Vom Umgang mit Kunden

Dieses Thema im Forum "Vattenfall" wurde erstellt von leaking roof, 26. Januar 2012.

  1. leaking roof

    leaking roof Starter

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    Seit 25 Jahren bin ich Kunde bei Vattenfall und ich habe meine Rechnungen immer bazahlt.
    Im letzten Jahr habe ich eine Wohnung gemietet und nach Unterzeichnung des Mietvertrages festgestellt, dass das Dach undicht ist und dass es in die Wohnung reinregnet. Deshalb bin ich nicht dort eingezogen. Nun hat mir Vattenfall 243 kWh und damit etwas knapp über 70 € berechnet. Auf zwei Zetteln habe ich den Anfangs- und Endverbrauch aufgeschrieben, aber sie akzeptieren es nicht, sie sind der Meinung, dass das im Übergabeprotokoll vermerkt sein muss. Sie haben mir vier Mahnungen geschickt, woraufhin ich viermal Widerspruch eingelegt habe. Auf die Widersprüche sind sie nicht eingegangen, sondern haben die nächste Mahnung geschickt, zusammen mit den Mahngebühren. Nun wollen sie ein Inkassounternehmen einschalten.

    Dr. Rendez (Leitung Vattenfall) habe ich eine mail geschickt, die unbeantwortet blieb, und gestern zwei weitere mails.

    Ich war des öfteren im Kundencenter, jedesmal bin ich an einen anderen Mitarbeiter geraten und jeder hatte seine Privatmeinung, sodass ich noch ratloser wurde. Ein Mitarbeiter hat eine Mahnsperre aktiviert, er meinte ich würde vom Kundendienst hören. Nach seinen Angaben würde ich nur die Bearbeitungsgebühren von etwa sechs Euro bezahlen müssen. Eine Weile habe ich nichts von Vattenfall gehört, und dann kam im Neuen Jahr die nächste Mahnung plus Mahngebühren. Nach 25-jähriger treuer Kundschaft fühlt man sich wie der letzte Dreck.
     
  2. janoppeln

    janoppeln Starter

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    Das ist echt eine Frechheit. Eigentlich muss mal so einen Service mit einem Wechsel zu einem anderen Stromanbieter kommentieren. Ich habe mich vor drei Monaten aufgeregt, als ich von Vattenfall eine Nachricht über die Strompreiserhöhung lesen musste indem sie für "Verständnis" werben. Wieso zeigen sie aber nicht auch mal Verständnis? Naja ich hoffe sie erlassen dir das mal.

    Viel Erflog
     
  3. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    wenn Du nicht eingezogen bist, hast Du dann überhaupt Strom verbraucht? Lief die Wohnung für kurze Zeit auf Deinen Namen? Wenn Du den Anfangsstand und den Endstand hast, kannst Du Dir den nicht vom Vermieter bestätigen lassen?

    Also das mit dem Nachweis auf dem Übergabeprotokoll ist sicher nichts, auf das Vattenfall bestehen kann. Der Anfangsstand dürfte ja wohl unstrittig sein. Und der Endstand muss eigentlich vom Kunden angenommen werden. Woher haben die denn den Stand aus der Abrechnung?

    So long
     
  4. janoppeln

    janoppeln Starter

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    Ich halte das genauso verwerflich. Wenn du vorweisen kannst, dass du zu diesem Zeitpunkt kein Mieter warst, kann dir der Stromkonzern nichts anhaben. Doch ich denke inicht, dass dir das der Vermieter bestätigen wird, weil er sonst auf den Kosten sitzen bleibt.
     
  5. columbus1111

    columbus1111 Routinier

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    Hallo,
    wie lange hat denn das gedauert, von Unterzeichnung des Vertrages bis nicht eingezogen und wie bist Du denn mit dem Vermieter verblieben? Wann ist der Mietvertrag beendet worden, hast Du Miete gezahlt?
    Grüße
     
  6. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Anmerkung an der Stelle - der Mietvertrag steht nicht in einem direkten Verhältnis zum Stromlieferungsvertrag. So könnte z.B. Herr Huber die Wohnung mieten und Herr Maier der Vertragspartner für den zugehörigen Stromliefervertrag sein.

