TelDaFax kündigt Lastschrifteinzugsermächtigung

Dieses Thema im Forum "TelDaFax Energy" wurde erstellt von StefanV3, 8. Dezember 2010.

  1. StefanV3

    StefanV3 Starter

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    Hallo,

    weitere schlechte Neuigkeiten über TelDaFax. Meinen Eltern hat TelDaFax heuteeinen Brief geschrieben, in dem die Lastschrifteinzugsermächtigung fristgerecht zum 14.12.2010 gekündigt wurde.
    Auch schreibt Tdf, daß der Abschlag vom 01.12.2010 schon nicht eingezogen wurde und meine Eltern doch bitte überweisen sollen.
    Weiterhin schreibt man, daß der V ertrag auf die Zahlunsgart "Überweisung" umgestellt wird.

    Werden diese Änderungen einfach so rechtsgültig, oder bedarf es der Zustimmung meiner Eltern??? Mein Vater wollte nun schon überweisen, aber ich hab ihm errstmal davon abgeraten, weil ja Überweisungen nicht zurückholbar sind...

    Grüße

    StefanV3
     
  2. MeyerLansky

    MeyerLansky Fachmann

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    Welche Rechtsfolgen die Kündigungserklärung von tf hat, wird Ihnen hier niemand abschließend beantworten können. Sie macht aber deutlich, dass tf offenbar mächtig unter Druck steht, weil die Banken ihrerseits der Fa. lt. Mitteilung eines Forenteilnehmers in einem anderen Thread hier im Forum offenbar die Vereinbarung zum Inkasso per Einzugsermächtigung gekündigt haben - aus Angst, bei einer Rückbuchung der Kunden im Insolvenzfalle von tf als Bank selbst auf den Schäden sitzen zu bleiben. Das würde deutlich machen, warum tf offenbar keine Einzugsermächtigung mehr "durchbekommt" und weshalb sich tf und die Banken darum bemühen, dieses Insolvenzrisiko auf die Strom- und Gaskunden abzuwälzen.

    In dieser Situation würde ich mir die Frage stellen, ob tf einen wichtigen Grund zur Änderungskündigung hat, der durch AGB oder aus gesetzlichen Gründen anerkannt ist. Ferner würde ich mich fragen, ob tf diese "Notfallgründe" gegenüber ihren Kunden jeweils offen legen muss, wofür m.E. rechtlich vieles spricht. Und schließlich würde ich mich fragen, ob der Kunde, auf den tf das Insolvenzrisiko ja offenbar von den Banken zumindest innerhalb der 6wöchigen Rückbuchungsfrist abgewälzen will, nicht selbst ein Kündigungsrecht aus wichtigem Grund hat, wofür m.E. ebenfalls einiges spricht, wenn man berücksichtigt, weshalb tf gezwungen ist, auf Überweisung umzustellen. Denn muss ich mir als Kunde ohne Abwehrmöglichkeit in Form eines Kündigungsrechts aus wichtigem Grund wirklich ein solches Risiko während einer laufenden Vertragsbeziehung aufbürden lassen, obwohl die Banken entsprechende Geschäftsbeziehungen kündigen? Ich habe da so meine Zweifel.

    All das kann nur ein Anwalt vor Ort bei Ihnen klären (lassen). Dabei sollte aber jeder wissen: Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand ;-) Und deshalb prüfe man vorher, ob es sich wirklich lohnt, solche Geschäfte zu machen.
     
  3. MeyerLansky

    MeyerLansky Fachmann

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    Um die Diskussion weiter zu befruchten, anbei folgender Link zur Kündigung der Einzugsermächtigung:

    http://blog.beck.de/2009/02/05/fortbestehende-bindung-an-eine-einzugsermachtigung


    Danach sieht es m.E. für tf ohne Geltendmachung eines wichtigen Grundes für die Änderungskündigung nicht allzu gut aus, was den Kunden freuen dürfte. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn sich tf den jederzeitigen Widerruf der Einzugsermächtigung ohne wichtigen Grund im Vertrag ausdrücklich vorbehalten hätte.
     
  4. Jull78

    Jull78 Starter

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    Ich habe gerade bei TelDaFax angerufen. Man meinte man wollte aufgrund der ganzen Gerüchte um Pleite bzw. Insolvenz als Vertrauensbeweise dem Kunden ermöglichen den Betrag zu überweisen. Als ich ihm sagte das ich es genau anders herum sehe, dass die Lastschrift als Vertrauen dem Kunden gegenüber gilt, weil er im Notfall das Geld binnen 6 Wochen zurück holen kann gab man mir recht. Nun hat man bei mir wieder die Einstellung auf Lastschrift geändert !!!
     
