ist das rechtlich zulässig?

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von VENUS5, 11. April 2003.

  1. VENUS5

    VENUS5 Starter

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    hallo,

    ich wechselte zu ares und der örtliche stromanbieter zwang mich einen netzanschlussvertrag zu unterschreiben, da ich sonst nicht wechseln könnte. dann machte ares pleite und der örtliche anbieter sandte mir die rechnung über meinen strom für das vergangene jahr zu, welcher nicht vollständig von ares bezahlt worden war. somit habe ich doppelt strom bezahlt (bzw. ares hat nicht von meinem konto abgebucht), da ich lt dem von mir unterschriebenen netzanschlussvertrag verpflichtet bin, die noch offenen kosten zu übernehmen.

    meine frage: muss ich solch einen netzanschlussvertrag vom örtlichen anbieter wirklich unterschreiben? bin ich rechtlich dazu verpflichet oder kann ich mich weigern? muss solch ein vertrag nicht der stromanbieter ( hier ares) unterschreiben? wieso wird das risiko auf den kunden abgewälzt, der jetzt sein geld beim konkursunternehmen einklagen muss?
     
  2. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Freier Markt bietet Chancen und Risiken. Wenn vertraglich die Schuldung von "Netznutzungsentgelt" (ohne Stromanteil) geregelt wurde, kann der Energieversorger nachfordern. Allerdings hat das mein Regionalversorger nicht getan, sondern mir diese "Schulden" erlassen, da ich bei ihm bleibe.
    Solltest Du wirklich einen Netzanschlussvertrag erhalten haben ? Den bekommt eigentlich nur der Anschlussnehmer (sprich Eigentümer oder Antragsteller bei Neuerrichtung). Im liberalisierten Markt gibt es Netznutzungsverträge mit dem entsprechenden Preisblatt Netznutzung. Ares hatte übrigens auf dem Antragsformular eine Vollmachtsregelung zum Abschlusss aller Verträge. In der Regel wurde der Kunde über die Vertragsabschlüsse nicht informiert.
    Für die Klärung Deines Problemes hilft nicht der Kontakt mit dem Vertriebsmitarbeiter/Callcenter. Die haben kaum Kompetenzen auf dem Kleinkundenmarkt. Schreibe also an die Geschäftsführung Deiner Regionalversorgers und erkläre Deine Bereitschaft, bei ihm zu bleiben. Übrigens muß Dich Dein Versorger informieren, sollte es schon länger zu Zahlungsproblemen mit Ares gekommen sein. Ein gewiefter Anwalt findet überall eine Dreckecke.

    CU
     
  3. AY4

    AY4 Kenner

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    Welch ein Gejammere, Ares macht Pleite und ich muss für deren Schulden beim Regionalversorger gerade stehen... . Man hat das Gefühl, hier nicht in einem Forum sondern in einer SAT1 Talk Show zu sein. Wenn der Stromanbieter gewechselt wird schliesst man mit irgendjemanden einen VERTRAG. Der beauftragt jemanden zur Lieferung und schliesst mit dem einen VERTRAG oder erliefert selber und schliesst mit ddem Regionalversorger einen VERTAG. Du bleibst NETZKUNDE beim Regionalversorger und deshalb gibt es für dich als Netzkunden auf dieser neuen Basis einen VERTRAG. Dass Ares solche Verträge nicht in Vollmacht unterschrieben hat ist bekannt. Deshalb hat dein Regionalversorger dir den Vertrag direkt zur Unterzeichnung gesendet. Nun kommt es inhaltlich darauf an, ob dieser Vertrag es deinem Netzbetreiber ermöglicht, ausstehende Netznutzungsentgelte von dir einzufordern, falls ja, musst du zahlen, falls nicht, lehne die Zahlungsaufforderung ab und warte auf die Reaktion deines Vor-Ort-Versorgers. Sei auf keinen Fall untätig, sondern stze mit einer entsprechenden Reaktion deinen Vor-Ort-Versorger in Zugzwang.
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!