahlung gemeint. So gibt das BfS beispielsweise in den Sommermonaten täglich einen UV-Index heraus, welcher vorhersagt, ob und wo besonders mit hoher UV-Belastung zu rechnen ist. Auch für die ionisierende Strahlung ist man bei Bundesamt für Strahlenschutz zuständig. Damit gemeint ist Umweltradioaktivität, medizinische Strahlung und beruflicher Strahlenschutz.

Nicht zu vergessen sind schließlich elektromagnetische Felder, wie sie beispielsweise durch WLAN, Stromnetze und Mobilfunk entstehen. Hier werden unter anderem Grenzwerte vorgegeben, um den Menschen vor schädlichen Einflüssen zu schützen.

Organisation des Bundesamtes für Strahlenschutz

Damit im Bundesamt alles rund läuft, hat man eine Unterteilung in vier Fachbereiche vorgenommen. Im Fachbereich SK dreht sich alles um die Sicherheit in der Kerntechnik. Man betreibt Sicherheitsanalysen von kerntechnischen Anlagen, regelt die Stilllegung und erfasst meldepflichtige Ereignisse. Wichtig ist zudem die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der kerntechnischen Sicherheit.

Im Fachbereich SE ist man für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung zuständig. Ganz oben steht derzeit die Suche nach einem passenden Endlager für Atommüll. Transporte, Zwischenlager, deren Betrieb und Planung sowie Rechtsfragen und die Sicherung der radioaktiven Abfälle werden von hier aus geregelt.

Der Fachbereich SG ist für den Bereich Strahlenschutz und Gesundheit verantwortlich. Man forscht an der Wirkung von Strahlung aller Art und sorgt für medizinischen und beruflichen Strahlenschutz.

Der letzte zu nennende Fachbereich wird mit SW abgekürzt, und steht für Strahlenschutz und Umwelt. Hier wird die natürliche Radioaktivität durch Radon und andere natürlich vorkommende radioaktive Materialien überwacht. Ein Notfallschutzsystem wird von hier aus entwickelt und koordiniert.

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