  5. stromer55

    stromer55 Kenner

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    Aus dem Bekanntenkreis kann ich bestätigen das entsprechende Schreiben
    eingegangen sind.
    Wenn schon die Banken keine Lastschrifteinzüge mehr ausführen wollen,
    sollten die Kunden sich auch überlegen ob es sich noch lohnt Geld zu überweisen. Einen deutlicheren Hinweis aufs Ende kann es nicht geben.
     
  6. olxx

    olxx Starter

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    Ich habe jetzt auch die Kündigung des Lastschriftverfahren bekommen.
    Leider erreicht man bei Teldafax auch keinen mehr, und e-mail bearbeitung soll bis zu 15 tage dauern.

    Was kann man dagegen tun? Sollte man erstmal den Abschlag für den Monat dezember bezahlen?
     
  7. columbus111

    columbus111 Aufsteiger

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    Hallo,
    ich werde ja hier ganz unruhig. Mir wurde auch der Überweisungsweg aufgebrummt. Habe zwar einen Gasvertrag bei der Firma und auch nur monatlich, aber ein ganzer Monat sind bei mir auch über 100 Eueueu. Und ob Strom oder Gas ist bei einer Insolvenz vermutlich egal. Ich kann mich erinnern, das TF zwingend das Lastschriftverfahren als Vertragsbestandteil haben wollte. Und was nun?
    Wenn jetzt alle kündigen und der Laden zugemacht wird, sehe ich schon den Brief des Käufers der Insolvenzmasse, der sich als neuer Lieferant freundlich vorstellt, aber leider die bisherigen Tarife ändern muß...
    Die drei großen Stromanbieter wird es freuen, wenn die Konkurenz kleiner wird.

    Grüße
     
  8. mohlo

    mohlo Stammgast

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    Hallo zusammen!

    Wir haben vergangene Woche ebenfalls dieses Schreiben zum Thema „Vertrauenssache“ zu unserem Gasvertrag erhalten. Das Schreiben hat bei mir eher ein berechtigtes Misstrauen ausgelöst, da ich bei einer Überweisung meinerseits keine Möglichkeit einer Rückbuchung innerhalb von 6 Wochen mehr habe.

    Zudem ist das Scheiben mehr als widersprüchlich, da man den Kunden die Möglichkeit in dem Schreiben gewährt, auf vierteljährliche Zahlungsweise (ZW) im Lastschriftverfahren (LSV) umzustellen. Natürlich nur zu einem erhöhten Preis (bei uns ein Mehrbetrag von 185 EUR im Jahr).

    Nun frage ich mich, wie sollen wir uns verhalten? Evtl. die erste und zweite Zahlungserinnerung abwarten. Dann auf 1/4 ZW im LSV umstellen und bei einer möglichen Insolvenz die letzte Buchung zurückkommen lassen und dann anteilig bis zum Insolvenzdatum abzgl. der bereits gezahlten Kaution die Beiträge zahlen?

    Dazu kommt noch, dass wir bei TF seit vielen Jahren (zufriedener) Stromkunde sind. Durch einen Umzug mussten wir einen neuen Vertrag abschließen und der alte Vertrag wurde abgerechnet. Hier warten wir seit 3 Monaten immer noch auf die Gutschrift. Ich habe dort innerhalb der letzten 6 Wochen mehr als 9 Mal angerufen und wurde immer wieder vertröstet, dass man mein Anliegen umgehend an die Buchhaltung weiterleitet. Bis heute warte ich immer noch auf mein Geld (187 EUR). Andererseits hat man bei unserem neuen Strom-Vertrag, der immer 1/4 jährlich gezahlt wurde, bei gleichem Beitrag auf monatliche Zahlungsweise umgestellt. Immerhin etwas Positives.

    Abschließend zu o.g. Sachverhalt meine wichtigsten Fragen:


    1. Kann TF als Vertragspartner und Leistungserbringer die vertraglich vereinbarte LSV aufkündigen?

    2. Kann ich als Kunde eine Änderung der Zahlungsweise (1/1 auf 1/4) telefonisch mitteilen und ist dies rechtsgültig? Bedarf es hier nicht der Schriftform?

    3. Sollte ich sicherheitshalber bei dem Gasvertrag auf 1/4 ZW mit LSV umstellen und dafür einen monatlichen Mehrbetrag von 15 EUR in Kauf nehmen?

