Ölleitung "Druschba"

Verschmutze Ölpipeline sorgt für Lieferengpässe

Wegen einer verunreinigten Ölpipeline wurden Tonnen an Rohöl wieder nach Russland zurückgeschickt. Bei einigen Händlern in Ostdeutschland wird nun der Brennstoff knapp. Die Versorgungssicherheit in Deutschland soll laut dem Bundeswirtschaftsministerium nicht gefährdet sein.

Erdölindustrie© Alexander Tarasov / Fotolia.com

Verschmutze Ölpipeline sorgt für Lieferengpässe

Leipzig/Zeithain - Die verunreinigte Ölpipeline "Druschba" hat in Ostdeutschland für Lieferengpässe im Mineralölhandel gesorgt. Die verzögerte Lieferung könnte für einige Händler existenzbedrohend werden, sagte eine Sprecherin des sächsischen Brennstoff- und Mineralölhandelsverbands am Dienstag. Wie viel Rohöl konkret fehlte, konnte die Sprecherin nicht sagen.

80.000 Tonnen Öl gingen zurück an Russland

Der Verband rechnet mit einer Entspannung der Lage, wenn das Problem im Juni komplett beseitigt sein soll. Grund für die Engpässe war, dass das gelieferte russische Rohöl zu viele Chloride enthielt, die in Raffinerien Schaden anrichten. Rund 80.000 Tonnen verschmutzten Öls seien bereits nach Russland zurückgeschickt worden, teilte der weißrussische staatliche Ölkonzern Belneftechim in Minsk mit. Die Regierungen von Russland und Weißrussland hatten Ende voriger Woche einen Fahrplan verabschiedet, um das Problem zu beheben.

Bundeswirtschaftsministerium: Versorgungssicherheit ist nicht gefährdet

Das Bundeswirtschaftsministerium beobachtet die Lage, sieht die Versorgungssicherheit in Deutschland jedoch nicht berührt. Wie eine Sprecherin mitteilte, gebe es derzeit keine Überlegungen, staatliche Erdölreserven freizugeben.

Diana Schellhas / Quelle: DPA