Genehmigung

Kein Fracking: Wintershall darf in NRW nicht mehr bohren

Wintershall darf die Erdgassuche in NRW vermutlich nicht fortsetzen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Laufzeiten für die Förderung in den Feldern "Ruhr" und "Rheinland" nicht verlängert. Der Grund: Gas sei dort nur noch mit der Fracking-Technologie zu gewinnen.

Schiefergas© Oliver Boehmer/ fotolia.com

Arnsberg - Die Erdgassuche der BASF-Tochter Wintershall in Nordrhein-Westfalen steht vor dem Aus: Die Bezirksregierung Arnsberg untersagte dem Unternehmen am Freitag eine Verlängerung der Laufzeiten zum Aufsuchen von Erdgas in den Suchfeldern "Ruhr" und "Rheinland". Hintergrund ist eine neue gesetzliche bundesweite Regelung im Wasserrecht zum sogenannten Fracking, die am 11. Februar in Kraft tritt.

Bezirksregierung: Gas kann nur mit Fracking gefördert werden

Danach wird die Erdgasgewinnung in bestimmten Gesteinsschichten untersagt. Nach Erkenntnissen der Bezirksregierung ist eine spätere Förderung von Erdgas in den beiden Feldern aufgrund geologischer Gegebenheiten nur mit Fracking möglich. Diese Methode ist deshalb so umstritten, weil dabei Gesteinsschichten im Boden unter hohem Druck zertrümmert werden, um Gas freizusetzen. Dazu werden unter anderem Chemikalien und Wasser in den Boden gepumpt.

Wintershall will Ablehnung prüfen

Mitte vergangenen Jahres hatte Wintershall bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Laufzeitverlängerung beantragt. Das Unternehmen zeigte sich enttäuscht: "Wir werden zunächst die Ablehnung und deren Begründung ausführlich prüfen", erklärte Wintershall auf Anfrage. Grundsätzlich sei es bedauerlich, dass ergebnisoffene Grundlagen-Forschung am Industrie- und Wissenschaftsstandort NRW nicht möglich sei.

Quelle: DPA