Preiserhöhung Teldafax zum 01.01.2009 unwirksam

Dieses Thema im Forum "TelDaFax Energy" wurde erstellt von Stromisteuer, 27. November 2008.

  1. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Hallo,

    hab' mir mal die AGB's von Teldafax vorgenommen:

    in Punkt 7, Satz 2 steht:
    Teldafax teilt dem Kunden die Preiserhöhung mindestens 6 Wochen vor Ihrem Wirksamwerden mit.
    Stichtag für dem 01.01.2009 wäre demnach der 20. November 2008.

    Ich habe die Erhöhung am 25.11.2008 mitgeteilt bekommen. Die Erhöhung müßte somit unwirksam sein. (Ich kann ja auch nicht 5 Tage nach Ablauf meiner Kündigungsfrist den Vertrag kündigen.)
    Ich sollte wohl Teldafax mal ein Briefchen schreiben...

    Übrigens beträgt die Erhöhung in meinem Fall über 14 Prozent!
    Dabei habe ich die - für mich nicht nachvollziehbare - Erhöhung des monatlichen Grundpreises von 6,50 auf 8,90 Euro berücksichtigt.

    Auch habe ich Zweifel, ob ich die 50 Euro Einführungsbonus zu sehen bekomme. Bei Kündigung zum 01.01.09 wäre ich genau ein Jahr Kunde. Hat da schon jemand Erfahrung gesammelt?
     
  2. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Ich hab' nochmal etwas nachgeforscht. Demnach ist die sechs-Wochen-Frist gesetzlich geregelt in der Stromgrundversorgungsverordnung.

    §5 Absatz 2: Änderungen der Allgemeinen Preise und
    der ergänzenden Bedingungen werden jeweils
    zum Monatsbeginn und erst nach
    öffentlicher Bekanntgabe wirksam, die
    mindestens sechs Wochen vor der beabsichtigten
    Änderung erfolgen muss. Der
    Grundversorger ist verpflichtet, zu den beabsichtigten
    Änderungen zeitgleich mit
    der öffentlichen Bekanntgabe eine briefliche
    Mitteilung an den Kunden zu versenden
    und die Änderungen auf seiner Internetseite
    zu veröffentlichen.

    Vermutlich enthalten alle AGB's einen Hinweis auf diese sechs-Wochen-Frist.

    U.a. steht auch im Focus (Internet) v. 17.11.08, dass die Frist abgelaufen ist.

    Unter Vedix.de habe ich noch folgenden Tipp gefunden:
    Man kann gegen eine Preiserhöhung Widerspruch bei seinem Versorger einlegen. Auch können die Mehrkosten bei den Zahlungen entsprechend herausgerechnet werden. „Viele Konzerne lassen Kunden das durchgehen. Sie haben viel zu viel Angst, bei einem möglichen Streit vor Gericht ihre Tarifkalkulation offenlegen zu müssen.“

    Was mach' ich jetzt am besten?
     
  3. capri

    capri Gelegenheits-User

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    @Stromisteuer

    Um meinen Einführungsbonus kämpfe ich jetzt schon seit Juli 2008. Ich war genau 1 Jahr Kunde. Das ist ausreichend. Wenn Du Dich mit TDF anlegen willst brauchst Du den ganz langen Atem. Briefe schreiben ist wie gegen Windmühlen kämpfen. Die reagieren auf kein Schreiben, selbst nicht auf Einschreiben. Meine Emails werden, wenn überhaupt, nach ca. 6 Wochen beantwortet. Die Antworten darin haben dann meist keinen Bezug auf meine Einwände. Nachlesen kannst Du dieses Drama hier im Forum unter meinem Bericht 25/50/75 Euro Bonus. Also, viel Spaß.
    Martina
     
  4. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Hallo Capri,

    vielen Dank für die Warnung. Man liest ja fast nur schlechtes über Teldafax im Internet.
    Ich werde es trotzdem versuchen. Je schwerer wir es denen machen, mit solchen Methoden durchzukommen, umso eher ändert sich was!

    Ich möchte dabei auch den folgenden Tipp von www.energieverbraucher.de nutzen:

    "In dem Musterbrief (Anmerkung: hier geht es um Hinweis auf fehlende Billigkeit) gibt es einen Absatz, in dem man die Einzugsermächtigung beschränkt auf die Zahlung zu den bisherigen Preisen. Darüber hinausgehende Abbuchungen sind nach Absendung dieses Schreibens nicht durch die Einzugsermächtigung gedeckt. Wenn der Versorger dennoch erhöhte (Abschlags-)Zahlungen einzieht, verhält er sich vertragswidrig. Man sollte die zuviel abgebuchten Beträge zurück buchen lassen. Bevor dem Versorger die Einzugsermächtigung entzogen wird, sollte geprüft werden, ob eine Einzugsermächtigung für den gewählten Versorgungstarif nicht erforderlich ist. Wenn dies der Fall ist, sollte man die Einzugsermächtigung nur beschränken (siehe oben). Beim Entzug der Einzugsermächtigung droht die Einstufung in einen anderen (und ungünstigeren) Tarif. Wird die Einzugsermächtigung lediglich beschränkt und nimmt der Versorger diese daraufhin nicht mehr wahr, ist er nicht berechtigt, den Kunden zu einem anderen Tarif zu beliefern. Einer Tarifänderung wäre zu widersprechen."

