Heizung und Warmwasser

Umfrage: Verbraucher kennen Begriff "Wärmewende" nicht

Die Wärmewende ist ein Bestandteil der Energiewende. Dennoch scheinen die meisten Verbraucher mit dem Begriff nichts anfangen zu können, so das Ergebnis einer Umfrage. In vielen Kellern stehen demnach veraltete Heizungen.

Heizkörper© dondoc-foto / Fotolia.com

Umfrage: Verbraucher kennen Begriff "Wärmewende" nicht

Krefeld – Bei der Energiewende steht meist der Wechsel auf erneuerbare Energien beim Strom im Zentrum. Was die wenigsten wissen: Privathaushalte verantworten mehr als ein Viertel des Endenergiebedarfs. Zwei Drittel entfallen davon auf Heizung und Warmwasser.

Weder Politik noch Verbraucher haben die Wärmewende genug im Blick, sagt Flüssiggas-Versorger Primagas, der mit seinem Wärmewende-Monitor geprüft hat, wie die Verbraucher hierzulande zu Heizungsmodernisierung und regenerativen Energieträgern stehen.

Umfrage: Jede dritte Heizung ist mindestens 15 Jahre alt

Ein Ergebnis: 72 Prozent der Bundesbürger wissen nicht einmal, was der Begriff "Wärmewende" bedeutet - der Teil der Energiewende, der sich auf das Heizen mit moderner Technik und erneuerbaren Energieträgern bezieht. Jeder dritte Befragte (34 Prozent) gab an, er heize mit einem System, das 15 Jahre oder älter ist. Das ist die Schwelle, ab der Experten zu einer Heizungsmodernisierung raten. Weitere 21 Prozent der Umfrageteilnehmer betreiben eine Anlage, die zehn bis 14 Jahre alt ist.

Heizungsmodernisierung: Kosten schrecken viele ab

Aktuell ist laut Umfrage nur eine Minderheit der Verbraucher bestrebt, an der Wärmewende aktiv mitzuwirken. 23 Prozent denken darüber nach, ihre Heizung zu modernisieren; 32 Prozent erwägen den Einsatz erneuerbarer Energien. Das Kernargument gegen die Umsetzung dieser Maßnahmen in beiden Fällen: die Kosten (37 und 54 Prozent).

Die Heizkosten lassen sich aber beispielsweise durch den Austausch einer veralteten Ölheizung gegen eine flüssiggasbetriebene Gasbrennwerttherme um bis zu 30 Prozent senken, erklärt Primegas. Damit hätten sich die Investitionen schnell wieder amortisiert, Die Befragten sehen derweil vor allem die Politik in der Pflicht: Die Mehrheit denkt, die Wärmewende genieße dort nicht den nötigen Stellenwert. Konkret fordern 83 Prozent mehr staatliche Fördermittel, 79 Prozent sprechen sich für Steuererleichterungen aus.

Diana Schellhas