Energieeffiziente Gebäude

Neue Förderung für Gesamtsanierungen von Gebäuden ab Juli 2021

Bei einer Gesamtsanierung von Bestandsgebäuden und auch beim Bau energieeffizienter Häuser winken ab Juli höhere Förderungen. Dann tritt die zweite Stufe eines neues Förderprogramms in Kraft, mit der auch energetische Maßnahmen bei Nichtwohngebäuden unterstützt werden.

Diana Schellhas, 09.06.2021, 12:08 Uhr
Gebäude EnergiesparenBei der neuen Förderung von Gesamtsanierungen werden auch neue Standards für Effizienzgebäude eingeführt.© ponsulak / Fotolia.com

Am 1. Juli 2021 tritt die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft. Energetische Maßnahmen bei der Sanierung und dem Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden werden dann vom Bund stärker gefördert und künftig sind auch reine Investitionszuschüsse abrufbar. Bei Nichtwohngebäuden liegt die Förderung dann bei bis zu 50 Prozent, erklärt das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau.

Förderlandschaft soll übersichtlicher werden

Die BEG unterstützt Privatpersonen, Wohneigentümerschaften, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen mit Fördergeldern für Dämmmaßnahmen, Fenstertausch, energieeffiziente Beleuchtungssysteme, Lüftungsanlagen sowie neue Heizungen in Gebäuden.

Die erste Stufe ist bereits im Januar in Kraft getreten und umfasst die Zuschussförderung von Einzelmaßnahmen, erklären die Experten von Zukunft Altbau weiter. Mit der BEG erhöhe der Bund die Förderung für Nichtwohngebäude und gleiche sie an die für Wohngebäude an.

Die BEG gelte für alle energetischen Baumaßnahmen bei Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden, sowohl was den Neubau betrifft als auch die energetische Sanierung. Förderfähig seien Gesamtsanierungen aber auch Einzelmaßnahmen bei Bestandsgebäuden, die schrittweise umgesetzt werden. Die Bundesförderung integriere mehrere Programme der bisher zuständigen KfW und BAFA und mache damit die Förderlandschaft übersichtlicher. Sanierungswillige könnten sich künftig deutlich einfacher um Förderangebote bewerben.

Verbesserte Fördermöglichkeiten bei Gesamtsanierungen

Die einzelnen Förderbedingungen hätten sich verbessert, insbesondere für Gesamtsanierungen. Die drei Standards für Effizienzgebäude Denkmalschutz, Effizienzgebäude 100 und Effizienzgebäude 70 würden jeweils um 7,5 Prozentpunkte bessergestellt. Die Förderung liege bei diesen Stufen nun zwischen 25 und 35 Prozent Investitionszuschuss oder Tilgungszuschuss beim Kredit. Gebäudesanierer erhielten für die beiden neuen Effizienzgebäudestandards 55 und 40 sogar 40 beziehungsweise 45 Prozent Zuschuss. Hinzu komme ein möglicher Bonus von fünf Prozentpunkten bei Bestandsgebäuden und 2,5 Prozentpunkten bei Neubauten.

Zuschüsse für die Energieberatung

Die Baubegleitung durch eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz eröffne den Zugang zu weiterem Fördergeld: Für eine qualifizierte Baubegleitung gewähre der Staat Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten. Die förderfähigen Ausgaben seien gedeckelt auf zehn Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt bis zu 40.000 Euro pro Vorhaben. Der Zuschuss würde zusätzlich zu den Geldern der anderen Sanierungsmaßnahmen gewährt.

Weiterführende Links
  • Weitere Infos gibt es unter anderem bei der KfW-Bank