Unzulässige Behinderung beim Anbieterwechsel

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von schustea, 26. Juni 2008.

  1. schustea

    schustea Starter

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    Ich habe rechtzeitig und ordnungsgemäß meinen alten Anbieter DEW (Dortmunder Energie und Wasser) am 16.5.2008 per Fax zum 1.10.2008 gekündigt, da ich zu "E wie Einfach" wechseln möchte. In der Kündigung ist auch Kunden-Nr und Zähler-Nr angegeben.

    Am 24.6.2008 teilte mir "E wie Einfach" schriftlich mit, dass der Netzbetreiber DEW dem Wechsel nicht zustimmt, so als ob Stromanbieter DEW und Netzbetreiber DEW zwei verschiedene Firmen wären. Telefonisch informierte man mich bei "E wie Einfach" darüber, dass es genügen würde, wenn ein Komma in meiner Adresse falsch steht, dass man dies beim Netzbetreiber DEW als Grund nehme, um einer Kündigung nicht zuzustimmen!

    E wie Einfach sieht sich deshalb nicht in der Lage, den Vertrag zum 1.10.2008 zu übernehmen.

    Ich habe meine Situation der Redaktion von Frontal 21 geschildert. Dort signalisierte man mir bereits großes Interesse an der Geschichte, vor allem wenn die Behinderungen weitergehen.
     
  2. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Hallo schustea,

    dein Bericht trifft leider zu und der Netzbetreiber hat gemäß GPKE auch das Recht dies zu tun. Er begründet das damit, dass er den Kunden (bzw. den Zählpunkt) bei einem kleinen Fehler nicht identifizieren kann. Klingt für dich total doof, das ist mir klar.:)

    Mach einfach Folgendes:

    Schnapp dir deine letzte Rechnung von DEW24 und schreib ne neue Kündigung mit genau den Daten, wie sie in der Rechnung stehen. Auch wenn dein Name oder was auch immer da falsch geschrieben ist - übernimm den Fehler. Wenn die dich dann immer noch nicht frei geben, wende dich erneut an Frontal24.

    Und Netzbertreiber und Vertreibseinheit sind in der Tat unterschiedliche Unternehmen - das nennt sich Unbundling!!;-)

    Gruß
    Stromhändler
     
  3. schustea

    schustea Starter

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    Nachname und Adresse sind doch bereits eindeutig.
    Kunden-Nr und Stromzähler-Nr auf der Kündigung sind ebenfalls eindeutig.

    Die DEW ist auch trotz Unbundling ein Unternehmen.
    Ich habe unter Vorwand bei dieser Abteilung angerufen.
    Nur über die Stromzähler-Nr hat man meine Daten gefunden.

    Ich habe auf den Rechnungen unterschiedliche Angaben,
    Mal mit Ehefrau und mal ohne.
    So ein Spielchen kann doch viele Monate so weitergehen.
    Das spiele ich nicht mit.
    Ich werde meinen Rechtsanwalt dazunehmen.
    Und das Fernsehen. Wie gesagt, Frontal21 hat Interesse.
    Und hat ohnehin schon über die Stromkonzerne berichtet.
     
  4. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Das mit der Eindeutigkeit sieht die GPKE (das ist die Rechtsgrundlage für Liferantenwechsel)leider etwas differenziert.

    Das ist nicht richtig:

    Dortmunder Energie- und Wasserversorgung - Netz GmbH ist eine eigenständige juristische Person. Ganz nach Unbundlingvorgabe.

    Kontrolliere bitte vrosichthalber durch telefonischen Abgleich mit dem Kundencenter der DEW die daten deines Vertragskontos.

    Versteh mich jetzt nicht falsch, ich bin kein Mitarbeiter dort!! Ich kenne nur die Probleme der GPKE durch eigene Erfahrungen im Zuge von Vertreibsaktivitäten meines Arbeitgebers.;-)

    Und wenn du dir unbedingt nen Anwalt nehmen möchtest, dann nimm dir einen, der sich im Energierecht auskennt. Ich selbst habe da schon Anwälte kommen und gehen sehen, weil sie sich nicht wirklich mit den unzähligen Verordnungen auskannten.

    Beste Grüße
    Stromhändler
     
  5. schustea

    schustea Starter

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    Vielen Dank für den Hinweis
     
  6. knusenkarl

    knusenkarl Starter

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    Auch, wenn die Antwort ein wenig später kommt, aber es ist durchaus möglich, dass der Fehler weder bei dir noch bei deinem bisherigen versorger liegt. Auch Yellow (die müssen die daten aus deiner Anmeldung ja an deinen bisherigen Lieferanten schicken) kann sich bei der Datenübernahme verschreiben und so den Fehler selbst provoziert haben.
    Dieser Aspekt wurde hier bis jetzt nicht betrachtet. Alles weitere hat der Stromhändler schon ausführlich erklärt.
     
  7. schustea

    schustea Starter

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    Ich kenne inzwischen einige Dortmunder Familien, bei denen der Wechsel vom Dortmunder Anbieter DEW21 zu einem anderen wie z.B. EON oder Flexstrom über mehrere Monate verzögert wurde.

    Das geht dem Anschein nach(!) immer nach dem gleichen Schema. Angeblich kennt man bei der DEW den neuen Anbieter nicht, obwohl man dies schriftlich mitgeteilt hat. Oder so als ob der neue Anbieter kein wirtschaftliches Interesse an einem neuen Kunden hat. Dann gibt es für einige Monate einen teuren Ersatzvertrag beim Dortmunder Anbieter. Und schließlich gibt man dort dann zähneknirschend nach, und stimmt dem Wechsel gnädigerweise zu.

    Das ist kein Zufall sondern hat beim Dortmunder Anbieter DEW21 scheinbar(!) System. Wir werden diese Fälle sammeln -es spricht sich immerhin im Bekanntenkreis schnell herum- und behalten uns vor, dies bei passender Gelegenheit ggf zu veröffentlichen. Das wird man dann von seiten der DEW zwar als dumm gelaufene Zufälle abtun. Aber gerade um dies zu widerlegen möchten wir gern Vorgänge bündeln, die ähnlich abgelaufen sind.
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    vorab: wenn man eine Behinderung unbedingt sehen möchte, sieht man sie auch. Und man wird blind für Zusammenhänge ;)

    Diese Wechselprozesse sind automatisierte Vorgänge. Und so ein Computer vergleicht nunmal nur die Zeichenfolge und nicht den Sinn! Also können kleine Fehler zur Ablehnung führen.

    Insofern muss da eigentlich jeder Fall für sich genommen genau betrachtet werden. Bei Flexstrom wäre ich z.B. vorsichtig, würde auch prüfen, ob nicht dort das Problem liegt ...

    Wer gründlich recherchiert wird mit diesen Angaben so nicht veröffentlichen.

    Versteh mich richtig - ich bin durchaus für den Wettbewerb. Und eine Bhinderung muss geahndet werden, keine Frage! Aber die Vorgänge im Hintergrund sind so komplex, wie Du Dir das nicht träumen kannst und die Vorgaben aus EnWG und den Rechtsverordnungen und die Arbeit der Regulierungsbehörde machen das nicht einfacher.

    Da entstehen dann Probleme, die kann ein normaler Endverbraucher nicht verstehen, die sind nicht erklärbar. Da fehlt dann einfach das Wissen ;)

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!