Tanken

ADAC: Benzinpreise steigen wieder

Der Abwärtstrend der Benzinpreise scheint beendet zu sein. Die Preise für Super E10 und Co. sind wieder nach oben geklettert. Besonders Diesel ist im Schnitt teurer geworden.

tankenDie Benzinpreise steigen seit Wochen zum ersten Mal wieder.© fhmedien_de / Fotolia.com

München - Nachdem die Benzinpreise im Bundesdurchschnitt zuletzt sieben Wochen in Folge gesunken waren, ziehen sie nun wieder leicht an. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 derzeit im Bundesmittel 1,391 Euro, das sind immerhin 0,2 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich deutlich auf durchschnittlich 1,248 Euro je Liter, ein Anstieg von 0,9 Cent.

Ursachen für den Anstieg der Benzinpreise

Wesentlich verantwortlich für die steigenden Preise ist dem Automobilclub zufolge die Entwicklung am Rohölmarkt. Seit Anfang September habe sich ein Barrel der Sorte Brent um fast zehn Prozent auf aktuell rund 63 Dollar verteuert. Zudem stehe der Euro weiterhin gegenüber dem Dollar unter Druck, wenngleich er im Vergleich zur Vorwoche oberhalb der Marke von 1,10 US-Dollar je Euro notiere und sich damit wieder etwas fester zeige.

Unterschiedlich hohe Benzinpreise: Saarland an der Spitze

Dem Club nach kommen Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern derzeit besonders günstig an Sprit. Für einen Liter Super E10 müssen sie durchschnittlich nur 1,378 Euro bezahlen, das sei 5,0 Cent weniger als im Saarland (1,428 Euro), wo Benzin am teuersten sei. Ein Liter Diesel koste in Mecklenburg-Vorpommern im Mittel 1,241 Euro und damit 3,6 Cent weniger als im teuersten Bundesland Hessen. Dort müsse man mit durchschnittlich 1,277 Euro je Liter am meisten bezahlen.

Der Stadtstaat Bremen, der noch im August die günstigsten Spritpreise gehabt hätte, sei deutlich zurückgefallen. Unter den 16 Bundesländern befände er sich bei Benzin nur noch auf Platz 7 und bei Diesel mit Rang 13 sogar unter den teuersten Regionen. Insgesamt fiele aber auf, dass bei beiden Kraftstoffsorten vier norddeutsche Bundesländer die Nase vorn hätten. Besonders günstig tankt man außer in Mecklenburg-Vorpommern auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Berlin.

Diana Schellhas