    4. Kann ich hinsichtlich der noch offen stehenden Gutschrift (Strom) eine Anzeige gegen TF bei der hiesigen Polizeidienststelle wegen Betrugs erstatten?

    Schöne Grüße
    Markus M.
     
  9. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    @mohlo

    Ich würde sagen, das geht nicht, weil es eine einseitige Änderung des Vertrages ist. Hier ist aus meiner Sicht eine Änderungskündigung oder das Einräumen eines Sonderkündigungsrechtes nötig.

    Steht etwas dazu in den AGB´s? "Vertragsänderungen bedürfen Schrift-/Texform"?
    Abgesehen davon - Du bist zwar über Jahre zuverlässig versorgt worden und hattest keine Probleme. Aber in der Zeit hast Du auch weiter nicht von TF benötigt, oder? Und sobald es ansteht, etwas für Dich zu tun (Vertrag abrechnen und Gutschrift anweisen) hast Du Probleme. Kann man damit ausreichend Vertrauen aufbauen, um Änderungen telefonisch zu klären?

    Das LSV ist vertraglich vereinbart. Ich würde an dem bestehenden Vertrag nichts ändern. Schon allein deshalb, weil ich befürchten müßte, dass mir das irgendwann mal aus Einverständis mit der Vorgehensweise von TF ausgelegt werden könnte. Ich würde sie schriftlich auffordern, wie vertraglich vereinbart abzubuchen und dann abwarten. Vielleicht kommt dann noch etwas von einem Inkassobüro, aber die bekommen dann die selbe Mitteilung. Werde sie (wider Erwarten) massiv, hilft auch mal die Rücksprache mit einer Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt. Wieviel man sich zutraut muß jeder für sich selbst entscheiden.

    Für den Erfolg dieser Anzeige müßte belegt werden können, dass diese Vorgehensweise von TF konkret in Deinem Fall von Anfang an so vorgesehen war. Diesen Beweis wirst Du kaum führen können. Aber das erklären Dir die freundlichen Herren auf dem Polizeipräsidium genauer. Ich glaube, dass ein Mahnbescheid effektiver ist. Ich würde schriftlich eine letzte Frist von 8-10 Tagen (konkretes Datum nehmen!) setzen. Bei fehlendem Zahlungseingang sofort das gerichtliche Mahnverfahren einleiten.
     
  10. mohlo

    mohlo Stammgast

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    Dann werde ich wohl zunächst wie folgt vorgehen:

    Zum Gasvertrag: Nächstes Schreiben (von TF oder einem möglichen Inkassobüro) abwarten und dann denen per Einschreiben/Rückschein mitteilen, dass wie seinerzeit vertraglich vereinbart, 1 Jahr im Voraus abzubuchen ist.

    Zum Stromvertrag: Sofort per Einschreiben/Rückschein TF via Mahnnung auffordern, den noch offenen Betrag nebst Zinsen umgehend auf mein Konto zu überweisen. Andernfalls werde ich weitere Schritte einleiten (Verbraucherzentrale, Rechtsanwalt, etc.)

    Über den weiteren Verlauf werde ich dann hier berichten.

    Schöne Grüße
    Markus M.
     
  11. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    ich denke auch, dass das die richtige Vorgehensweise wäre.

    Den Bericht über den Fortgang der Sache werden wir gern lesen, vielen Dank. Immer schön, wenn man diese Fälle auch bis zum Ende verfolgen kann.

    So long
     
  12. mohlo

    mohlo Stammgast

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    So, morgen geht das folgende Schreiben per Einschreiben/Rückschein raus:



    Mahnung zur Schlussrechnung Datum: 15.12.2010
    Nr. XXXXXXXXXXX


    Sehr geehrte Frau Nowak,
    sehr geehrter Herr Nutz,

    ich nehme Bezug auf die Schlussrechnung vom 19.10.2010 mit der Rechnungsnummer XXXXXXXXXX.

    Ausgelöst durch einen Umzug habe ich meinen Stromvertrag neu bei Ihnen abgeschlossen und warte nunmehr seit über 4 Monaten auf die Erstattung in Höhe von 181,13 EUR.

    Ich habe diesbezüglich schon mehrmals mit Ihrer Kundenhotline Kontakt aufgenommen und wurde jedes Mal damit hingehalten, dass die Erstattung in den nächsten Tagen erfolgen sollte.
    Bis heute warte ich noch auf mein Geld.

