AwSV

TÜV weist auf Prüfpflichten bei Heizöltanks hin

In Heizöltanks sammelt sich mit der Zeit Ölschlamm an. Der TÜV Rheinland-Pfalz rät dazu, die Tanks regelmäßig zu kontrollieren. Für einige Tankanlagen gibt es auch rechtliche Vorgaben, wann und in welchen Abständen Prüfungen durchgeführt werden müssen.

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TÜV weist auf Prüfpflichten bei Heizöltanks hin

Köln - Heizöltanks müssen nicht nur vor Inbetriebnahme geprüft werden. In bestimmten Fällen ist es auch Pflicht, die Tankanlagen in vorgeschriebenen zeitlichen Abständen immer wieder zu begutachten. Darauf weist die Prüforganisation TÜV Rheinland hin, die diese Prüfung neben anderen Sachverständigenorganisationen durchführt.

Prüfpflichten für Heizöltanks

Grundlage ist die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit Wasser gefährdenden Stoffen (AwSV) - denn bereits ein Liter ausgetretenes Heizöl kann eine Million Liter Wasser verschmutzen.

Laut AwSV müssen zum Beispiel Kellertanks mit einem Rauminhalt von mehr als 1.000 Litern alle fünf Jahre geprüft werden, wenn sie in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten stehen. Gleiches gilt für jede Form von Tank mit einem Fassungsvermögen ab 10.000 Litern.

Erdtanks in Schutz- oder Überschwemmungsgebieten müssen sogar alle zweieinhalb Jahre in Augenschein genommen werden. Erdtanks außerhalb von Trinkwassergebieten sind alle fünf Jahre erneut zu prüfen.

Fehlende Prüfplakette: Lieferant kann Befüllung verweigern

Wer außerhalb von Schutzgebieten wohnt, hat meistens weniger Pflichten. Die AwSV sieht dort für oberirdische Öltanks mit bis zu 10.000 Litern Rauminhalt nur eine erstmalige Prüfung vor. Allerdings empfiehlt der TÜV auch hier eine regelmäßige Kontrolle. Denn in allen Tanks sammelt sich Ölschlamm - eine Mischung aus Schmutzpartikeln und Heizöl, die Anlagenteile verstopfen und Schäden verursachen kann.

In Deutschland sind rund fünf Millionen Heizöltanks in Benutzung. In gewöhnlichen Einfamilienhäusern haben sie meist ein Verfassungsvermögen von 2.500 bis 4.000 Litern. Anlagen, die regelmäßig geprüft werden müssen, erhalten eine Prüfplakette. Fehlt diese, kann der Heizöl-Lieferant die Befüllung verweigern.

Diana Schellhas / Quelle: DPA