Klimafreundlich heizen

Fördergeld für neue Heizungen – Zahl der Anträge stark gestiegen

Für den Einbau neuer Heizungen können Verbraucher Zuschüsse beantragen. So will die Bundesregierung klimafreundliche Heizungen fördern. Die Zahl der Anträge ist im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark gestiegen.

Diana Schellhas, 11.05.2020, 15:54 Uhr (Quelle: DPA)
Stromkosten© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Zum Austausch alter Heizungsanlagen sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) deutlich mehr Förderanträge eingegangen. Wie die Behörde mitteilte, wurden im ersten Quartal rund 47.500 Anträge gestellt. Das entspreche einer Steigerung von 164 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Programm fördert den Austausch von alten Heizungen zugunsten klimafreundlicher Alternativen. Es wurde im Zuge des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung deutlich erweitert.

Neue Außenstelle für die Bearbeitung der Förderanträge für neue Heizungen

Ein wesentlicher Teil der Anträge des Förderprogramms wird in der neuen Bafa-Außenstelle in Weißwasser in der Oberlausitz (Sachsen) bearbeitet. Sie wurde am Montag offiziell eröffnet. Die Außenstelle mit einer Zielgröße von mehr als 100 Beschäftigten hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach bei einer Videokonferenz mit Blick auf die neue Bafa-Außenstelle in der Oberlausitz von einem wichtigen Signal für die Region. Der Bund halte Wort beim Versprechen, über die Ansiedlung neuer Behörden tausende neuer Arbeitsplätze in den Kohleregionen zu schaffen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, die Ansiedlung der neuen Außenstelle sei ein großer Erfolg für die Stadt und die Lausitz. Die Bundesbehörde schaffe viele neue Stellen und stärke damit dauerhaft die Kaufkraft in der gesamten Region.

Außenstelle ist auch für Anpassungsgelder im Zuge des Kohleausstiegs zuständig

Die neue Außenstelle soll auch für das geplante Anpassungsgeld für Beschäftigte der Braunkohlereviere zuständig sein im Zuge des geplanten Kohleausstiegs. Deutschland soll bis spätestens 2038 aus der klimaschädlichen Kohleverstromung aussteigen.

Altmaier machte deutlich, zwei zentrale Gesetze zum Kohleausstieg sollten bis zur Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden. Dabei geht es um ein Gesetz zu Strukturhilfen für die Kohleregionen sowie um ein Gesetz mit einem genauen Fahrplan für den Kohleausstieg.