Förderprogramme

Sanieren und Bauen: Energieeffizienz wird stärker bezuschusst

Eine Sanierung für mehr Energieeffizienz und auch der Neubau energetisch hochwertiger Gebäude wird ab sofort verstärkt gefördert. Sowohl beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als auch bei der KfW-Bank wurden die Förderprogramme angepasst.

Diana Schellhas, 24.01.2020, 14:31 Uhr
Immobilie© drubig-photo / Fotolia.com

Mit energetisch hochwertigen Neubauten und Sanierungen bares Geld zu sparen und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen, lässt sich künftig günstiger umsetzen: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die KfW verbessern ab 24.01.2020 die Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Sanieren im CO2-Gebäudesanierungsprogramm.

Kredite und Zuschüsse für die Sanierung: Änderungen im Überblick

Von den Anpassungen in den Förderprogrammen können Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen profitieren. So steigen die Tilgungszuschüsse in den Kreditprogrammen gemäß den Vorgaben aus dem Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung um 10 Prozentpunkte. Für Sanierungen von Wohngebäuden werden die Tilgungszuschüsse zudem um weitere 2,5 Prozentpunkte angehoben. Die jährlichen effektiven Kreditzinsen sind dadurch in den meisten Fällen negativ, erklärt das BMWI. Der Zuschuss für die Sanierung von Wohngebäuden steigt um 10 Prozentpunkte. Zusätzlich wird der Förderhöchstbetrag für Effizienzhäuser im Kredit und im Zuschuss für Wohngebäude von 100.000 auf 120.000 EUR erhöht.

Die Anpassungen in der Übersicht:

  • Sanierung von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse im Kredit um 12,5 Prozentpunkte (Programme Nr. 151, 152) und der Investitionszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 430)
  • Neubau von Wohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programm Nr. 153)
  • Sanierung von Nichtwohngebäuden: Erhöhung der Tilgungszuschüsse um 10 Prozentpunkte (Programme Nr. 277, 278, 218, 219)
  • Erhöhung des Förderhöchstbetrages für Effizienzhäuser (Wohngebäude) im Neubau und der Sanierung von 100.000 EUR auf 120.000 EUR (151, 153, 430)

Passende Fördermittel finden

Ab dem 24.01. steht auch eine neue Webseite mit dem "Förderwegweiser Energieeffizienz" zur Verfügung. Der Wegweiser ist auch auf der Seiten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und der KfW verfügbar. Hier wird das Vorhaben in einzelnen Schritten abgefragt, um Interessierte schneller zur passenden Förderung zu führen.

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