Umfrage

CO2-Preis: 30 Prozent der Deutschen finden die Kosten angemessen

Wie Verivox berichtet, verteuert sich durch den CO2-Preis das Heizen für eine Durchschnittsfamilie um über 100 Euro im Jahr, beim Tanken sind es rund 50 Euro. Etwa 30 Prozent der Deutschen halten die Mehrkosten für angemessen.

Diana Schellhas, 27.08.2020, 12:26 Uhr
CO2 Emissionen© designeo / Fotolia.com

Ab dem kommenden Jahr verteuert der nationale CO2-Preis schrittweise das Heizen und Tanken in Deutschland. Die Mehrheit der Deutschen findet die CO2-Kosten zu hoch, wie eine Umfrage im Auftrag von Verivox zeigt. Unterschiede zeigen sich demnach bei den Generationen: Je jünger die Befragten, desto eher sind sie dazu bereit, für den Klimaschutz in die Tasche zu greifen. Mit der Einführung des CO2-Preises wollen viele Verbraucher laut Umfrage außerdem auf die Kostenbremse treten, dabei möchten sie allerdings lieber beim Heizen sparen als beim Autofahren.

Tanken und heizen: So viel teurer wird es 2021

Ab Januar 2021 kostet der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid 25 Euro, so die Tarifexperten. Eine Durchschnittsfamilie mit Auto (Heizbedarf von 20.000 Kilowattstunden, VW Sharan und 14.000 Kilometer Fahrleistung) zahle 2021 allein an der Tankstelle 58 Euro mehr. Die Heizkosten stiegen um 108 Euro (Gas) bzw. 158 Euro (Heizöl). Die meisten Deutschen (59 Prozent) hielten diese Mehrkosten für zu hoch, 30 Prozent der Befragten finden sie angemessen, 3 Prozent zu niedrig.

Der CO2-Preis steige sukzessive weiter bis zum Jahr 2025 auf 55 Euro pro Tonne. Die gleiche Musterfamilie müsse dann jährlich sogar 238 Euro mehr für Gas, 348 Euro mehr für Heizöl und 127 Euro mehr für Benzin ausgeben.

Wie viel wollen die Deutschen für den Klimaschutz bezahlen?

Auf die Frage, wie hoch die monatlichen Mehrkosten ausfallen dürften, gab knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) an, bis zu 10 Euro monatlich zu tolerieren. Rund ein Viertel (23 Prozent) ist laut Umfrage bereit, zwischen 10 und 20 Euro zusätzlich pro Monat für den Klimaschutz zu schultern.

Innerhalb der Befragung zeigt sich eine große Kluft zwischen den Generationen: Je jünger die Umfrageteilnehmer waren, umso höher ist die Bereitschaft, einen Preis für CO2 zu bezahlen. Während in der Gruppe der über 50-Jährigen die Mehrheit der Befragten (51 Prozent) maximal 6 Euro bezahlen will, finden genauso viele Befragte aus der Gruppe der 18 bis 29-Jährigen zwischen 10 und 40 Euro akzeptabel.

Viele wollen beim Heizen sparen

Die hohen Mehrkosten führen dazu, dass viele Verbraucher ihr Verhalten mit der Einführung des CO2-Preises ändern wollen. So ist immerhin jeder Vierte (24 Prozent) der Befragten bereit, sein Auto häufiger stehen zu lassen und sogar jeder Dritte (35 Prozent) will weniger heizen, um die Kosten im Zaum zu halten.

Die Mehrheit der Befragten kann sich aufgrund der CO2-Mehrkosten vorstellen, den Gasanbieter zu wechseln. 54 Prozent geben an, das "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich" zu tun.

Ein Anbieterwechsel lohnt sich, erklären die Experten des Vergleichsportals weiter. Wer noch in der Grundversorgung ist, zahle bei 20.000 Kilowattstunden pro Jahr derzeit rund 1.460 Euro. Im günstigsten Tarif seien es für die gleiche Menge 835 Euro. Die Ersparnis von 625 Euro gleicht den CO2-Aufpreis mehr als aus.

Den Anbietervergleich, den Verivox anbietet, stellen auch wir bereit. Die Angabe des jährlichen Verbrauchs und der Postleitzahl reichen aus, der Vergleich ist kostenlos.

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