Teldafax Abrechnung durch Insolvenzverwalter mit Treuepaket

Dieses Thema im Forum "TelDaFax Energy" wurde erstellt von Werner0407, 26. Oktober 2011.

  1. Werner0407

    Werner0407 Starter

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    Hallo,

    ich habe gestern Post vom Insolvenzverwalter der Teldafax bekommen, in dem eine Nachzahlung von mir gefordert wird. Die Forderung wird mit der beigelegten Endabrechnung begründet. Darin enthalten ist mein XXL-Treuepaket von 5500 Kwh, das ich 2010 für 825 € erworben hatte. Jedoch wurden nicht die bereits bezahlten 5500 Kwh von der Abrechnung abgezogen, sondern nur 4/12 hiervon (mein Vertrag endete zwangsweise am 30.04.2011), obwohl im Kleingedruckten zum Treuepaket steht, dass "das Treuepaket wird nach Feststellung des tatsächlichen Verbrauchs in der Jahresrechnung von dem dort ausgewiesenen Verbrauch abgezogen". Dies macht der Insolvenzverwalter jedoch nicht.

    Nicht nur, dass ich durch die Vorauszahlung Geld verloren habe, jetzt soll ich auch für bezogene Leistungen zweimal zahlen und das durch einen öffentlich bestellten Insolvenzverwalter, der eigentlich meine Rechte vertreten sollte. Für mich ist das moralisch verwerflich und grenzt an Wegelagerei!

    Hat jemand ähnliche Probleme? Sollte ich einen RA einschalten? Der Insolvenzverwalter droht bereits jetzt mit einem Inkassounternehmen und zusätzlichen Kosten.
     
  2. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    der Insolvenzverwalter soll nicht Deine Rechte vertreten sondern prüfen, ob das Unternehmen weitergeführt werden kann und dann entweder neu strukturieren oder abwickeln. Er ist also in erster Linie dem Unternehmen verpflichtet.

    Gegen die Rechnung würde ich an Deiner Stelle einen begründeten, schriftlichen Widerspruch einlegen. Das ist Dein gutes Recht und der InsoVerwalter kann Dir mit Anwalt und Kosten drohen soviel er will.

    Sollte die Rechnung aber nach dem Widerspruch nicht korrigiert werden empfehle ich Dir den Gang zum Rechtsanwalt. Aber suche Dir einen, der von der Energiewirtschaft etwas Ahnung hat und keinen Wald-und-Wiesen-Anwalt.

    So long
     
  3. torsten65

    torsten65 Starter

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    Hallo Werner,

    bevor du hier kühne Statements zum Thema Wegelagerei abgibst, würde ich doch eher mal grundsätzlich nachdenken. Meinst du allen ernstes, der Herr Bäher würde dich bewußt betrügen? Lächerlich. Es handelt sich im Falle von Herrn Bäher um einen angesehenen Anwalt aus Düsseldorf, der seine Reputation sicher nicht beschädigen möchte.
    Also, bevor man laut schreit, sollte man doch vielleicht durch eine Reklamation per Anruf oder Mail den Sachverhalt prüfen lassen. Was du machst ist eine Vermutung, ohne jegliches Wissen und grenzt an Rufschädigung.

    Nun zu deinem Fall. Es besteht eine Möglichkeit, das es sich laut deinem Vortrag tatsächlich um eine korrekte Abrechnung und nicht um einen Fehler handelt.
    Dein genereller Abrechnungszeitraum muß in keinster Weise identisch sein mit dem Starttermin deines Paketes. Dies will heißen, es kann sein, das ein Teil deines Paketes bereits in deiner letzten Jahresendabrechnung bereits verrechnet worden ist. Dies solltest du erst mal prüfen. Es wäre eine Erklärung warum du nur 4/12 wie du schreibst deines Paketvolumens abgerechnet bekommen hast.
    Ich selber bin seit vielen Jahren im energiebereich tätig und habe eine hohe Zahl Kunden zu Teldafax gewechselt. Da mir die Probleme des Unternehmens seit Sommer des vergangenen Jahres bekannt waren, dies konnte man als Fachmann an der Tarifgestaltung erkennen, habe ich seit juli vergangenen Jahres meine Kunden teils wiederwillig zu anderen Anbietern gewechselt. Nicht desto trotz habe ich nicht alle Kunden früh genug rausbekommen, sodaß ein kleiner Teil jetzt seine Abrechnungen erhalten hat. Da wir Vorrauskassen generell ablehnen, sind es überwiegend monatliche Zahler, die alle eine Nachzahlung haben, was mit dem Zeitpunkt der Insolvenz zu tun hat. Die wenigen Paketkunden, die dies auf ausdrüpcklichen Wunsch gewählt haben,haben mir ihre Abrechnungen zukommen lassen, diese habe ich geprüft und keinerlei Fehler gefunden.

