Zu hohe Heizkosten – Nicht aussitzen, sondern handeln!

Wie hoch die Heizkosten für jeden einzelnen Haushalt ausfallen, hängt unter anderem vom Heizsystem und von dem individuellen Heizverhalten ab. Strom-Magazin.de verrät Ihnen mehr darüber, welche Heizungen besonders günstig sind, wie Sie – egal ob als Mieter oder Hausbesitzer – das Beste aus einer bestehenden Heizanlage herausholen können und was Sie selbst womöglich an Ihrem eigenen Verhalten ändern können, um weniger Heizenergie zu verbrauchen.

Auf einen Blick

    Gründe für zu hohe Heizkosten

    • falsche Abrechnung
    • falsch eingestellte Heizung
    • kaputte Heizung
    • Preisschwankungen nicht abgewartet
    • falsches Lüften und Heizen
    • unnötiges Heizen in ungenutzen Räumen
    • schlecht gedämmte Wohnungen und Häuser

    Öl, Gas, Sonne: Das Heizsystem ist entscheidend für den Geldbeutel

    Welchen Brennstoff das eigene System zum Heizen benötigt, ist einer der Haupteinflüsse, wie hoch die Heizkosten insgesamt ausfallen. Das trifft auch auf das Alter der Heizung zu: Wer eine 20 Jahre alte Ölheizung in seinem Keller stehen hat, der verschwendet mit größter Wahrscheinlichkeit Energie. Heizkessel, die über 30 Jahre alt sind, müssen sogar per Gesetz ausgetauscht werden. Das gilt auch dann, wenn man sich ein neues Haus kauft, in dem noch ein alter Kessel für Wärme sorgt. Der neue Besitzer muss die Heizanlage in diesem Fall binnen zwei Jahren austauschen.

    Bei der Entscheidung, welches Heizsystem künftig genutzt werden soll, steht mit an erster Stelle, ob künftig erneuerbare Energien oder fossile Brennstoffe genutzt werden sollen. Tatsächlich ist es in beiden Fällen möglich, sich vom Staat finanzielle Unterstützung einzuholen. Wichtig ist es dabei, sich vor dem Kauf zu informieren. Einen Überblick über die verschiedenen Heiz-Techniken und deren Vor- und Nachteile, finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

    Zum Heizungsvergleich

    Natürlich hat aber nicht jeder die Möglichkeit, sich eine Wärmepumpe zu installieren oder eine Solaranlage auf sein Dach zu stellen. Wer seine Öl- und Gasheizung in den kommenden Jahren weiternutzen möchte, findet in den folgenden Abschnitten wichtige Hinweise, um trotzdem Energie und Geld zu sparen.

    Öl, Gas und Pellets einkaufen: Erstmal einen Überblick verschaffen

    Die Öl- und Gaspreise für den privaten Endverbraucher schwanken erheblich. Das fängt bei geopolitischen Verhältnissen an, aufgrund derer die Preise im Großhandel steigen oder sinken können. Das wiederum beeinflusst, wie teuer oder günstig einzelne Händler ihr Produkt einkaufen können. Was der einzelne Erdgas- oder Ölhändler dann vom Verbraucher verlangt, ist von der Region und auch vom Zeitpunkt des Kaufs abhängig. Letzteres gilt insbesondere für Holzpellets. Die Lösung: Behalten Sie die Preise im Blick und beobachten Sie den Markt!

    • Beim Heizöl: Oftmals sind die Heizölpreise kurz vor dem Start der Heizsaison höher als etwa mitten im Sommer. Den Händlern ist bewusst, dass Öl-Heizer dann tanken müssen, wenn sie sich vor dem Winter noch nicht um einen vollen Heizöltank gekümmert haben. In jedem Fall gilt, die Preise zu vergleichen. Denn auch dann kann es Preisunterschiede geben.
    • Beim Gas: Wechseln Sie den Gasanbieter, wenn der bisherige mehr Geld verlangt als andere. Zum einen bringt das Bewegung in den Markt, die Konkurrenz unter den Anbietern steigt, was das Preisniveau insgesamt absenken kann. Zum anderen haben Sie direkt mit der nächsten Heizsaison ein paar Euro mehr auf dem Konto.
    • Bei den Holzpellets: Besonders bei den Preisen für Holzpellets sind saisonale Schwankungen typisch. Im Sommer lässt sich beim Pelletkauf in der Regel am meisten sparen. Auch hier lohnt sich die Umkreissuche und der Preisvergleich zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
    Erdöl Pipeline

    Mit dem Gasvergleich viel Geld sparen

    Hier beantworten wir alle wichtigen Fragen rund um das Thema Gasvergleich und Gaswechsel. Außerdem können Sie hier direkt einen Gasvergleich durchführen.