    Ich habe mich nun dazu entschlossen, Ihnen hiermit eine letzte Zahlungsauforderung zu setzen. Ich fordere Sie auf, mir mein Guthaben in Höhe von 181,13 EUR bis zum 30.12.2010 auf das Konto XXXXXXXXX, XXXXXXXXX, BLZ XXXXXXXXX zu erstatten.

    Sollte bis dahin keine Gutschrift erfolgt sein, werde ich ein gerichtliches Mahnverfahren beim Amtsgericht XXXXXXXXX einleiten. Des Weiteren werde ich einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung meines Anliegens beauftragen und die zuständige Verbraucherzentrale informieren, der ich den gesamten Vorgang in vollständig dokumentierter Form überreiche.


    Mit freundlichen Grüßen
    XXXXX XXXXXXXX
     
  13. MeyerLansky

    MeyerLansky Fachmann

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    Schönes Schreiben, mohlo, aber ich gebe zu bedenken: Warum selbst ein Mahnverfahren betreiben, wenn - wie hier - m.E. auch jetzt schon für einen juristischen Laien die Einschaltung eines Anwalts gerechtfertigt ist? Wenn Sie selbst ein Mahnverfahren einleiten, würde ich als Rechtsanwalt von tf fragen, ob die ZUSÄTZLICHE Einschaltung eines Rechtsanwalts für die Durchsetzung Ihrer Interessen wirklich erforderlich war, da Sie doch durch die Beantragung eines Mahnverfahrens gezeigt haben, dass Sie das Rechtliche auch selbst sehr gut im Griff haben. Ihre "Doppelgleisigkeit" birgt letztlich die Gefahr, dass Sie auf den Anwaltskosten sitzen bleiben. Deshalb: Entweder - Oder. Ich wäre eher für das "Anwalts-Oder".
     
  14. mohlo

    mohlo Stammgast

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    Es geschehen noch Zeichen und Wunder! TDF hat gestern den ausstehenden Betrag überwiesen. Nach über 4 Monaten habe ich endlich mein Geld! Somit kann ich mir das Geld für das Einschreiben sparen.

    Jetzt gilt es nur noch die Probleme mit dem Gasvertrag zu lösen.
     
  15. Strom

    Strom Gelegenheits-User

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    @mohlo

    Na das sind ja mal gute Nachrichten.

    Mich würde mal interessieren, wie ein Schreiben hinsichtlich der anderen Sache aussehen könnte. Also mich betrifft es hinsichtlich eines Stromvertrages, dass Tf das Geld für das gebuchte Stromsparpaket nicht mehr abbuchen will/kann, sondern ich es überweisen soll. Falls ich es nicht mache, würde mir das Sparpaket verlorengehen und ich in den Grundtarif fallen.

    Wo genau finde ich, dass Lastschrift Vertragsbestandteil ist?

    Vielen Dank im Voraus.
     
  16. Strom

    Strom Gelegenheits-User

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    Hat bisher schon jemand schriftlich der einseitigen Vertragsänderung in Bezug auf das Zahlungsverfahren (ob nun bei Strom oder Gasverträgen) widersprochen?

    Wenn ja würde mich mal der Wortlaut interessieren.

    Ich hab mir diesbezüglich auch mal einige Gedanken gemacht und stelle meinen Entwurf mal zur kritischen Durchsicht und Diskussion hier ins Forum.

