Stromwechsel wegen schlechter Bonität abgelehnt

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von ConnyP, 10. Dezember 2011.

  1. ConnyP

    ConnyP Starter

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    Hallo,

    ich wohne mit meinem Freund zusammen. Der bisherige Stromvertrag lief auf seinen Namen. Jetzt erhöht der Anbieter zum 01.01.2012 seine Preise, so dass mein Freund gerne den Anbieter wechseln möchte. Mehrere Anträge wurden nunmehr abgelehnt und heute flattert uns das Begrüßungsschreiben des Grundversorgers ins Haus, bei dem wir natürlich nochmehr zahlen als bei dem alten Anbieter nach Preiserhöhung.

    Nun meine Frage. Mein Freund hat aufgrund einer laufenden Privatinsolvenz eine schlechte Bonität. Ist es möglich, den Strom auf seinen Namen abzumelden und auf mich anzumelden? Bei mir dürfte ein Stromwechsel aufgrund einer Bonitätsprüfung auf keinen Fall scheitern. Wir wohnen doch beide in der Wohnung, da sollte es doch eine Möglichkeit geben, das Kundenverhältnis umzumelden, oder?

    LG
    Conny
     
  2. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    das geht schon, reguläre Kündigung der Grundversorgung und Meldung eines Kundenwechsels.

    Es bleibt zu bedenken, ob Du das für Deinen Freund wirklich tun möchtest. Immerhin stehst Du dann für die anfallenden Kosten gerade. Und wenn Dein Freund das nicht mehr bezahlt (warum auch immer) bist DU diejenige, die Probleme bekommt.

    So long
     
  3. ConnyP

    ConnyP Starter

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    Hallo Mix,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Das ich dann für die Kosten gerade stehe ist mir schon klar, aber schließlich wohnen wir ja beide in der Wohnung, also ist es doch egal wer den Strom bezahlt. Wir leben seit 11 Jahren in "wilder Ehe". Bisher hat den Strom halt immer mein Freund bezahlt, doch aufgrund seiner schlechten Bonität bleibt ihm jetzt eben die Möglichkeit verwehrt zu dem weitaus günstigeren Stromanbieter zu wechseln, den wir uns ausgesucht haben. Bei diesem kostet die monatliche Grundgebühr 6,90 € und die kWh kostete 21 Cent. Im Vergleich dazu die Grundversorgung mit monatlicher Grundgebühr von 8,00 € und kWh von 26 Cent. Das macht bei ca. 4.000 kWh pro Jahr (bei uns läuft die WW-Bereitung über Strom) ganz schön was aus.
     
  4. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    ok, dann ist die persönliche Ebene ja klar und kein Problem.

    Wenn der Bezug auf Dich laufen soll, musst Du aber beim Netzbetreiber auch eine Ummeldung vornehmen ("Umzugsmeldung" von Deinem Freund auf Dich). Sonst schließt Du einen Vertrag auf Deinen Namen ab und der Netzbetreiber kann dann den gemeldeten Lieferantenwechsel nicht der entsprechenden Verbrauchsstelle zuordnen (weil sie auf Deinen Freund gemeldet ist) und die Belieferung wird abgelehnt.

    So long
     
  5. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    Man kann auch den Lieferantenwechsel umgehen wenn nur einer beim Liefernat alt gemeldet ist. Und zwar wenn man einen Einzug von der Frau beim Lieferant neu meldet, wird eine Zwangsabmeldung für den Vormieter an den Lieferant Alt gemeldet!
     
  6. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Hier ist sowieso nicht die Rede vom Lieferantenwechsel. Und einen Kundenwechsel bekommst nicht über den Lieferanten geregelt sondern musst zum zuständigen Netzbetreiber.

    So long
     
  7. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    falsch da der Netzbetreiber mit dem Kunden keine Vertrag nicht hat sondern mit dem Lieferanten! Somit muss sich der Kunde an den Lieferanten wenden!!
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    Moin Hugo,

    Ich glaube Du hast da etwas überlesen.

    Der Kunde möchte den Lieferanten wechseln und findet aufgrund schlechter Bonität keinen, der ihn günstig beliefern möchte. Daher kann für diesen Kunden kein Lieferantenwechsel zustande kommen.

    Der Kunde wohnt mit seiner langjährigen Lebensgefährtin in der Wohnung. Die Freundin hat eine gute Bonität und könnte den Lieferanten frei wählen.

    Die Verbrauchsstelle ist aber sowohl auf Seite des Netzbetreibers als auch beim Grundversorger nur auf den schlecht beurteilten Kunden angemeldet. Folglich muss die Verbrauchsstelle auf die Freundin umgemeldet werden. Das macht man beim Netzbetreiber. Parallel dazu schließt die Freundin einen Liefervertrag für die Verbrauchsstelle bei einem frei gewählten Lieferanten ab. Dieser kann dann die Belieferung der Verbrauchsstelle beim Netzbetreiber anmelden, weil dieser auch die Freundin als Verbraucherin darauf gemeldet hat.

