Heizanlage

BWP: Erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen in Wohngebäuden

2017 haben sich mehr Bauherren für Wärmepumpen als Heizanlagen entschieden als noch im Jahr zuvor. Dem Bundesverband Wärmepumpe e.V. zufolge hat die Wärmepumpe damit erstmals die Gasheizung als System in neuen Wohngebäuden abgehängt.

Heizung Thermostatkopf© electriceye / Fotolia.com

BWP: Erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen in Wohngebäuden

Berlin - Erdwärme macht bei den genehmigten Wohngebäuden acht Prozent aus, rund 35 Prozent werden mit Umweltwärme aus Luft oder Grundwasser geheizt. Wärmepumpen liegen damit erstmals knapp vor den Gas-Heizungen, die 42 Prozent der Bauherren in ihrem neuen Wohngebäude einsetzen, berichtet der Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) und bezieht sich dabei auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Wärmepumpe würde von Bauherren, Planern und Fachhandwerkern mehr und mehr als das Standardheizsystem für den Neubau anerkannt, sagt Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP. Hintergrund für die wachsende Nachfrage seien die großen Fortschritte bei Geräteeffizienz, Nutzerfreundlichkeit und Design. Ebenso trage der positive Effekt der neuen Energieeinsparverordnung sowie die Förderung von KfW und BAFA zu dieser Entwicklung bei.

Gesamter Neubaumarkt: Wärmepumpe landet auf Platz 2

Bei der Gesamtbetrachtung des Neubaumarktes für 2017 hätten Wärmepumpen den ersten Platz hingegen knapp verpasst und lägen mit einem Anteil von 41 Prozent hinter Gas (42 Prozent). Dass die Wärmepumpe bei der Betrachtung aller Baugenehmigungen nicht führt, liegt an den Nichtwohngebäuden. Hier haben Wärmepumpen einen relativ schwachen Anteil, so die Einschätzung von Dr. Sabel. Allerdings sei der Anteil der Wärmepumpen bei Nichtwohngebäuden besonders stark gewachsen, im Vergleich zu 2015 um sechs Prozentpunkte auf 20 Prozent.

Wärmepumpe Marktanteile © Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.