Energiepreismonitor

Energiepreise sinken insgesamt wegen günstigem Heizöl

Seit November 2017 sind die Energiepreise erstmals wieder leicht gesunken, zeigt eine Analyse der European Climate Foundation. Hauptsächlich ist demnach der Trend bei den Heizölkosten für den Preisrückgang verantwortlich. Bei Strom, Gas und Benzin hat sich nämlich kaum etwas verändert.

Energiepreise© Kautz15 / Fotolia.com

Energiepreise sinken insgesamt wegen günstigem Heizöl

Berlin - Die Energiekosten für Deutschlands Verbraucher sind im Februar erstmals seit November wieder gefallen – gegenüber Januar sanken sie im Schnitt um 0,5 Prozent. Verantwortlich für den Rückgang war vor allem, dass Heizöl nach längerer Verteuerung wieder deutlich billiger wurde (um 5 Prozent). Gesunken sind im Februar auch die Preise für Gas (um 0,2 Prozent). Die Preise für Strom sowie die Kosten für Zentralheizung und Fernwärme stiegen dagegen leicht (jeweils um 0,1 Prozent), während die Preise für Kraftstoffe unverändert blieben. Dies ergibt die jüngste Auswertung des Energiepreismonitors durch die European Climate Foundation (ECF).

Internationale Rohstoffpreise beeinflussen Energiepreise in Deutschland stark

Auch in diesem Monat waren die Trends auf den internationalen Rohstoffmärkten ausschlaggebend für die Entwicklung der deutschen Energiepreise, berichtet die ECF weiter. So fielen erstmals auch die Rohölkurse deutlich - sie waren seit Sommer 2017 kontinuierlich gestiegen. Gegenüber Januar lagen die Preise für Rohöl um 4,3 Prozent niedriger – im Schnitt jetzt bei 66,51 US-Dollar je Barrel (159 Liter), wie das Hamburger HWWI-Institut ermittelte. Auch der monatlich berechnete HWWI-Index für alle Energierohstoffe zusammen fiel dank des Rückgangs bei den Ölpreisen (minus 6,8 Prozent). Auch hier hatte es der ECF zufolge zuvor über Monate deutliche Anstiege gegeben. Grund für die sinkenden Rohölpreise sei unter anderem, dass die Ölanbieter mehr produzierten als sie verkaufen konnten, was dazu geführt habe, dass sich die Lager füllten.

Energiepreise im Jahresvergleich

Durch den jüngsten Rückgang sei bei den Energiepreisen auch der zwischenzeitliche Anstieg aus den vergangenen Monaten wieder wettgemacht worden, berichtet die ECF weiter. Die Preise hätten im Schnitt im Februar nur noch um 0,1 Prozent höher gelegen als ein Jahr zuvor. Damit wirke die Entwicklung bei den Energiepreisen im Jahresvergleich auch weder belastend noch entlastend auf die Verteuerung der Lebenshaltungskosten insgesamt in Deutschland. Die Inflation läge mit und ohne Einrechnung der Energiekosten bei lediglich 1,4 Prozent.