Grundversorger und neuer Anbieter buchen doppelt ab

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von dietp000, 30. Juli 2015.

  1. dietp000

    dietp000 Starter

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    Hallo zusammen,
    ich habe eine Frage an dieses Forum und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt.
    Ich bin im Juli letzten Jahres innerhalb eines Ortes umgezogen und habe zunächst zwei Jahre über meinen Grundversorger EWR Strom bezogen, bevor ich im September zu Entega gewechselt bin. Der Umzug war sehr hektisch und im Oktober bin ich dann aus arbeitstechnischen Gründen für 6 Monate ins Ausland gegangen.
    Leider, und da war ich wohl ein wenig schludrig, bucht mir seit Juli die EWR, und seit September Entega jeden Monat meinen Abschlag ab. Bei dem EWR sind das bis dato ca. 750 Euro.
    Ich habe mehrfach bei dem EWR und bei Entega angerufen, aber dort schiebt man sich den Ball zu. EWR hätte keine Info von Entega erhalten, Entega sagt, sie haben alles richtig gemacht, die EWR hätte das verduselt. Keiner von beiden sieht sich in einer Rückzahlungspflicht. Das Einzige was mir vorliegt ist das Begrüssungsschreiben von Entega, dass ich ab dem 01. September Kunde bin und natürlich der Vertag.
    Bevor ich das alles meinem Anwalt übergeben muss meine Frage. Hat jemand einen Überblick über die Rechtslage in diesem Fall. Wie würdet ihr weiter vorgehen ?

    Ich weiss, dass sich ein wenig nachlässig mit meinen Rechnungen war, in diesem Fall ist das meiner Abwesenheit im Ausland geschuldet. Bitte mir das nicht vorzuwerfen.

    In der Hoffnung, dass mir jemand einen guten Tipp geben kann

    Mit freundlichen Grüßen

    Patrik
     
  2. REWE47

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    Ich würde zunächst beim zuständigen Netzbetreiber (das könnte evtl. eine "Abteilung" des Grundversorgers EWR sein) anfragen, wer dort tatsächlich als Lieferant angemeldet ist.

    Sollte beim Wechsel im letzten Jahr etwas schief gelaufen sein, dann ist jeder der Beteiligten (Netzbetreiber und die beiden Versorger) beweispflichtig, dass er es nicht zu vertreten hat (wichtig: Umkehr der Beweislast gemäß § 20a Abs. 4 EnWG!).

    Falls eine kurzfristige Klärung unverändert nicht möglich ist, würde ich mich mit einer Beschwerde an die www.schlichtungsstelle-energie.de wenden (neben der Erstattung rechtsgrundloser Abschlagsabbuchungen kann ggf. gemäß §§ 249 ff BGB auch Schadensersatz vom "schuldigen" Unternehmen verlangt werden!).
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!