    Zum Gasvergleich
    Heizen mit Pellets

    Kosten reduzieren mit dem Pellet-Preisvergleich

    Hier stellen wir die Vorteile und Nachteile einer Holzpellet-Heizung vor und geben hilfreiche Hinweise, wann der Kauf der Pellets am sinnvollsten ist.

    Zum Pellet-Preisvergleich
    Erdgaspreise

    Die Schwankungen der Erdgaspreise

    Erdgaspreise unterliegen teilweise starken Schwankungen, die aber nur bedingt an den Erdkunden weitergegeben werden. Wir erklären die Ursachen.

    Mehr zu den Erdgaspreisen
    Thermostat

    Als Mieter den Gasanbieter wechseln

    Wir erklären, wann Sie als Mieter die Möglichkeit haben, selbständig den Gasanbieter zu wechseln und wann Sie Ihren Vermieter überzeugen müssen.

    Mehr zu den Gasanbieterwechsel-Möglichkeiten

    Heizkosten für Mieter: Welche Posten stellt der Vermieter in Rechnung?

    Als Mieter ist die Situation eine völlig andere. Die Heizkostenabrechnung ist dann Sache des Vermieters und zumeist in der Betriebs- bzw. Nebenkostenabrechnung enthalten. Zu den Heizkosten und Warmwasserkosten gehören mehrere Posten, weil für den Vermieter auch beispielsweise Kosten für die Wartung und den Betrieb des Heizsystems anfallen. In der Abrechnung werden deshalb zwei Bereiche unterschieden. Zum einen sind das die verbrauchsabhängigen Bestandteile und zum anderen die vom Verbrauch unabhängigen, wie etwa die eben genannte Wartung. Grundsätzlich wird der Verbrauch an Heizenergie über Messgeräte an den Heizkörpern ermittelt. Bei der Heizkostenabrechnung dürfen sich maximal 70 Prozent der Kosten auf den tatsächlichen Verbrauch beziehen (und mindestens 50 Prozent). Für die restlichen Anteile, die vom Verbrauch unabhängigen, wird etwa die Wohnfläche für die Berechnung hinzugezogen.

    Fehlerpotentiale bei der Heizkostenabrechnung

    HeizkostenabrechnungBei der Heizkostenabrechnung gibt es diverse Fehlerquellen.

    Es gibt aber auch Posten, die nicht auf der Heizkostenabrechnung stehen dürfen, wie etwa Kosten für Reparaturen an der Heizungsanlage. Potenzial für Fehler bei der Abrechnung liegen beispielsweise bei der für die Berechnung genutzte Quadratmeterzahl, dem Verteilerschlüssel oder einer fehlerhaften Verteilung der Heizkosten bei einem Mieterwechsel. Wer unsicher ist, ob mit der Höhe der Heizkostenabrechnung etwas nicht stimmt, kann den aktuellen Heizspiegel für den Vergleich heranziehen.

    Vermieter sind übrigens verpflichtet, die Abrechnung für eine Heizperiode spätestens zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums auszuhändigen. Wenn die Heizkostenabrechnung zu spät beim Mieter eingeht, kann der Vermieter nachträglich keine Nachzahlung mehr vom Vermieter verlangen.

    Mehr zur Betriebskostenabrechnung

    Heizung optimal einstellen: Funktioniert das System einwandfrei?

    Nur eine funktionierende Heizung kann auch sparsam Wärme spenden. Dass etwas nicht stimmt, merkt man zumeist an ungewöhnlichen Geräuschen oder daran, dass Heizkörper nicht gleichmäßig warm werden und letztendlich erst dann, wenn die Heizkosten von der Norm abweichen. Das bedeutet, dass man selbst aktiv werden sollte. Im ersten Schritt kann man selbst prüfen, ob sich Luft in den Heizkörpern befindet und diese gegebenenfalls ablassen. Je nach Art der Heizung und ob man beispielsweise zur Miete wohnt, können einem danach schon die Hände gebunden sein. Das Problem muss dann an den Vermieter oder an einen Fachmann weitergereicht werden.

    Wer eine Heizung mit Brennkessel im Keller stehen hat, kann die Vorlauftemperatur prüfen und auch mal schauen, ob die Umwälzpumpe ausgetauscht werden könnte. Bei einer Optimierung durch einen Fachmann steht der hydraulische Abgleich im Vordergrund, bei dem dafür gesorgt wird, dass sich das heiße Wasser optimal im System verteilt. Gerade bei älteren Heizungen kann auch eine Überdimensionierung der Heizungsanlage dazu führen, dass ineffektiv geheizt wird. Auch hier kann ein Fachmann oder Energieberater aber Maßnahmen ergreifen, um die Überdimensionierung auszugleichen.

