Ölmarkt

Ölnachfrage: IEA und OPEC senken Prognosen für 2021

Wegen der Corona-Pandemie ist die weltweite Nachfrage nach Rohöl gesunken. Und auch 2021 werde der Ölmarkt weiter fragil bleiben. Die Nachfrage nach Öl steige langsamer an als ursprünglich erwartet.

15.12.2020, 12:23 Uhr (Quelle: DPA)
Öl FörderungFür 2021 ist nur langsam eine Besserung für den schwächelnden Ölmarkt zu erwarten.© ImagineGolf / iStockphoto.com

Die Erholung des Ölmarktes von der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der Internationale Energieagentur (IEA) langsamer als bisher prognostiziert verlaufen. "Die Nachfrage wird eindeutig längere Zeit niedriger sein als als erwartet", teilte die IEA am Dienstag in Paris in einem Bericht mit. Sie reduzierte daher ihre Prognose für die Rohölnachfrage. "Der Markt bleibt fragil", schreibt die IEA. Schließlich wurden zuletzt in Europa erneut viele wirtschaftliche Beschränkungen beschlossen, die die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

2021 soll Ölnachfrage insgesamt wieder steigen

Für das Jahr 2021 senkte der Interessenverband führender Industriestaaten seine Prognose für die globale Nachfrage nach Rohöl um 110.000 Barrel (159 Liter) pro Tag. Im gesamten Jahr 2021 dürfte die Nachfrage trotzdem um 5,7 Millionen Barrel pro Tag zum Vorjahr steigen. Damit hätte die Ölnachfrage rund zwei Drittel ihres historischen Rückgangs im Jahr 2020 wettgemacht. Insgesamt dürfte die Nachfrage im Jahr 2021 bei 96,9 Millionen Barrel pro Tag liegen.

Bereits am Montag hatte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre Prognose für das ersten Quartal 2021 gesenkt. Die bisherige Prognose wurde um eine Millionen Barrel pro Tag reduziert. Die Opec verwies auf Unsicherheiten mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Krise und die Verteilung von Impfstoffen.