    Zudem übersehen Sie bei meinen Tarifdaten, dass ich das Strompaket xy für xyz Euro gebucht habe, welches Sie mir sowohl in der Auftragsbestätigung vom xx.xx.xxxx zusagten als auch mit Schreiben vom xx.xx.xxxx unter der Rechnungs-Nr.: xyz bereits in Rechnung gestellt haben. Ich fordere Sie daher auf, dies entsprechend in meinen Tarifdaten zu berücksichtigen.
    Den dafür fälligen Betrag (xyz Euro) können Sie entsprechend Ihrer Ankündigung in der Rechnung vom xx.xx.xxxx auch jederzeit von meinem Konto abbuchen. Dies haben Sie bisher leider noch nicht getan. Ich bin jedoch nicht bereit unter irgendwelchen mysteriösen Verwendungszwecken Geld an zu überweisen, zumal laut des mit Ihnen geschlossen Vertrages und den zugehörigen AGB die Bezahlung ausdrücklich aufgrund eines Bankeinzugsverfahrens statt findet. Weiterhin ist auch nicht ersichtlich, dass Ihnen ein Lastschriftverfahren nicht mehr möglich ist, da Sie dies weder in Ihren Schreiben so angeben, sondern ganz im Gegenteil im Schreiben vom xx.xx.xxxx sogar ausdrücklich schreiben, dass Sie alle „weiteren Abschläge … jeweils zum Anfang des Monats … abbuchen“ werden (Hervorhebung auch dort).
    Dieses vereinbarte Lastschriftverfahren können Sie nach höchstrichterlicher Rechtsprechung auch nicht einfach einseitig widerrufen. Grundlegend gegen die jederzeitige, einseitige Widerruflichkeit bei vertraglicher Abrede bereits BGH NJW 1984, 871, 872: „Ist, wie hier, Einzug im Lastschriftverfahren vereinbart worden, so wird die Geldschuld zur Holschuld (…). Bei solcher Fallgestaltung ist der Gläubiger verpflichtet, von der Ermächtigung zum Einzug rechtzeitig Gebrauch zu machen … Richtig ist ferner, daß die Kl. kein Recht hatte, sich einseitig von dem vereinbarten Einzug im Lastschriftverfahren zu lösen.“
    Erforderlich ist also eine vertragliche und somit einvernehmliche Änderung eines Schuldverhältnisses, wozu auch die Vereinbarung einer Leistungsmodalität gehört. Eine Änderung dieser Vereinbarung über das Lastschriftverfahren bedarf mithin zunächst eines Vertragsänderungsangebotes Ihrerseits und einer Vertragsänderungsannahme meinerseits. Ein solches Vertragsänderungsangebot Ihrerseits wäre zwar dem Grundsatz nach gemäß Ziffer 2.2 der zugrunde liegenden AGB bei nicht wesentlichen Vertragsbestandteilen (wozu die Zahlungsweise zählen dürfte) zulässig, allerdings nur unter den dort genannten Bedingungen, die wie folgt lauten:
    „Vertragsänderungen werden jeweils zum Beginn des sich anschließenden Vertragsjahres (Ziff. 8.1.) und nach vorheriger Mitteilung an den Kunden wirksam. Die Mitteilung erfolgt sowohl durch Veröffentlichung auf der Internetseite von TelDaFax (www.teldafax.de) als auch zusätzlich in brieflicher Form mindestens 6 Wochen vor der beabsichtigten Änderung der Vertragsbedingungen unter Angabe des Zeitpunkts, ab dem sie in Kraft treten soll. Die jeweilige Vertragsänderung gilt als vom Kunden genehmigt, wenn er nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Mitteilung in Textform widerspricht. Auf diese Folge wird TelDaFax den Kunden besonders hinweisen.“ (Hervorhebung nur hier)
    Vorliegend ist nicht zu erkennen, dass Sie auch nur annähernd eine der (für Sie nochmals extra hervorgehobenen) zahlreichen Voraussetzungen für ein wirksames Vertragsänderungsangebot erfüllt haben. Gleichwohl wird diesseits einer solchen Vertragsänderung bereits jetzt ausdrücklich widersprochen, mithin die Vertragsänderungsannahme verweigert.
    Ich fordere Sie daher auf, sich an unseren Vertrag mit all seinen Bedingungen (insbesondere der vereinbarten Zahlungsweise) zu halten, und bestehe dementsprechend darauf, dass Sie mir das Stromsparpaket xy zur Verfügung zu stellen und im Gegenzug die Bezahlung mittels des Lastschriftverfahrens durchführen. Gleichzeitig fordere ich Sie auf, mir dies schriftlich zu bestätigen in Gestalt eines Schreibens, welches die zutreffenden Tarifdaten zusammenfasst.


    Was haltet ihr von diesem Entwurf? Zur Klarstellung: Ich möchte mich nicht vom Vertrag lösen, sondern im Gegenteil vielmehr die volle Vertragserfüllung, insb. von Seiten von teldafax in bezug auf die Zahlungsweise. Teldafax behauptet aber nun, dass für die Aktivierung des SparPaketes es notwendig sei, den Betrag schnellstmöglich zu überweisen.

    Ich dagegen stehe auf dem Standpunkt, dass sie das Geld einziehen müssen, insb. wenn ich der Vertragsänderung widerspreche.

    Vielen Dank im Voraus für alle Gedanken und Äußerungen zu obigen Entwurf
     
  17. MeyerLansky

    MeyerLansky Fachmann

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    @Strom: Schönes, sehr niveauvolles Schreiben ;-) Man sollte nur überlegen, ob man Spitzen wie "irgendwelche mysteriösen ..." rauslässt. Ihr Schreiben hat soviel sachliche Substanz, dass solche (sorry: doch eher unsachlichen) Seitenhiebe gar nicht nötig sind, es sei denn, tf würde von Ihnen tatsächlich verlangen, einen mysteriösen (d.h. z.B. nicht zu Ihrem Vertrag gehörenden) Verwendungszweck anzugeben.
     