    Sollte meine oben geäußerte Vermutung nicht zutreffen und es sich bei deiner Abrechnung tatsächlich um einen Fehler handeln, würde ich dir empfehlen Kontakt zur Kanzlei Bäher aufzunehmen und dies vorzutragen. Ich behaupte mal, das das Problem dann schnell gelöst wird.

    mfg
     
  4. MeyerLansky

    MeyerLansky Fachmann

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    Der Insolvenzverwalter Bär ist in der Tat seriös. Prüfen Sie bitte zunächst die Rechnung, wenden Sie sich dann ggf. an die Kanzlei Bär und schalten Sie dann, wenn Sie meinen, im Recht zu sein, einen kompetenten Anwalt ein, sobald ein Inkasso-Unternehmen auf Sie zukommt und der vorherige Kontakt zu Bär nichts gebracht hat.
     
  5. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    meine obige Empfehlung gilt selbstverständlich nur bei einer tatsächlich fehlerhaften Rechnung.

    Ohne weitere Angaben zum Vertrag und der Rechnung sowie den zum Vertrag gehörenden AGB´s ist eine solche Beurteilung nicht möglich.

    In jedem Fall wird aber mit einem Widerspruch eine Klärung einleiten. Und die solle natürlich nicht gleich beim Anwalt landen.

    So long
     
  6. Werner0407

    Werner0407 Starter

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    Danke für Eure Tipps; die Rechnung habe ich natürlich genauestens geprüft und es ist so wie ich oben schrieb.

    Relativ beruhigend scheint es ja zu sein, dass der RA Bähr seriös sein soll; schauen wir mal. Ich finde es schon - nennen wir es mal - verbraucherunfreundlich, wenn mit der ersten Rechnung eine Zahlungsfrist von 10 Kalendertagen sowie dem Hinweis von zusätzlichen Inkassogebühren und der Nennung des Inkassobüros agiert wird.

    Ich werde jetzt schriftlich Widerspruch bei Herrn Bähr einlegen und auf das Kleingedruckte im mir vorliegenden Papier zum Treupaket verweisen. Das Ergebnis werde ich dann hier posten.

    Nochmals vielen Dank für Eure schnellen Tipps und Hinweise.
    Werner
     
  7. ligrau

    ligrau Kenner

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    @werner0407,
    aber Achtung: Der Widerspruch hat schriftlich, nicht per E-Mail, zu erfolgen. Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass das Mahnverfahren ruhen möge. Ansonsten steht das Inkassobüro vor der Tür.
    Viel Glück und unbedingt über den Ausgang hier berichten.

