Heizkosten

Kosten für Holzpellets und Öl im Vergleich

Mit Holzpellets zu heizen, spart nicht nur CO2 ein, sondern auch noch jede Menge Geld. Laut der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. lag der Preisvorteil bei den Pellets im Vergleich zum Heizöl im September 2018 bei 36 Prozent.

Stromkosten© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Kosten für Holzpellets und Öl im Vergleich

Berlin – Am 1. Oktober beginnt die Heizsaison. Gut beraten ist, wer bis dahin seinen Brennstoffvorrat aufgefüllt hat. Der Blick auf die Brennstoffpreise zeigt, dass die Nutzer von Holzenergie 2018 durchweg zu besseren Konditionen einkaufen konnten als Besitzerinnen und Besitzer einer Ölheizung, berichtet die Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE).

Laut dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. lag z.B. im September 2018 der Preis für Holzpellets bei 4,82 Cent je Kilowattstunde (Ct/kWh). Zum gleichen Zeitpunkt habe Heizöl 7,55 Ct/kWh gekostet. Pellets hätten somit einen Preisvorteil von 36 Prozent gegenüber dem fossilen Energieträger aufgewiesen.

Blickt man auf die langfristige Preisentwicklung, zeigt sich, dass das klimafreundliche Heizen mit Holz deutlich günstiger und preisstabiler ist, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. Das Heizen mit Öl dagegen sei nicht nur klimaschädlich, sondern unterliege zudem großen Preisschwankungen.

Preisbeispiel: Einsparungen beim Heizen mit Holz

Ein typisches Einfamilienhaus (Bestandsgebäude mit einer Fläche von 150 Quadratmetern und einem Wärmebedarf von 142 KWh pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser) verbraucht im Jahr rund 2.500 Liter Heizöl für Heizung und Warmwasser, erklärt die Agentur weiter. Wurde diese Menge 2018 eingekauft, seien dafür im Schnitt 1.660 Euro an Kosten angefallen. Um das gleiche Haus mit Pellets zu beheizen, wären lediglich 1.360 Euro angefallen – eine Ersparnis von 300 Euro.

Beim Kauf von Scheitholz für denselben Heizbedarf seien Einsparungen von rund 90 Euro im Vergleich zum Öl drin gewesen. Beim Heizen mit Hackschnitzeln lägen die durchschnittlichen Brennstoffkosten aktuell sogar 970 Euro niedriger als für Heizöl.

Heizöl © Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV)

Wie heizen die Deutschen?

Laut Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kommt insgesamt in rund einem Viertel aller deutschen Privathaushalte Holz als Heizbrennstoff zum Einsatz, in erster Linie in Einfamilienhäusern. Genutzt würden dort circa 11 Millionen Einzelraumfeuerstätten wie Kamine und Kachelöfen, wobei sie im Normallfall bestehende Zentralheizungsanlagen lediglich zum Zweck der Gemütlichkeit ergänzen würden. Einen größeren Beitrag zur Wärmeversorgung könnten solche Einzelraumfeuerungen leisten, wenn sie als wasserführende Geräte in das Zentralheizungsystem eingebunden werden (z.B. in Form eines wasserführenden Pelletkaminofens).

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) beträgt das Durchschnittsalter von Heizungen in Deutschland 17,6 Jahre. Ein Drittel davon soll sogar älter als 20 Jahre und damit längst nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Besonders alte, ineffiziente Öl-Heizungen verursachen hohe Betriebskosten und CO2-Emissionen, sagt die AEE und empfiehlt jedem Haushalt mit einer alten Ölheizung, sich in der aktuellen Heizperiode über Alternativen zu informieren.

Staatliche Zuschüsse und günstige Kredite für den Austausch der alten Heizung gibt es beispielsweise beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

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Diana Schellhas

Weiterführende Links
  • Zur Übersicht der Fördermöglichkeiten beim BAFA