  18. hgause

    hgause Gelegenheits-User

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    Hier steht eigentlich der wahre Grund, warum Teldafax auf Überweisung umstellt.

    Kurz zusammengefasst:
     
  19. Strom

    Strom Gelegenheits-User

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    @ MeyerLansky

    Also könnte man dieses Schreiben,unter Auslassung der einen angesprochenen Sache, so abschicken und abwarten wie Tf darauf reagiert?
     
  20. mohlo

    mohlo Stammgast

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    So... weiter geht es mit meinem Gasvertrag. ;-)

    Morgen schicke ich das folgende Schreiben mit Einschreiben/Rückschein an TelDaFax.


    TelDaFax SERVICES GmbH
    Geschäftsleitung
    Mottmannstraße 2
    53842 Troisdorf


    Widerspruch zur Aufhebung der Lastschriftvereinbarung Datum: 23.12.2010
    Vertrags-Nr. 122XXXXXX
    Vertragsbeginn: 01.10.2010

    Sehr geehrte Frau Nowak,
    sehr geehrter Herr Nutz,

    Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 2. Dezember 2010 widerspreche ich hiermit der Aufhebung der Lastschriftvereinbarung (LSV) zu o. g. Gasvertrag.

    Der Einfachheit halber fasse ich Ihnen gerne noch einmal den Sachverhalt zusammen:

    Mit Schreiben vom 16. Juli 2010 bestätigten Sie mir den Abschluss des Gasvertrags mit der vertraglich vereinbarten LSV nebst beigefügter AGB (Stand: Januar 2010).

    Am 3. August 2010 erfolgte die vereinbarte Abbuchung des Sonderabschlags (mittels LSV) in Höhe von 200 EUR von meinem Konto.

    Mit Schreiben vom 25. Oktober 2010 teilten Sie mir mit, dass Ihnen nun die Jahresverbrauchsprognose meines Grundversorgers vorliegt und dass Sie am 1. November 2010 die Jahresvorauszahlung in Höhe von 575,00 EUR abbuchen werden.

    Am 2. Dezember 2010 erhielt ich dann ein Scheiben von Ihnen mit dem Betreff „Ihre Lastschriftvereinbarung mit TelDaFax“. Dort teilten Sie mir mit, dass die jährliche Abschlagszahlung nun in eine Überweisung zu meinen Lasten geändert wird.

    An dieser Stelle darf ich gerne Ihre AGB zitieren:

    2. Zustandekommen und Änderung des Gasliefervertrags

    2.2. Soweit es sich nicht um wesentliche Vertragsinhalte (also nicht den Preis, die Vertragslaufzeit oder Kündigungsmöglichkeiten usw.) handelt, ist TelDaFax berechtigt, die Vertragsbedingungen wie folgt zu ändern: Vertragsänderungen werden jeweils zum Beginn des sich anschließenden Vertragsjahres (Ziff. 8.1.) und nach vorheriger Mitteilung an den Kunden wirksam. Die Mitteilung erfolgt sowohl durch Veröffentlichung auf der Internetseite von TelDaFax (www.teldafax.de) als auch zusätzlich in brieflicher Form mindestens 6 Wochen vor der beabsichtigten Änderung der Vertragsbedingungen unter Angabe des Zeitpunkts, ab dem sie in Kraft treten soll. Die jeweilige Vertragsänderung gilt als vom Kunden genehmigt, wenn er nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Mitteilung in Textform widerspricht. Auf diese Folge wird TelDaFax den Kunden besonders hinweisen.


    Da die mit Ihnen vereinbarte Lastschriftvereinbarung ein fester Bestandteil meines Vertrages ist, widerspreche ich hiermit ausdrücklich dieser nicht fristgerechten Vertragsänderung und fordere Sie hiermit auf, die noch offen stehende Jahresvorauszahlung in Höhe von 575,00 EUR von meinem Konto abzubuchen.


    Mit freundlichen Grüßen



    XXXXXX XXXXXXXXX




    Anlagen
    Ihr Schreiben vom 16. Juli 2010 inkl. AGB
    Ihr Schreiben vom 25. Oktober 2010
    Ihr Schreiben vom 2. Dezember 2010
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!