    Gruß
     
  8. Atze-Max

    Atze-Max Starter

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    Hallo Werner,

    ich bin neu hier und auch ein "TelDaFax-Patient".
    Habe kürzlich auch meine Jahres- bzw. Verbrauchsabr. bis zum Kündigungstermin erhalten. Im Prinzip die gleichen Inhalte/Probleme:
    1. Nachforderung von Abschlagszahlungen trotz Überzahlung gegenüber Verbrauch,
    2. Fehlbuchungen, und was mich am meisten ärgert
    3. eine eigenartige Verrechnung des vorausbezahlten, preisgarantierenden XL-Paket; im Endeffekt wird dies in der Abrechnung sozusagen als "vorgeschossene Abschlagszahlung", anteilig auf die Monate herunter gebrochen, gutgeschrieben. Dies ist so nicht in der "Bestätigung Treuepaket" definiert. Auch sind in der Kostenaufstellung nicht der zugesicherte Verbrauchspreis von 15,00 Cent angesetzt, sondern die Tarifpreise mit Erhöhung zum 1.4.11. Dazu noch die Stromsteuer; steht im Widerspruch zum Kleingedruckten (Preis). De facto hat man so getan, als ob es die Preisgarantie gar nicht gegeben hätte.
    Habe schriftl. Widerspruch und Ruhen des Inkassoverf. beantragt. Ausserdem habe ich eine tel. Beratung vom RA über RS-Vers. eingeholt; Fazit: Insolv.-Vw. muß und wird dem wohl nicht stattgeben, wenn man dann auf Inkasso-Vv. nicht reagiert (zahlt), folgt wohl Anklage vom Insolv-Vw., worüber dann vor Gericht entschieden wird.
    Muß jeder selbst wissen, wofür er sich entscheidet. Bei mir geht es momentan um ca. 200 € zzgl. Gebühren, später dann noch um mehr; die Selbstbeteiligung bei der RS-Vers. beträgt schon 150 €. Werde auch noch die Deckungszusage bekommen für eine RA-Beratung vor Ort zur Prüfung meines Einzelfalls.
    Mich würde interessieren: Gibt es schon Informationen über Musterklagen gegen TelDaFax speziell bezüglich der Verrechnung dieser vorausbezahlten Treuepakete! Ich glaube, damit wäre vielen "TelDaFax-Patienten" geholfen.
    Die Story ist noch lange nicht beendet......
    Bis bald wieder.
     
  9. haribo

    haribo Starter

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    Hallo,

    ich habe prinzipiell die gleichen Erfahrungen mit der Schlussrechnung von Teldafax und einer darauf basierenden unverzüglich zahlbaren (Posteingang der Rechnung am 28.10.2011 zahlbar bis 4.11.2011) Rechnung (in meinem Fall über ca. 45 Euro) des Insolvenzverwalters Dr. Biner Bähr gemacht. Bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist wird auch mir sofort ein Inkassoverfahren angedroht.

    Ich hatte im August 2010 ein Treupaket XL der Teldafax über 5500 kWh zum Preis von 15 Cent brutto per kWh (macht 825 Euro) erworben. Im „Kleingedruckten“ zum Treupaket steht: „Das TreuePaket wird nach Feststellung des tatsächlichen Verbrauchs in der Jahresrechnung von dem dort ausgewiesenen Verbrauch abgezogen ...“. In der mir von Herrn Dr. Bähr zugeschickten Schlussrechnung der Teldafax Services GmbH (die ja faktisch die Jahresrechnung ersetzt) werden allerdings mitnichten die von mir im Abrechnungszeitraum 01.12.2010 bis 30.04.2011 verbrauchten kWh von den vorab bezahlten 5500 kWh abgezogen, vielmehr wird auf Basis eines von der Teldafax neu festgelegten Preises (der die dem Treupaket zugrundeliegenden 15 Cent pro kWh übersteigt) ein Strompreis berechnet und diesem werden 5/12 des Wertes des Treuepaketes abgezogen. Gerade so als ob ich damals eine Wette auf den aktuellen Strompreis und auch noch meinen 5-monatlichen Verbrauch abgeschlossen hätte. Das habe ich aber mitnichten. Ich hatte innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten zu verbrauchende 5500 kWh Strom vorab gekauft.

    Auf der im Schreiben von Herrn Dr. Bähr angeführten Internetseite www.teldafax.de/schuldner findet sich interessanterweise auch eine (mir per Post bisher nicht zugegangene) Gutschrift über die nach Auffassung der Teldafax verbleibenden 7/12 des Wertes des Treuepaketes. Was ich am Ende des Insolvenzverfahrens von dieser (nach meiner Auffassung ebenfalls fehlerhaften) Gutschrift erhalten werde, steht in den Sternen. Ich vermute, die mir aktuell in Rechnung gestellten ca. 45 Euro wird es schwerlich erreichen.

