Hype um Wettbewerb

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von tilu, 2. Oktober 2006.

  1. tilu

    tilu Starter

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    Also ich find den aktuellen vorallem politischen Hype für mehr Wettbewerb als total überzogen. Jeder kann doch wechseln, wenn er das möchte. Es ist doch halt so, dass man einfach zu faul ist und sich nicht um den ganzen Papierkram kümmern will.

    Aber es ist ja kein Wettbewerb da und Versorger sind ja sowieso alle schlecht und Atomkraft ja auch. Die erneuerbaren sind sooo toll. Wir wollen weniger CO2 ausstossen und die 30 % Anteil der Kernkraft ersetzen wir durch xxxxx. Ja mit was ersetzen wir die denn wenn nicht durch Kohlenstoffhaltige Verbindungen - wir haben halt keine Wälder wie in Kanada.

    Und unsere Lokale Prominenz übersieht auch noch zukünftige Entwicklungen, wie neue Verordnungen der EU ... oder will sie nicht sehen oder verstehen. Z. B. die Endenergieeffizienzrichtlinie, da darf der Stromanbieter keine Tarife entwickeln, die dazu führen mehr Strom zu verbrauchen. Also mit anderen Worten ein knackiger Arbeitspreis muss her. Eine Messeinrichtung bei der jeder nachvollziehen kann wieviel man verbraucht, was wohl auch eher ne kostentreibende Funktion sein dürfte. usw ...
     
  2. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Worüber wollen wir und viele neu eingestellte MA bei der Bundesnetzagentur zukünftig reden, wenn alles bleibt wie gehabt? Der Kleinkunde ist und bleibt die zu melkende Kuh, genauso wie der Mitarbeiter bei den Energieversorgungsunternehmen, die trotz sinkender Netzentgelte weiter hohe Gewinne erwirtschaften müssen und können.
    Grins
     
  3. tilu

    tilu Starter

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    da hast du wohl recht....

    nur die nne werden fallen aber alle anderen parameter stehen momentan relativ bescheiden da was kurzfristig zu einer absenkung führen und langfristig wohl eher stetig steigend sein wird. wir müssen hoffen das eine neue art der energiegewinnung uns zu einem überschuss an energie verhelfen kann - und das noch co2 frei.

    ich schwelge ungern in historien - war da noch weit weg von der stromwirtschaft - aber 1997 vor liberalisierung und mitten im monopolismus waren die preise einfach niedriger.

    die regierung hat die günstigeren preise mit neuen abgaben versehen, z.b. die stromsteuer. die anbieter wurden in den markt geworfen und vorallem in den aktienmarkt und jeder muss marge machen.

    naja eins ist positiv seit 98 is wohl richtig bewegung in die sache geworden und man muss sich gedanken über die zukunft machen. allerdings sollte man auch die forschung und die investiton in neue techniken beachten - mit all ihren anfangs negativen erscheinungen

    achso bna bist du ein neuling oder alt eingessener ma aus der stromwirtschaft der gewechselt ist - solls ja geben
     
  4. tilu

    tilu Starter

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    http://www.n-tv.de/718961.html

    "Wettbewerb geht zurück"

    naja lohnt sich wohl nicht was neues aufzubauen bzw. geld in einem markt zu bestimmen der in zukunft eher als reguliert sprich ohne möglichkeit dasteht marge zu generieren ...
    sogar die eu hat mal in ihrem jahresbericht gesagt das regulierung des preissektor (ich sprech hier als händler nicht als netzbetreiber) die niedrigste form eines funktionierenden Wettbewerbs sei - nur die teueren werden vom markt gefegt, es muss sie also geben...

    aber wenns mal ne umfassende software für zu hause gibt
    anmeldung, fahrplan erstellen usw. gründ ich en lokalvertrieb
     
  5. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    natürlich muß sich jeder überlegen, wo er seinen Strom einkauft. Sonst tut sich an den Preisen überhaupt nichts mehr.

    Allerdings muß man auch sagen, dass der Spielraum für Preisänderungen recht gering ist. Der Preis wird in erster Linie von den Erzeugern bestimmt. Evtl. noch von den Übertragungsnetzbetreibern. Und die können die Preise machen wie sie wollen. Die großen Konzerne sind die Hauptakteure an der Energiebörse und können so den Preis steuern. Das funktioniert so gut wie bei den Ölkonzernen. Man muß sich nicht absprechen, man braucht ja nur auf die Tankstelle des Nachbarn schauen.

    Das mit den NNE ist doch nur ein Nebenkriegsschauplatz, bei dem nicht viel herausschaut. Bei einem Strompreis von netto rd. 15 Ct/kWh sind rd. 5 Ct. NN. Eine Kürzung der NNE von 18 % entspricht dann halt nicht 2,7 Ct sondern 0,9 Ct. Das sind bei 4000 kWh gerade mal 36 €/a. Und das bleibt bei den Händlern hängen, weil die normalen Endverbraucher einen all-inclusive-Vertrag haben. Nur große Strombezieher profitieren davon.

    Und man sollte in der Diskussion nicht vergessen, dass der Strom für die kleinen Anbieter nur Handelsware ist. Das bedeutet, dass die Stadtwerke und regionalen/lokalen Anbieter auch vom Einkauf abhängig sind und für ihre Strompreise oftmals nichts können.

    Abschließend ist auch nicht zu vergessen, dass mit den Ausschüttungen von Stadtwerken i.d.R. noch Hallenbäder oder der öffentliche PNV bezuschußt werden. Wer also hier als Kunde geht, zahlt halt dann über kurz oder lang mehr Eintritt oder mehr für die Schülermonatskarte seiner Kinder.

    So long.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!