Heizkosten

CO2-Preis und Ölheizung: Mehrkosten in Berlin besonders hoch

Eine alte Ölheizung verbraucht deutlich mehr Energie als eine Neue. Besonders viele alte Anlagen finden sich in Berlin, informiert co2online und warnt Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern auch im Hinblick auf den CO2-Preis vor erheblichen Mehrkosten.

Diana Schellhas, 27.04.2021, 12:45 Uhr
Heizkostenabrechnung© M. Schuppich / Fotolia.com

Berliner Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern mit Ölheizung müssen mit deutlich steigenden Heizkosten rechnen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Durch den CO2-Preis fallen demnach für ein durchschnittliches Haus in diesem Jahr Mehrkosten von rund 203 Euro an. Der nach und nach steigende Preis sorge dafür, dass die Kosten weiterwachsen: im Jahr 2025 um etwa 447 Euro.

Ölheizungen in Berlin sind im Schnitt 25 Jahre alt

Ein weiterer Grund für unnötig hohe Heizkosten seien die in Berlin besonders alten Ölheizungen. Im Schnitt seien sie laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fast 25 Jahre alt. Bundesweit seien es dagegen etwa 21 Jahre. Alte Heizungen verbrauchten meist deutlich mehr Energie als neue. Außerdem steige mit jedem Jahr das Risiko eines plötzlichen Ausfalls.

Ein durchschnittliches Ein- oder Zweifamilienhaus (EFH/ZFH) mit Ölheizung in Berlin habe eine Wohnfläche von rund 149 Quadratmetern. Der jährliche Heizenergieverbrauch läge bei etwa 25.500 Kilowattstunden (kWh). Das entspräche rund 171 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter.

Berliner können zusätzlich Zuschüsse in Anspruch nehmen

Besitzer älterer Ölheizungen sollten deswegen jetzt prüfen, ob sich eine neue Heizung rechnet. In Berlin gäbe es dafür noch bis Ende des Jahres besonders viele Fördermittel. Zusätzlich zur Förderung des Bundes (bis zu 45 Prozent) zahle Berlin zwischen 1.000 und 4.500 Euro für eine neue Heizung. Auch für Energieberatung gäbe es einen Berliner Bonus.