    Was mich hier extrem verärgert, ist der Eindruck, dass versucht wird mittels abrechnungstechnischer Winkelzüge aus (erfahrungsgemäß leichtgläubigen?) Gläubigern Schuldner zu machen, die dann auch noch mit äußerst kurzen Fristen und sofortiger Androhung eines Inkassoverfahrens bedrängt werden.

    Ich habe jedenfalls umgehend bei Dr. Bähr begründeten Widerspruch eingelegt und bis zur Klärung der Rechtmäßigkeit der Rechnung um Ruhen des angedrohten Inkassoverfahrens gebeten. Mal sehen, ob sich die hier schon geäußerte Hoffnung auf den angesehenen Anwalt bewahrheitet. Ich befürchte allerdings wie Atze-matze, dass wir uns in dieser Sache hier noch öfter austauschen werden.

    Wie wir inzwischen alle wissen, war es ziemlich blöd der Teldafax vorab Geld zu bezahlen. Jetzt habe ich allerdings den Eindruck, dass man bei Teldafax denkt: Einmal blöd, immer blöd. Alleine schon um diesem Eindruck zu begegnen, werde ich auf alle Fälle nur nach einem rechtskräftigen Gerichtsbeschluss bezahlen.

    Grüße
     
  10. Atze-Max

    Atze-Max Starter

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    Hallo haribo,

    genau so sehe ich die Sachlage bezgl. Verrechnung Treuepaket auch; Du hast das sehr gut formuliert. Nach dem gesunden Menschenverstand nach müßte auch vor Gericht die Sache eindeutig zu Ungunsten TelDaFax entschieden werden; aber man weis ja nie .....
    Viele Grüsse.
     
  11. ligrau

    ligrau Kenner

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    Hallo,
    ich vermute, daß der Insolvenzverwalter die Widersprüche bezüglich der Schlußrechnungen nicht anerkennen wird.
    Kann man in diesem Falle die "Schlichtungsstelle Energie" anrufen, um einen teuren Prozeß zu vermeiden?
    Ich selbst habe meine Schlußrechnung noch nicht erhalten, sonst hätte ich es heut versucht.

    Grüße
     
  12. Atze-Max

    Atze-Max Starter

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    Hallo ligrau,
    danke für den Tip über die Schlichtungsstelle.
    Lt. Beschreibung auf deren website - vermute ich mal - kann man die Schlichtungsstelle in unserem Fall erst dann anrufen, wenn ein Widerspruch abgelehnt wurde;
    Zitat: "Wendet sich ein Verbraucher an die Schlichtungsstelle, ist die Voraussetzung für die Einleitung eines Verfahrens, dass er vorher seinen Anspruch gegenüber dem Unternehmen gemäß § 111a EnWG erfolglos geltend gemacht hat ..." Zitat-Ende.

    Um deine Rechnungen einzusehen schau mal unter www.teldafax.de/schuldner , da könnte es sein, dass schon etwas hinterlegt ist, aber noch nicht in der Post zu Dir ist.
    Du musst Dir nur vorher ein Passwort besorgen (online).
     
  13. haribo

    haribo Starter

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    Hallo Atze-Max,
    vielen Dank für das Lob. Ich habe übrigens Herrn Dr. Bähr im Schreiben mit dem Widerspruch gleich auch noch um die Übersendung des angekündigten personalisierten Anmeldeformulars zur Geltendmachung meiner Forderungen im Rahmen des Insolvenzsverfahrens gebeten. Dem Inkassounternehmen habe ich vorsorglich auch mitgeteilt, dass ich Widerspruch eingelegt habe und deshalb um Ruhen des Inkassoverfahrens gebeten habe.
    Ich melde mich sobald ich eine Rückmeldung/Reaktion habe. Dann dürfte auch endgültig klar sein, woher hier die Wind weht.
    Viele Grüße
    Haribo
     
  14. haribo

    haribo Starter

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    Bisher habe ich keine Antwort erhalten. Auch die bei Teldafax einsehbare "Gutschrift" ist nicht gekommen. Schaun mer mal weiter..
     