    Also Widerspruch, da Erhöhung nicht fristgerecht, mit Beschränkung der Einzugsermächtigung. Falls doch höhere Abbuchung, Kreditinstitut anschreiben und Geld zurückbuchen lassen.

    Ich habe auch mal die Bundesnetzagentur angeschrieben, vielleicht haben die noch einen Tipp für mich.
     
  5. capri

    capri Gelegenheits-User

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    Hallo Stromisteuer,

    natürlich weiß man, daß man im Recht ist. Das Problem bei TDF ist, daß man keinen namentlichen Ansprechpartner hat und das die auf keine Briefe oder Mails reagieren. Was nutzt Dir der sorgfältig formulierte Widerspruchsbrief wenn Du keine Antwort bekommst und die einfach weiter abbuchen. Wenn Du die Einzugsermächtigung beschränkst oder gar zurückbuchen lässt, bekommst Du eine Mahnung mit Androhung von Schufa. Eben das volle Programm. Und wenn Du auch dieser Mahnung widersprichst erhältst Du wieder keine Antwort. Ich habe das alles durch und bin immer noch nicht fertig mit denen. Und nochmal zur Erinnerung: Bei mir geht´s nur um die 75 Euro Bonus. Die kriegen das einfach nicht gerechnet. Ich wünsche Dir, daß Du mehr Glück hast als ich. Übrigens vielen Dank für den Tipp mit der Bundesnetzagentur. Wenn ich nach Weihnachten wahrscheinlich die 3te Mahnung bekomme, werde ich mich auch mal an die wenden.
    Viele Grüße
     
  6. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Hallo Capri,

    ich werde die Antwort von der Bundesnetzagentur dann hier bekanntgeben (hoffentlich bald) - leider habe ich nicht auch noch das Problem mit der Bonuszahlung angesprochen.

    Wenn ich das Geld zurückbuche - und mich dabei an den Vertrag halte - muß Teldafax halt klagen. Notfalls hab' ich eine Rechtschutzversicherung.
     
  7. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Hier die Antwort der Bundesnetzagentur:

    "Zur Bekanntgabe der Preiserhöhung teilen wir Ihnen folgendes mit:
    Die sogenannte Grundversorgung wird gem. § 36 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) stets durch das jenige Energieversorgungsunternehmen geleistet, welches die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung beliefert (Anmerkung: hier die Stadtwerke).
    Dieser muss sich nach den Vorschriften der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) richten. Da Sie mitteilen, einen Stromliefervertrag außerhalb der Grundversorgung , in Ihrem Fall mit Teldafax, zu haben, gelten die Allgemeinen Bestimmungen Ihres Stromliefervertrages. Streitigkeiten aus diesen Verträgen sind zivilrechtlich durchzusetzten. Insofern können wir Ihnen auch hier lediglich den unverbindlichen Rat geben, sich von einer Verbraucherzentrale <http://www.vzbv.de/start/index.php?bereichs_id=9&page=themen> oder einem Rechtsanwalt beraten zu lassen."

    Demnach gelten die AGB's von Teldafax, nach denen die Preiserhöhung sechs Wochen vorher bekannt gegeben werden müssen - da sonst unwirksam.
    Was tun, außer Widerspruch oder wechseln?
     
  8. Sonnenriesen

    Sonnenriesen Starter

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    Servus - hast Du Dir schon mal überlegt, den Differenzbetrag von altem Preis zu neuem Preis einzubehalten und den Energieversorger dies schriftlich mittels Einschreiben mit Hinweis auf seine eigenen AGB's mitzuteilen.
    Viel kann Dir meiner Meinung eigentlich nicht passieren, außer, dass der Anbieter Dich anmahnt dann kannst Du widersprechen und das EVU muss dann klagen.

    Probier doch mal im Internet mit deinem Problem eine Antwort von "Frag-doch-mal-einen-Anwalt" zu bekommen.
    Ich gebe da immer 20 Euronen ein und bin bei verschiedenen Sachen immer gut informiert worden

    p.s. Ich kann mit den EVU-Geschichten (Strom und Gas) bald ein Buch schreiben - mit DSL und Mobilfunk gäbe es eine Buchserie.

