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DEPV: Rekord bei Pellet-Produktion – nur leichter Anstieg beim Zubau

In Deutschland wurden 2017 so viele Pellets hergestellt wie noch nie zuvor, so der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. Der Zubau neuer Anlagen sei aber im Vergleich zum Vorjahr nur leicht angestiegen. Gut für Pellet-Heizer: Die Preise seien relativ konstant geblieben.

Holzpellet HeizungDem DEPV zufolge kann sich Deutschland rein rechnerisch mit vollständig mit Pellets aus eigener Produktion versorgen.© Sergej Toporkov / Fotolia.com

DEPV: Rekord bei Pellet-Produktion – nur leichter Anstieg beim Zubau

Berlin - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt die deutsche Pelletbranche auf das Jahr 2017 zurück. Laut Marktzahlen des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e. V. (DEPV) wurden mit 2,25 Millionen Tonnen (t) Holzpellets im Vorjahr in Deutschland so viele Presslinge hergestellt wie noch nie. Die Ausbauzahlen bei Pelletkesseln und Pelletkaminöfen seien aber leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Ausbau an Pelletöfen ist leicht gestiegen

Mit 32.300 neuen Pelletfeuerungen in Deutschland wurde der prognostizierte Zubau dem Verband zufolge knapp verfehlt. Zugebaut wurden demnach 16.500 Pelletkaminöfen, 15.000 Pelletkessel und wasserführende Pelletöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 800 Kessel-/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW. Der Zubau sei im Vergleich zum Vorjahr (31.200 Stück) somit um 3,5 Prozent gestiegen.

Deutschland ist der größte Pelletproduzent in Europa

Mit 2,25 Millionen Tonnen Holzpellets wurde 2017 mehr als je zuvor von dem heimischen Brennstoff in Deutschland hergestellt, so der DEPV. Im Vergleich zum Vorjahr (1,95 Millionen t) sei das eine Steigerung von 15,4 Prozent. Der Verbrauch habe 2017 bundesweit bei 2,1 Millionen Tonnen gelegen.

"Deutschland kann sich rein rechnerisch vollständig mit Pellets aus eigener Produktion versorgen", erklärt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. Rohstoff gäbe es dank des hohen Holzeinschnitts und dem damit verbundenen reichlichen Restholzanfall in deutschen Sägewerken mehr als genug. Pellets seien im vergangenen Jahr zu 95 Prozent aus Sägenebenprodukten hergestellt worden. Der Verband rechnet für 2018 mit einer weiter leicht zunehmenden Produktion auf 2,3 Millionen Tonnen. Deutschland sei europaweit der größte Pelletproduzent und erzeuge annähernd 10 Prozent der weltweit gepressten Holzpellets.

Pelletpreise hielten sich stabil – 19 Prozent Ersparnis gegenüber Heizöl

Holzpellets

Der Preis für Pellets war nach Angaben des DEPV auch im Jahr 2017 stabil. Im Jahresdurchschnitt zahlten Heizungsbetreiber für eine Tonne Pellets 239,83 Euro, was 4,80 Cent pro Kilowattstunde entspräche. Das seien 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 0,7 Prozent weniger als 2015 gewesen. Heizöl sei 2017 im Schnitt mit 5,71 Cent pro Kilowattstunde 19,0 Prozent teurer gehandelt worden.

Im Jahr 2017 seien durch Pelletfeuerungen 3,19 Millionen Tonnen des Klimagases CO2 eingespart worden. Das sei ein Einspareffekt von 92,5 Prozent gegenüber den Treibhausgasen, die die durch Pellets ersetzten fossilen Heizungen andernfalls ausgestoßen hätten.

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