Müssen Preiserhöhungen Kunden mitgeteilt werden ?

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von brezze, 18. Oktober 2003.

  1. brezze

    brezze Starter

    Registriert seit:
    18. Oktober 2003
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Hallo,

    ich eine Frage: Müssen Stromanbieter Preiserhöhungen im laufenden Vertrag eigentlich dem Kunden mitteilen ?
    Oder gibt es keine Verpflichtung ?

    Ich bin doch überrascht, daß mein Stromversorger ohne Benachrichtigung erhöht hat.

    Vielen Dank.
     
  2. Gridpem

    Gridpem Routinier

    Registriert seit:
    19. September 2002
    Beiträge:
    134
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    @ brezze

    In dem Stromliefervertrag ist garantiert eine Klausel enthalten, in welcher Form Preiserhöhungen mitgeteilt werden. Im Massengeschäft erfolgt die Mitteilung für die normalen Haushaltskunden meist in der entsprechenden Lokalpresse
     
  3. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

    Registriert seit:
    27. März 2007
    Beiträge:
    165
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Laut der Grundversorgungsverodnung (GVVStrom und GVVGas) müssen Grundversorger (Regionalversorger mit der Mehrheit an versorgten Kunden im Versorgungsgebiet) Preiserhöhungen den Kunden schriftlich mitteilen UND sie in der Presse veröffentlichen UND auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

    Bei Fremdversorgern kann ich mir vorstellen, dass Punkt 1 und 3 ebenfalls verpflichtend sind.
     
  4. StromMonster

    StromMonster Fachmann

    Registriert seit:
    16. April 2002
    Beiträge:
    176
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Die Grundregeln beschreibt das EnWG in §36 und §41. Danach sind die Preise, also auch geänderte Preise öffentlich bekannt zu geben (z.B. regionale Tageszeitung) und im Internet zu veröffentlichen. Wie schon richtig bemerkt, wird dies durch die neuen GVV (Strom und Gas) noch untermauert bzw. erweitert. Für Kunden in der Grundversorgung (kein Sondertarif/Produkt) gilt nach §5 StromGVV/GasGVV sogar die briefliche Mitteilung 6 Wochen vorher.
    Nun ist die Frage zu beantworten, ob im vorher beschriebenen Fall ein Vertrag nach den allgemeinen Preisen vorlag.

    Grüßle
     
  5. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

    Registriert seit:
    27. März 2007
    Beiträge:
    165
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Geschlecht:
    männlich
    Ok, das wäre dann sicherlich die ausführlichere Antwort, die keine Frage mehr offen lässt.:)
     
  6. Mix

    Mix Power-User

    Registriert seit:
    21. Februar 2003
    Beiträge:
    1.220
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    MoinMoin,

    ist Euch aufgefallen, dass der erste Thread aus 2003 stammt. Also AVBEltV-Zeit und damit Veröffentlichung in der Presse im AT ausreichend. Alles andere individualvertraglich.

    Neue Zeit: In der GV Wirksamwerden der Preisveränderung durch Veröffentlichung wie genannt. Für bestehende Lieferverträge besteht die schriftliche Mitteilungspflicht. Heißt also, dass die Kunden die Preiserhöhung (zumindest bei Unternehmen mit festem Wirtschaftsjahr) künftig mit der Jahresabrechnung erhalten werden. Alles andere wieder Individualvertraglich.

    Na, dann entfallen wenigestens die Mengenberechnungen für die Zeitabschnitte.

    Auch hier zeigt sich wieder: das neue EnWG macht alles einfacher, transparenter und vor allem billiger. Und der mündige Verbraucher wird mit noch mehr Papier eingedeckt, das er nicht liest.

    So long.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!