Kohlenmonoxid und Feinstaub

Modernisierungspflicht: Frist für alte Kamine rückt näher

Damit auch ältere Kamine klimafreundlicher arbeiten, hat die Bundesregierung schon vor zehn Jahren ein Gesetz ins Leben gerufen, das Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub beinhaltet. Bestimmte Geräte müssen nach der aktuellen Heizsaison technisch aufgerüstet werden.

Diana Schellhas, 07.01.2020, 11:37 Uhr
Kamin OfenFür Kamine, deren Typprüfung vor 1995 stattfand, läuft Ende 2020 die Frist ab.© Marco2811 / Fotolia.com

Wer einen älteren Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin betreibt, muss seine Feuerstätte womöglich bald einer Prüfung unterziehen. Genauer geht es um Öfen und Kamine, die vor 1995 installiert wurden. Hierzu gibt es ein Gesetz, das den Weiterbetrieb nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt.

Maximalwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub

Dabei handelt es sich um die "Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes" (kurz: 1. BImSchV). Betreffendes Gesetz legt Grenzwerte für den Ausstoß von Kohlenmonoxid und Feinstaub für kleine und mittlere Feuerungsanlagen in privaten Haushalten und kleingewerblichen Betrieben fest. Geräte mit einer Typprüfung vor 1995, die die darin festgelegten Grenzwerte nicht einhalten, müssen bis 31. Dezember 2020 nachgerüstet werden, sonst dürfen sie nicht mehr weiterbetrieben werden. Darauf weist der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. hin. Für die verschiedenen Brennstoffe und Nennleistungen gelten dabei unterschiedliche Grenzwerte.

Fristen für modernere Kaminöfen

Das Gesetz wurde im Februar 2010 eingeführt und soll vor allem einem weiteren Anstieg der Schadstoffbelastung entgegenwirken. Die nächste und letzte Frist für Feuerstätten hat der Gesetzgeber zum 31. Dezember 2024 gesetzt. Dann sind alle Geräte betroffen, deren Typprüfung zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 21. März 2010 erfolgte. Für alle später in Betrieb genommenen Geräte gelten noch strengere Grenzwerte. Das Jahr der Zulassung steht jeweils auf dem Typschild. Wer unsicher ist, kann auch seinen Schornsteinfeger zu Rate ziehen, empfiehlt der Verband.