Heizsaison 2020/2021

Experten: Bis zu 45 Prozent Zuschuss für Hybridheizungen

Hybridheizungen werden aktuell stark gefördert. Wie die Beratungsgesellschaft co2online mitteilt, gibt es Zuschüsse von bis zu 45 Prozent der für den Austausch entstandenen Kosten. In jeden Fall ist es demnach ratsam, sich zeitnah um die bestehende Heizungsanlage zu kümmern.

Diana Schellhas, 08.09.2020, 15:43 Uhr
Heizenergie© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Hauseigentümer sollten schon vor Beginn der Heizsaison an ihre Heizung denken. Ab Oktober sind freie Termine bei Handwerkern für Heiztechnik in vielen Regionen rar. Wer seine Heizung prüfen oder optimieren lassen will oder einen Austausch plant, sollte deswegen frühzeitig einen Termin vereinbaren, empfehlen die Experten der co2online GmbH im Rahmen der Aktion "Meine Heizung kann mehr".

Viele alte Heizungen in Deutschland: Kosten sind unnötig hoch

Mehr als die Hälfte aller Heizungen in Deutschland sind mindestens zwanzig Jahre alt, sagt Heizungsexpertin und Kampagnenleiterin Wiebke Lübben. Entsprechend groß sei das Risiko, dass die Heizung während der Heizsaison ausfällt. Außerdem seien die Heizkosten und CO2-Emissionen unnötig hoch. Deswegen sollten Hauseigentümer mit alten Heizungen rechtzeitig prüfen, ob eine Wartung nötig sei oder sich eine Optimierung oder ein Austausch rechne.

Besser nach einer langfristigen Lösung suchen

Bei einem kurzfristigen Ausfall in den kälteren Monaten wird den Beratern zufolge oft die erstbeste Lösung gewählt. Wer an eine neue Heizung denke, sollte das den Beratern zufolge möglichst langfristig angehen. Dazu sollten auch Angebote für Hybridheizungen eingeholt werden. Denn dafür gäbe es besonders viele Fördermittel und sie seien oft klimafreundlicher.

Bis 45 Prozent Zuschuss für Hybridheizungen

Hybridheizungen kombinieren ähnlich wie ein Hybridauto verschiedene Techniken, erklären die Experten weiter. So könne zum Beispiel eine vorhandene oder neue Gasheizung mit Solarthermie verknüpft werden. Möglich seien auch Kombinationen mit Pelletheizung oder Wärmepumpe. Die Kosten für die Installation einer Hybridheizung lägen höher als bei einfachen Heizungen. Dafür gäbe es einen staatlichen Zuschuss von bis zu 45 Prozent (Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle/ BAFA) - plus Fördermittel von Kommunen oder Ländern, wie etwa HeiztauschPLUS in Berlin.

Vorteile der Hybridheizung

Eine Hybridheizung habe eine intelligente Steuerung und einen besonders großen Speicher für Warmwasser. So könne Solarthermie außerhalb der Heizsaison über 60 Prozent des Bedarfs abdecken. Nur an dunklen Tagen und wenn besonders viel Wasser benötigt würde, springt die andere Heiztechnik an. Während der Heizsaison sorget die Solarthermie für 10 bis 20 Prozent der benötigten Heizwärme. Sinnvoll könne auch die Kombination mit Photovoltaik sein. Dann sorge ein Heizstab für Warmwasser. Dafür gäbe es allerdings weniger Fördermittel.

Weiterführende Links
  • Zur Webseite des BAFA