    Der Stromlieferungsvertrag entsteht mit der ersten bezogenen kWh. Vorher nicht. Liegt kein Verbrauch vor wird es für den Versorger schwierig, einen Stromliefervertrag nachzuweisen - außer Du hast vorher etwas abgeschlossen und unterschrieben. Daher zunächst die Frage nach dem Verbrauch.

    Hier wäre dann auch noch interessant, wer denn den Einzug beim Netzbetreiber/Grundversorger gemeldet hat und ob denn eine Vertragsbestätigung leaking roof eingegangen ist. Dieser hätte man auch gleich widersprechen können/müssen.

    Aber so wie ich das verstanden habe ist ja Strom verbraucht worden und es ist nur die Höhe strittig.

    Die Hoheit über die Zählerstände obliegt dem Netzbetreiber. Dieser kann nun selbst ablesen oder den Stand beim Kunden abfragen.

    Im vorliegenden Fall wird es mutmaßlich so sein, dass der Netzbetreiber vom Vermieter einen Endestand bekommen hat, der höher ist als der Stand von leaking roof. Und der Vermieter wird den Anschlußvertrag für die Lieferung an die Wohnung haben. Da entsteht jetzt die Situation, dass der Netzbetreiber/Grundversorger zwischen die Stühle gerät. Der eine sagt, den Schlußstand akzeptiere ich nicht (zu hoch)und der andere sagt, dieser Anfangsstand ist falsch (zu niedrig). Und wem glaubt der NB/GV dann? Da zieht man sich dann gern auf Dinge zurück, die zu belegen sind. Existiert ein unterschriebenes Übergabeprotokoll mit den Ständen, so ist die Sache klar belegbar...

    Meine Vorgehensweise wäre:
    Zunächst der Versuch einer gütlichen Einigung mit alles Betroffnenen. Ist das nicht möglich:
    - Ist kein Strom verbraucht worden würde ich abstreiten, dass gem. § 2 Grundversorgungsverordnung ein Vertrag zustande gekommen ist. Dazu müßte aber bei einer erhaltenen Vertragsbestätigung dem Vertrag widersprochen worden sein.
    - Ist Strom verbraucht worden würde ich den korrekten Verbrauch bezahlen und den Rest begründet verweigern. Spätestens im gerichtlichen Mahnverfahren muss der Versorger dann belegen, dass der abgerechnete Stand der richtige ist. Und das ist eine nicht ganz einfache Übung, sofern der NB nicht selbst abgelesen hat.

    So long
     
  7. leaking roof

    leaking roof Starter

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    Danke für eure Beiträge.

    Heute habe ich einen Brief von Vattenfall bekommen, in dem sie schreiben, dass sie auf die Forderung verzichten.

    Der Anfangs- und Endverbrauch waren gleich, aber sie waren nicht im Übernahmeprotokoll vermerkt, sondern auf zwei Zetteln. Aus meiner Erfahrung kann ich jedem nur raten: vermerkt es im Übernahmeprotokoll.

    In dieser Wohnung sind die Mieter ständig ein- und ausgezogen, und da ist es sicherlich nicht leicht, ihren Stromverbrauch zu ermitteln, einige werden sich auch nicht angemeldet haben. Stellt euch vor, ihr findet eine schöne grosse Dachgeschosswohnung zum günstigen Preis, zahlt die erste Monatsmiete und die Kaution, und stellt dann fest, dass das Dach darüber undicht ist, und dass ihr da nicht einziehen werdet. Da werdet ihr sicherlich als erstes zu Vattenfall rennen, um den Strom anzumelden.
     
  8. Olicia P

    Olicia P Aufsteiger

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Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!