  15. Fasteddy

    Fasteddy Starter

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    Hallo Torsten,

    habe auch eine unberechtigte Mahnung vom InsoVerwalter erhalten. Habe sowohl versucht bei der Creditreform und bei der Kanzlei Bähr, man hat keine Interesse an einer Klärung, ich soll schreiben, obwohl ich schon mit Teldafax hin und her geschrieben habe, und die Sache mit Hilfe der BANetz, dem lokalen Energieversorger, Telefax und mir geklärt war. Ich kam noch nicht mal dazu, mein Anliegen vor zu tragen, ich wurde einfach abgewimmelt. Wer sich im Insolvenzrecht etwas auskennt, der weiß auch warum das so ist. Der Insolvenzverwalter ist nicht in erster Linie am Unternehmen interessiert, sondern zunächst mal an seinem Honorar, das bei 700000 Kunden nicht eben klein ist.

    Das Honorar wird anteilig der Konkursmasse berechnet, steigt aber ab einem bestimmten Betrag nur unwesentlich. Wenn jetzt der InsoVerwalter Mahnverfahren anstrengt, werden die gesondert berechnet, abgesehen davon realisiert der Verwalter üblicherweise aus den Eingängen dieser Mahnverfahren seine berechtigte Honorarforderung. Das ist mit Vorsicht zu genießen, also den Dr. Bähr bei aller Reputation mal nicht in den Himmel heben und die Sache sehen wie sie wirklich ist, so ein Konkurs ist für den Verwalten in erster Linie ein großer Auftrag der viele Honorar bringt, mehr nicht.

    Gruß
    Stefan
     
  16. RechtundOrdnung

    RechtundOrdnung Starter

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    Nicht zu vergessen sind auch Schadenersatz aus höheren Strompreisen innerhalb der ursprünglichen Vertragslaufzeit als mit Teldafax vereinbart und Aufwendungen geltend machen und die Aufrechnung zu erklären. Beziffern kann man die Schadenersatzhöhe wohl erst nach Erhalt der Verbrauchsabrechnung des neuen Versorgers. Bleibt im Moment nur die Prüfung der Rechnung vom Teldafax-Insolvenzverwalters mit den vorliegenden Vertragsunterlagen. Dann ggf. widersprechen und Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. Ggf. eingehendem Mahnbescheid fristgerecht widersprechen und bei Klageerhebung des IV entsteht ein Rechtschutzbedürfnis, mit dem man einen Rechtsanwalt beauftragen kann. Im Falle des Obsiegens (und die Chancen stehen gut) zahlt der IV auch deinen Anwalt.
     
  17. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    sorry, aber von was soll denn der Schadenersatz bezahlt werden. Da ist ja noch nicht mal genug Kohle da, anerkannten Guthaben auszuzahlen...

    So long
     
  18. Werner0407

    Werner0407 Starter

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    Hallo Stefan,

    die Sache sehe ich genau so: der IV ist vorrangig daran interessiert, selbst Geld zu verdienen.

    Bisher habe ich noch nichts weiter gehört; ich vermute mal, dass nach 30 Tagen der Rechnungsstellung das Inkassobüro aktiv wird.

    Gruß
    Werner
     
  19. grausch1

    grausch1 Starter

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    Auch ich habe gestern Post vom Insolvenzverwalter der Teldafax bekommen. Ich soll 88,59€ (ohne nähere Angabe wofür) auf ein Konto des Insolvenzverwalters überweisen.
    Und gleich mit Androhung: Wenn nicht umgehend dann Inkasso ... usw.

    Eine Woche vorher bekam ich vom selben Absender eine Aufstellung, nach der ich 218,66E zuviel gezahlt habe!

    Ich habe zweifel ob die Kanzlei Bähr das richtig macht.
    Habe jetzt Einspruch eingelegt.
    Mal sehen wie es weiter geht.
    mfg Manfred
     
  20. Mix

    Mix Power-User

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Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!