Wärmewende

BMWi meldet über 200.000 Förderanträge für neue Heizungen

Für den Einbau einer neuen Heizung können Hauseigentümer eine Förderung beantragen, sofern das System mit erneuerbaren Energien funktioniert. Viele Bundesbürger nehmen die neuen Förderprogramme hierzu wahr, sagt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Diana Schellhas, 03.12.2020, 08:44 Uhr
Holzpellet HeizungDie Förderprogramme gelten für Pelletheizungen, Wärmepumpen und auch für Gashybridheizungen mit Solarthermie.© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Raus mit der alten Heizung: Viele Haushalte scheinen dem Ruf der Bundesregierung nach sauberen Technologien beim Heizen zu folgen. Dafür fließen auch Gelder, mit denen der Austausch gefördert wird. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BMWi) meldet dazu beim Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" einen neuen Rekord.

Über 200.000 Förderanträge eingereicht

Die Bundesregierung hat zum Jahresbeginn die Förderkonditionen des Marktanreizprogramms für Wärme aus Erneuerbaren Energien abgepasst. Bereits im ersten Halbjahr 2020 waren rund 110.000 Förderanträge eingegangen. Im zweiten Halbjahr ist die Nachfrage trotz Covid-19 noch einmal gestiegen, so das BMWi. Vom 1. Januar bis 30. November wurden demnach insgesamt 211.079 Anträge gestellt.

Die Rekordzahlen im dem Programm zeigen, dass wir bei der Wärmewende vorankommen, sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Die Förderprogramme brächten die Energiewende im Gebäudebereich voran und sicherten lokale Wertschöpfung und Beschäftigung. Damit gingen Klimaschutz und Konjunktur Hand in Hand.

Förderprogramme werden gebündelt

"Mehr als 488 Millionen Euro seit Januar 2020! In 20 Jahren konnte das BAFA in diesem Programm noch nie so viel Geld auszahlen wie in diesem Jahr. Allein in der letzten Novemberwoche haben wir mit 44 Millionen Euro das Engagement von Bürgerinnen und Bürger für das Heizen mit Erneuerbaren Energien unterstützt. Ich freue mich darauf, bereits ab Januar 2021 mit der neuen Bundesförderung effiziente Gebäude gemeinsam mit dem BMWi diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben", hebt Torsten Safarik, Präsident des BAFA, hervor.

Mit der Anfang 2021 in Kraft tretenden neuen Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) wird ein zentrales Element des Klimaschutzprogramms 2030 umgesetzt. Die BEG bündelt die bisherigen Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich und will damit noch bürgerfreundlicher und bürokratieärmer werden.

Weiterführende Links