    Nehmen wir Deine Variante und nennen die Frau Blümchen und den Freund Inso.
    Blümchen nimmt sich einen Lieferanten. Der kann schon mal den mit Inso geschlossenen Vertrag nicht kündigen. Selbst wenn das ginge könnte er beim Netzbetreiber die Belieferung nicht anmelden, weil es auf der Verbrauchsstelle keine Abnehmerin Blümchen gibt.
    Die Belieferung wird vom Netzbetreiber abgelehnt, da entweder ein Liefervertrag für Inso besteht oder (falls der Lieferant von Inso tatsächlich die Belieferung abgemeldet haben sollte) die neue Anmeldung nicht zugeordnet werden kann.

    Wo siehst Du jetzt eine Zwangsabmeldung? Ich verstehe nicht ganz, wie Dein Vorschlag hier funktionieren soll.

    So long
     
  9. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    Mehr zum Thema Stromwechsel wegen schlechter Bonität abgelehnt - Tarif- und/oder Anbieterwechsel - Infos beim Strom-Magazin.de auf www.strom-magazin.de
    Ganz einfach: Inso meldet sich beim Lieferant alt als Auszug und seine Lebensgefährtin meldet sich als Neueinzug an da es sich um zwei Unterschiedliche Namen handelt!

    Der Netzbetreiber bekommt von einem Lieferanten eine Anmeldung für die Kundin Frau Blümchen; Dann macht der Netzbetreiber eine Zwangsabmeldung für den Kunden Inso bei dem jetzigen Lieferanten.

    Der Netzbetreiben hat keinen Vertrag mit irgendeinem Kunden!! Der NB hat höchstens mit dem Grundversorger bzw. Energiehändler einen Vertrag abgeschlossen und mit dem wird auch abgerechnet und nicht mit dem Kunden!
     
  10. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Wieso mach er hier eine Zwangsabmeldung? Er hat vom Grundversorger keine Abmeldung für den Vertrag von Inso und die Verbrauchsstelle läuft nur auf Inso. Wenn da ein Vertrag auf Blümchen ankommt wird das nicht einfach zwangsabgemeldet sondern die Versorgung erst einmal abgelehnt. Da könnte ja jeder kommen und für völlig fremde Verbrauchsstellen Verträge anmelden und Altversorgungen rausschmeißen.

    Das mit dem Vertrag ist durchaus richtig. Aber der Netzbetreiber muss die Lieferanten den Zählpunkten zuordnen. Und wenn keine Namensgleichheit besteht wird er das nicht können.

    So long
     
  11. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    Laut deiner Ansicht könnte man nie von einer Wohnung ausziehen bzw. einziehen. 8o Da sind doch die Namen auch unterschiedlich genau so wie in diesem Fall! Schlecht wäre es wenn sie Verheiratet wären dann würde das ganze nicht funktionieren!
     
  12. Mix

    Mix Power-User

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    Moin Hugo,

    sofern Du nicht Deinen Netzbetreiber mit ins Boot nimmst wirst Du mit Deiner Methode regelmäßig auf Probleme stoßen.

    Sie können ruhig verheiratet sein. Sie müssen nur unterschiedliche Namen haben. Dann funktioniert das auch bei Eheleuten.

    So long
     
  13. strömling

    strömling Stammgast

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    Hallo Mix,

    so ganz kann ich deine Sichtweise nicht verstehen.
    Der Endverbraucher macht in der Regel nichts mit dem Netzbetreiber.

    Ich bin aus dem Privatkundengeschäft ne Weile raus, aber wenn Blümchen mit dem Lieferanten von Inso die Ummeldung macht, sollte doch der Lieferant die Abmeldung von Inso schicken und die Anmeldung für Blümchen.

    Da Inso abgemeldet wurde ist für den VNB Leerstand auf der Verbrauchsstelle. Anschließend kommt die Anmeldung von Blümchen.
     
  14. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    @ströming

    so sehe ich das auch bzw. so läuft es auch ganz normal auf eine Abmeldung kommt eine Anmeldung! und der Endverbraucher hat auch nichts mit dem Netzbetreiber zu tun da das Vertragsverhältnis zwischen Netzbetreiber und Lieferant ist und nicht mit dem Kunden.
     
  15. Mix

    Mix Power-User

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    Moin strömling,

    Blümchen kann den Vertrag von Inso nicht kündigen oder verändern. Und einen (hier vorliegenden) Grundversorgungsvertrag umschreiben macht sowieso keinen Sinn. Inso muss den Vertrag beenden und so den Weg freimachen für Blümchen. Das funktioniert aber nur über eine Umzugsmeldung.

    Nehmen wir mal an Inso ist nicht in der Grundversorgung und sein Lieferant meldet ihn ab. Was passiert? Es gibt für Inso keinen neuen Lieferanten also wird er dem Grundversorger zur Belieferung gemeldet. Der VNB hat nicht "Leerstand"( dieser müsste dann auf den Eigentümer umgemeldet werden - auch wieder beim VNB). Vielmehr hat er Inso in der GV.

    Kommt dann ein Lieferant und meldet Blümchen ist beim VNB keine Übereinstimmung des Namens in der EDIFACT-Nachricht und die Anmeldung wird abgelehnt, weil die Belieferung nicht sauber zugeordnet werden kann.

