Preisrutsch

Preise für Heizöl und Benzin sind stark gesunken

Heizöl ist plötzlich erheblich günstiger geworden. Das gilt auch für Benzin. Hintergrund sind die jüngsten Entwicklungen der Rohölpreise. Diese sind zuletzt stark zurückgegangen, was mit den Auswirkungen des Coronavirus in China zusammenhängt.

Diana Schellhas, 27.01.2020, 14:45 Uhr (Quelle: DPA)
Erdölförderung© Jim Parkin / Fotolia.com

Die Preise für Heizöl und Benzin sind am Montag stark gefallen, nachdem die Ölmärkte wegen des Coronavirus eingebrochen sind. Am Morgen verbilligte sich Heizöl regional unterschiedlich um zwei bis drei Euro je 100 Liter, heißt es auf der Internet-Seite des Messgeräte-Herstellers Tecson. Für 100 Liter Heizöl müssen die Verbraucher nun im bundesweiten Durchschnitt 61,10 Euro bezahlen (inkl. MwSt., bei Abnahme von 3.000 Litern). So günstig war Heizöl zuletzt im März 2018.

Sinkende Preise an den Tankstellen

Eine ähnliche Entwicklung war auch an den Tankstellen zu beobachten. Dieselkraftstoff lag nach den Daten der Markttransparenzstelle am Montag gegen Mittag mit einem Preis von 1,25 Euro je Liter um acht Cent je Liter unter seinem Preishoch von 1,33 Euro am Anfang des Jahres. Superbenzin E10 verbilligte sich seit Jahresbeginn von 1,43 auf 1,37 Euro je Liter. Anfang Januar hatte die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani für ein kurzzeitiges Preishoch an den Ölmärkten gesorgt.

Preisrutsch im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Hintergrund für den jüngsten Preisrutsch sind Befürchtungen, das Coronavirus könnte sich ausbreiten und die chinesische Wirtschaft schwächen. In China sind mittlerweile für mehrere Metropolregionen gravierende Verkehrs- und Reisebeschränkungen erlassen worden. Durch die Einschränkungen im Reiseverkehr und vor allem im Flugverkehr geht die Kraftstoffnachfrage zurück. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Sorte Brent fiel am Montag unter 59 Dollar und damit rund zehn Dollar unter seinen Stand von Anfang Januar.

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