    Fenster

    So entlüften Sie Ihre Heizung

    Wenn die Heizung blubbert oder gluckert, ist häufig Luft im Heizkörper. Dadurch wird die Heizung nicht richtig warm. In diesem Ratgeber erklären wir, wie Sie Ihre Heizung entlüften können und damit wieder effektiv geheizt wird und keine unnötige Energie verschwendet.

    Weiter zum Ratgeber "Heizung entlüften"
    Thermostat

    So wird die Gasheizung richtig eingestellt

    In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen die Möglichkeiten zur effizienten Einstellung Ihrer Gasheizung vor. Dabei unterscheiden wir zwischen die Dinge, die Sie selber machen können und jene, für die ein Heizungsmonteur benötigt wird.

    Weiter zum Ratgeber "Gasheizung einstellen"

    Zu hohe Heizkosten: Kleine einfache Maßnahmen helfen schon

    Selbstverständlich hat kann man neben dem Ruf nach einem Handwerker auch selbst etwas tun, um die Heizkosten zu senken. Zunächst stellt sich die Frage, ob die Heizung wirklich voll aufgedreht sein muss, wenn man gar nicht zuhause ist? Tatsächlich kostet das jede Menge Geld. Zwar sollte die Heizung bei wirklich kalten Temperaturen nicht komplett abgedreht werden, weil sonst die Räume zu stark auskühlen. Aber ein paar grad weniger dürfen es in der Wohnung bei Abwesenheit schon sein. Beim Lüften sollte im Winter das Fenster unbedingt komplett geöffnet werden. Das bringt schnell Frischluft herein, und die Wände an den Fenstern kühlen nicht aus, so wie es beim längeren Lüften auf Kippe der Fall wäre. Ebenfalls sollten auch die Türen zu unbeheizten Räumen nicht offenstehen. Weitere Tipps, um die Heizkosten zu senken, finden Sie in unseren Ratgebern.

    Klimaanlage

    Die ideale Zimmertemperatur

    Welche Zimmertemperatur ist für welchen Raum die beste, um sich wohlzufühlen und trotzdem nicht zu viel Energie zu verschlingen.

    Mehr zur idealen Zimmertemperatur
    Heizenergie

    Wie viel Geld sparen Sie durch Heiztipps?

    Spartipps gibt es viele, wenn es um die Heizkosten geht - doch was bringen Sie wirklich? Strom-Magazin.de ist dieser Frage auf den Grund gegangen.

    Weiter zu den Spartipps

    Smart heizen – Auch für Einsteiger eine Möglichkeit

    Smart Home: Überall hört man davon und dennoch ist der Begriff nicht mehr als schwarze Materie. Viele trauen sich deshalb auch an das Thema nicht so recht heran. Dabei sind smarte Geräte gerade bei den Heizkosten sinnvoll: Hier geht es nämlich nicht nur darum, mit smarten Lautsprechern zu kommunizieren und es möglichst bequem zu haben. Der größte Vorteil an smarten Geräten bei der Heizung ist, dass man seinen Verbrauch besser kontrollieren kann. Dabei geht es darum, genau zu erkennen, wo und wann sehr viel Heizenergie gebraucht wird und auf Grundlage dessen den Verbrauch sinnvoll zu managen.

    Wärmepumpe Erdwärme

    Was ist eine Wärmepumpe?

    Wie funktioniert eine Wärmepumpe und zwischen welchen Arten wird unterschieden?

    Zur Definition Wärmepumpe
    Energielabel

    Die Funktion der smarten Heizsteuerung

    Wie kann das eigene Heizsysteme auf eine smarte Steuerung umgerüstet werden? Hier klären wir die wichtigsten Fragen.

    Zur smarten Heizungssteuerung
    Smart Home Steuerung

    Interview zum Smart-Home

    Wie können Eintsteiger ihr Haus zum Smart Home umstellen? Worauf sollte dabei geachtet werden?

    Zum Smart-Home-Interview
    Geothermie

    Wie funktioniert die Kraft-Wärme-Koppelung?

    Wir erklären die Funktion der Kraft-Wärme-Koppelung, kurz KWK mit ökologischen und ökonomischen Vorteilen für die Nutzer.

    Zur Definition KWK
    Pipeline

    Was ist Fernwärme?

    Wie wird Fernwärme definiert und wie funktioniert diese? Hier werden diese Fragen beantwortet.

    Zur Definition der Fernwärme
    Preiserhöhungen

    Die Förderung beim Heizungsaustausch

    Wer seine alte Heizung gegen eine Neue austauscht, kann verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Förderung in Anspruch nehmen.

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