    In der Praxis führen genau diese Konstellationen immer wieder zu Problemen. Und die so entstandene Ablehnungen werden dann von den wechselnden Kunden auch noch allzugern als Vorsatz und Wettbewerbsbehinderung ausgelegt.

    Ich bleibe dabei - die sauberste Lösung für JEDEN Kundenwechsel ist:
    1.) Kündigung des Liefervertrages beim Lieferanten
    2.) Auszugsmeldung beim Verteilnetzbetreiber
    3.) Zählerstandsmitteilung an Verteilnetzbetreiber und Lieferanten (und zwar beiden den selben Wert!).
    4.) Lieferanten auswählen für die neue Verbrauchsstelle mit Hinweis auf Neueinzug.
    5.) Einzugsmeldung beim zuständigen VNB für die neue Verbrauchsstelle
    6.) Meldung der Anfangsstände an Lieferanten und VNB (wieder beiden den selben Wert!)

    Nur dann sind die Verträge sauber geregelt und die korrekte Zuordnung zu den Verbrauchsstellen gewährleistet.

    So long
     
  16. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    Woher soll der NB den neuen Namen kennen wenn der noch nicht in dem Netzgebiet versorgt gewesen ist? Ausschlagekräfig ist immer noch die Adresse Zählernummer und Zählpunktbezeichnung für einen Reibungslosen Wechsel bzw. Ein-Auszug!
     
  17. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Darum geht es. Und das sogar unabhängig davon, ob Du irgendwoanders im Netzgebiet schon mal versorgt warst oder nicht.

    Eben nicht allein. Und wieviele Kunden kennen ihre Zählpunktbezeichnung? Auf wievielen abgeschlossenen Verträgen hast Du die schon gesehen?

    So long
     
  18. Hugo

    Hugo Aufsteiger

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    Auf keinem Vertrag aber auf der Rechnung muss es ab jetzt oben stehen! Und deshalb nochmal:

    Wenn ein Kunde auszieht und eine Abmeldung kommt zum NB dann erstellt das System automatisch eine Ersatzversorgung auf dem Eigentümer. Sollte aber eine Anmeldung kommen wird automatisch eine Zwangsabmeldung für den Vormieter bei dem jeweiligem Lieferanten gemacht! Und somit steht dem Wechsel nichts mehr im Wege.
    Sollte aber der Name gleich bleiben und nur der Lieferant ändert sich ist das mit Ein -Auszug nicht erlaubt da ein Lieferantenwechsel somit übergangen wird! Und da gibt es halt nun mal d (noch) die 4 Wochenfrist!
     
  19. Mix

    Mix Power-User

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    Moin,

    Wie Du schon selbst schreibst - ab jetzt muss sie aufgeführt werden. Und wenn der Lieferant mit der ZP-Bezeichnung anmelden möchte, muss er sie doch schließlich wissen. Also muss sie dafür auf dem Vertrag stehen, oder? Und ich zweifle daran, dass es sich durchsetzt, eine 32stellige Ziffernzahlenkombination fehlerfrei auf die Verträge zu übertragen.

    Was ist für Dich eine Abmeldung und von wem kommt sie? Kommt sie vom Lieferanten? Woher weiß dann der VNB, dass es ein Auszug sein soll und nicht einfach nur ein Ende des Liefervertrages? Oder kommt sie vom Kunden selbst? Dann wären wir bei dem was ich geschrieben habe.

    NEbenbei: das ist ein wirklich tolles System, dass zuverlässig automatisch den Eigentümer erkennt ;)

    Nochmal - es kommt doch gar nicht so weit, weil der VNB die Verbrauchsstelle ohne die Namensgleichheit nicht zweifelsfrei identifizieren kann und die Anmeldung ablehnt. Daran wird auch die Zählpunktbezeichnung nichts ändern.
    Aber nehmen wir mal an das klappt. Der VNB nimmt den Auftrag an und informiert den alten Lieferanten über die Zwangsabmeldung. Der wird dieser Abmeldung widersprechen. Er hat einen bestehenden und ungekündigten Liefervertrag für diese Verbrauchsstelle und weiß nichts von einem Auszug. Der neue Lieferant kann diesen Vertrag nicht kündigen, weil er dafür keine Vollmacht hat. Der neue Vertrag läuft ja auf einen anderen Kunden.

    Ich bleibe dabei - ein Anruf beim zuständigen Netzbetreiber sorgt dafür, dass der Kundenwechsel problemlos funktioniert.

    Was kommen wird ist für den vorliegenden Fall nicht von Belang. Es ist richtig, dass es nächstes Jahr in den Prozessen eine Verkürzung auf drei Wochen geben wird. Und auch der Datenaustausch wird sich verändern. Aus meiner persönlichen Sicht ist das aber zu einer Verschlechterung der Zuverlässigkeit des Systems führen. Und ob sich ein untermonatlicher Vertragsbeginn/Vertragsende am Markt durchsetzt bleibt abzuwarten. Aber wie gesagt, das ist eine andere Baustelle.

    So long

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!