Prognose

CO2-Preis beim Heizöl: Wie teuer wird es in den kommenden Jahren?

Heizöl und Gas werden in den nächsten Jahren immer teurer, so die Experten von Zukunft Altbau. Hintergrund für die Prognose ist die Einführung des CO2-Preises zum Jahresbeginn. Dieser soll nach den Plänen der Bundesregierung immer weiter angehoben werden.

Diana Schellhas, 11.01.2021, 11:05 Uhr
EnergieverbrauchDer CO2-Preis steigt bereits im kommenden Jahr.© Digitalpress / Fotolia.com

Am 1. Januar 2021 ist im Gebäudesektor die Bepreisung von Kohlendioxid (CO2) gestartet. Für einen Liter Heizöl zahlen Hauseigentümerinnen und Eigentümer in diesem Jahr 7,9 Cent mehr. Dabei wird es aber nicht bleiben: In den nächsten Jahren werden die CO2-Kosten von Erdgas und Heizöl weiter steigen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

CO2-Preis steigt 2022 und in den Folgejahren

Die Bepreisung ist mit einem festen System gestartet. Seit 1. Januar sind 25 Euro pro Tonne CO2 für Kraft- und Brennstoffe im Verkehrs- und des Gebäudebereich fällig. Das entspricht in diesem Jahr einem Aufschlag von 79 Euro pro 1.000 Liter Heizöl. Der CO2-Preis steigt 2022 auf 30 Euro pro Tonne CO2, 2023 auf 35 Euro, 2024 auf 45 Euro und 2025 auf 55 Euro. Danach sollen weitere Erhöhungen folgen; wie hoch sie ausfallen werden, ist aber noch unklar.

Wie hoch könnten die Zusatzkosten bei weiter steigendem CO2-Preis ausfallen?

Hauseigentümer, die in einem 150-Quadratmeter-Haus mit einem schlechten Energiestandard und rund 3.000 Liter Heizölverbrauch pro Jahr leben, müssen für den Zeitraum von 2021 bis 2025 Zusatzkosten von insgesamt rund 1.800 Euro einkalkulieren, erklären die Experten von Zukunft Altbau. Welche Kosten ab 2026 hinzukommen könnten, zeigen sie an beispielhaften Szenarien. Steige der CO2-Preis pro Tonne bis 2030 auf 100 Euro und verlaufe danach konstant, beliefen sich die Mehrkosten beim Heizöl in 20 Jahren auf bereits gut 15.000 Euro. Steige er dagegen auf den vom Umweltbundesamt empfohlenen Wert von 195 Euro, summierten sich die Zusatzkosten sogar auf gut 25.000 Euro. Selbst wenn man von keiner weiteren Erhöhung ab 2025 ausgeht, kämen in 20 Jahren rund 6.500 Euro Mehrkosten hinzu.