Strom aus Abfall und nachwachsenden Rohstoffen

Biomasse ist eine der meistgenutzten erneuerbaren Energiequellen in Deutschland. Nicht nur zur Stromerzeugung wird Biomasse eingesetzt, sondern vor allem zur Wärmegewinnung.

Biomasse ist der Sammelbegriff für alle organische Substanz, ob in lebendigem oder totem Zustand. Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen und ihre Bestandteile bilden die Biomasse der Erde. Für die Stromerzeugung wird unter anderem Biomasse aus Abfällen der Land- und Forstwirtschaft genutzt. Dazu gehören Stroh, Getreide und Gülle. Außerdem finden beispielsweise Altpapier und Klärschlamm Verwendung.

Biomasse ist ein wichtiger Lieferant von Wärmeenergie

Unter den erneuerbaren Energien nimmt Biomasse eine Spitzenstellung in Deutschland ein. Noch vor der Windenergie ist Biomasse die am stärksten genutzt regenerative Energiequelle. Sie wird vor allem zur Wärmegewinnung eingesetzt, aber auch bei der Stromerzeugung spielt Biomasse eine Rolle. Durch Verbrennung biogener Stoffe wird Wärmeenergie gewonnen, die klassische Form stellt hier das Brennholz dar. Aber auch Strom wird durch die Verbrennung von Biomasse erzeugt; dies geschieht in Biomasse-Heizkraftwerken.

Die Vorteile der Energiegewinnung durch Biomasse

Anbau nachwachsender Rohstoffe 2014

Durch die Nutzung von Biomasse werden endliche Rohstoffe wie Kohle und Erdöl geschont, zum wird bei einer modernen Pelletheizung Holz anstatt Öl oder Gas als Energieträger genutzt, was angesichts der absehbaren Verknappung fossiler Brennstoffe ein wichtiger Faktor. Zudem verbrennt pflanzliche Biomasse CO2-neutral, das heißt, es wird nur so viel CO2 freigegeben, wie vorher durch die Pflanze aufgenommen wurde. Biomasse gehört zu den erneuerbaren Energien und wird in Deutschland gefördert. Sie wird nicht nur zum Heizen verwendet, auch Biogas und Biokraftstoff werden daraus hergestellt.

Nutzung von Biomasse ist ökologisch nicht unbedenklich

Ökologisch gesehen ist Biomasse vor allem dann bedenklich, wenn für deren Gewinnung nicht nur Abfallprodukte genutzt werden, sondern wenn gezielt angebaut oder abgebaut wird. Abholzung zur Brennstoffgewinnung, gezielte Bewässerung oder der Einsatz von Düngemitteln sind hier zu nennen. Außerdem wird unter Umständen die Entstehung von schnell wachsenden Monokulturen gefördert, die einen negativen Einfluss auf natürliche Ökosysteme haben. Ein weiteres Problem ist die sogenannte Nutzungskonkurrenz: Getreide etwa, das zur Produktion von Nahrungsmitteln verwendet werden könnte, wird stattdessen zur Energiegewinnung verbraucht.

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