    Also - hoffe Du findest eine Lösung.
    Gruß
     
  9. Thomas4642

    Thomas4642 Gelegenheits-User

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    Hallo,

    ich habe gewagt bei TelDaFax zu kündigen und zwar fristgerecht zum 30.08.2008. Bis zum heutigen Zeitpunkt bin ich aus dem Vertrag nicht raus. TDF versucht mit allen Mitteln den Wechselprozess zu behindern. Inzwischne hat man mir Stromsprerrung und die fristlose Vertragskündigung angedroht.

    Auch Restguthaben aus der letzten Rechnung wurde nicht ausgezahlt !!
    Ihr Callcenter anzurufen kann man sich schenken, das kostet nur Nerven und man regt sich auf.

    Wer kann mir helfen ?

    Gruß Thomas
     
  10. Thomas4642

    Thomas4642 Gelegenheits-User

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    Hallo,

    ich habe doch noch einmal die Kundenhotline angerufen. ( 09.12.2008 / 08:01 Uhr ). Auf meine Frage ob er Preis für den Stromtarif 1429 erhöht wird, bekam ich keine konkrete Antwort. Habe dann einfach aufgelegt.

    Liebe TelDaFax,

    bitte erhöht meinen Strompreis, damit ich Euren Vertrag loswerde. !!

    Könnte mich darüber ärgern.

    Gruß Thomas.
     
  11. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    @Sonnenriesen,

    vielen Dank! Genauso werde ich es machen. Ich muß halt schreiben, dass ich den Monatsbetrag komplett zurückbuchen lasse und den richtigen Betrag zurücküberweise. Anders gehts mit meiner Bank nicht.

    @Thomas:
    Ich würde Teldafax anschreiben (Einschreiben/Rückschein), dass sie bis zum ... Dir Dein Guthaben überweisen sollen, ansonsten würdest Du den nächsten Monatsbeitrag von Deiner Bank zurückbuchen lassen und die Differenz an Teldafax wieder überweisen.
    Die Kündigung läßt man auch am besten vom neuen Stromanbieter machen, denke ich.
    Ansonsten wundert es mich, dass Du noch keine Preiserhöhung hast, vielleicht haben Sie Dich vergessen?

    Tschüss
    Stromisteuer
     
  12. Helli163

    Helli163 Starter

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    @Thomas4642

    zeige sie an wegen unterschlagung und verdacht auf insolvenzverschleppung.
    hab ich auch gemacht.
     
  13. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    Ich habe mir nochmal die anderen Beiträge im Forum angeguckt.

    Wer kündigt, muß wohl folgende Beträge abschreiben:

    1. Den einmaligen Sonderabschlag, meist 50 bis 200 Euro

    2. Die Prämie von z. B. 50 Euro (wenn man nach 12 Monaten kündigt)

    3. Den Unterschied zu den Abschlagszahlungen, falls man weniger verbraucht hat als im Vorjahr

    Mich würde mal interessieren, ob's hier auch jemanden mit positiven Erfahrungen im Hinblick auf diese drei Punkte gibt ( bitte keine Antworten von Teldafax-Mitarbeitern 8)).
     
  14. auvear

    auvear Starter

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    Hallo alle,

    bin bei edis und da ist das gleiche Problem. Aber egal welcher Anbieter überall wird besch... daher immer nur eine Mail mit Übermittlungsbestätigung schreiben mit Fristangabe und wenn die Frist verstrichen ist habt Ihr gute Karten, aber glaubt mir sie lassen die Frist nicht verstreichen da die Unternehmen ganz genau wissen dass sie bei Fristversäumnis keine Chance vor Gericht haben. Und wem es zu viel ist der wartet bis zur nächsten Preiserhöhung und macht von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch. So macht es auch Spaß sich zu streiten :) !!!

    LG
    auvear

     
  15. Helli163

    Helli163 Starter

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    Da irrst du dich aber. Die lassen die Frist verstreichen, zumindest bei Teldafax.( siehe auch: www.reclabox.de) Erst nach meiner Strafanzeige bin ich zu meinem Geld gekommen.

    Gruß Helli
     
  16. Stromisteuer

    Stromisteuer Starter

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    @Helli163,

    hast Du für die Strafanzeige einen Anwalt gebraucht?

    Übrigens: Dein o.g. Link funktioniert nicht.
     
  17. Helli163

    Helli163 Starter

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    nein, du musst einfach zur polizei gehen und alle unterlagen mitnehmen. zeige sie an auf unterschlagung und auf den verdacht der veschleppten insolvenz. dann kriegen die richtig stress. danach habe ich teldafax per mail und telefonisch mitgeteilt, dass ich sie angezeigt habe und schwupps... hatte ich mein geld.

    http://de.reclabox.com/ ist der richtige link. sorry
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!