Ist der Noch/Altanbieter verpflichtet dem Kunden eine Kündigungsbestätigung zukommen zu lassen?

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von Trucker24, 11. Februar 2016.

  1. Trucker24

    Trucker24 Kenner

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    Hallo Zusammen,

    befinde mich gerade im Gaswechselprozess von eprimo zu eon.Habe über ein Portal gewechselt. Vertragsbestätigung vom neuen Anbieter eon liegt bereits vor, das es zum 1.April losgeht. Nun stellte ich fest,das von eprimo noch keine Kündigungsbestätigung vorliegt. Nach geführtem Telefonat mit Nochanbieter wurde mir zwar fernmündlich das Lieferende bestätigt. Nur eine Kündigungsbestätigung wollen sie mir nicht ausstellen, da der neue Anbieter ja gekündigt hat und die Kündigungsbestätigung per Datentransfer an eon übermittelt wurde. Ist das so in Ordnung? Habe ich nicht trotzdem als Kunde ein Recht auf eine schriftliche Kündigungsbestätigung von denen, muss ja nicht zwingend per Post geschehn, sondern ins Kundenportal.
    Wer hat Infos für mich?

    Gruß der Trucker
     
  2. REWE47

    REWE47 Top-User

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    Trucker24,
    eine Kündigungsbestätigung ist verzichtbar, denn die Kündigung eines Vertrages ist eine 'einseitige zugangsbedürftige Willenserklärung' !

    Wenn form- und fristgerecht zum vertraglich möglichen Termin (z.B. zum Ablauf eines Vertragsjahres) gekündigt wird und die Kündigung rechtzeitig beim EVU zugeht (wofür im Streitfall der kündigende Kunde beweispflichtig ist), dann wird die Kündigung mit dem Zugang wirksam. Falls sich der Alt-Versorger dann nicht pünktlich beim Netzbetreiber als Lieferant abmeldet (und der Neu-Versorger sich folglich nicht anmelden kann), ist er gegenüber dem Kunden für z.B. entstehende Mehrkosten schadensersatzpflichtig.

    Die Kündigung kann grundsätzlich dem neuen Anbieter überlassen werden. Wenn man allerdings einen Vertrag hat, der sich bei nicht rechtzeitiger Kündigung bspw. um 12 Monate verlängert, würde ich immer SELBST kündigen (für diesen Fall wird das auch vom Bund der Energieverbraucher so empfohlen), denn der gewollte Neuversorger kann die Bedingungen des Alt-Vertrages nicht kennen. Zudem schicken manche Anbieter zunächst nur eine Auftragseingangsbestätigung und werden erst weiter tätig, sobald die gesetzliche 14-tägige Widerrufsfrist abgelaufen ist; dann kann es für eine rechtzeitige Kündigung zu spät sein.

    Ich wechsle jedes Jahr (mit Bonusmitnahme :D !) zu einem anderen günstigen und seriösen Anbieter (Empfehlungen siehe hier www.bezahlbare-energie.de !) und mache das so:
    Spätestens vier Wochen vor dem letztmöglichen Termin kündige ich per Email oder -falls möglich- über das Kundenportal mit der Formulierung "zum Ablauf des Vertragsjahres" (bzw. Datum des letzten Tages des lfd. Vertragsjahres) und bitte um eine Kündigungsbestätigung. Geht innerhalb von 14 Tagen keine Bestätigung zu (was fast nie vorkommt), dann schiebe ich sofort eine Kündigung per Einschreiben-Einwurf nach (den Zugangangsnachweis bekommt man über die Sendungsverfolgung der Post, wo der Einwurf in das Postfach/den Briefkasten des Empfängers dokumentiert wird).
     
  3. Trucker24

    Trucker24 Kenner

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    Hallo zurück REWE 47,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.Ich bin ja auch ein jährlicher Wechseler so wie Du, es kam mir nur diesmal komisch vor, das vom Altversorger keine Kündigungsbestätigung kam. Daher wandte ich mich nochmal an eprimo und konnte nun mein Anliegen klären und bekomme nun doch eine manuell erstellte Bestätigung auf dem Postwege. Denn eprimo macht das seit zwei Jahren nicht mehr bei Lieferantenwechsel. Kunden bekommen sie dann nur auf telefonische oder Mailanfrage per Post zugestellt. Na mal sehn ich werde berichten.

    Gruß der Wechsel Trucker der ja auch schon Flexstrom im positiven hinter sich hat

    8)
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!