Anbieterwechsel kommt teuer ??!!

Dieses Thema im Forum "Tarif- und/oder Anbieterwechsel" wurde erstellt von alfredkx, 14. Juli 2008.

  1. alfredkx

    alfredkx Starter

    Registriert seit:
    12. Juli 2008
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Hallo zusammen,
    zum 1.2.08 habe ich den Anbieter gewechselt. Bei dem alten
    habe ich bis zum Schluß die Monatspauschale bezahlt, zusätzlich hat er mir noch eine saftige Schlußabrechnung
    geschickt.
    Der neue - der angeblich billiger ist - hat die alte Monatspauschale vorläufig übernommen, im Juni (weil er im
    Mai abrechnet) bereits eine Nachzahlung gefordert und außer
    dem angekündigt, daß er künftig die Monatspauschale um 32%
    erhöhen will, obwohl er den Tarif für 12 Mo. garantiert hat.
    Unser Verbrauchsprofil ist unverändert.
    Also: Pauschale gezahlt wie immer,dazu 2 Nachzahlungen und künftig höhere Pauschale. Ich habe ausgerechnet, daß ich
    durch den Wechsel etwa 450.- EUR mehr bezahlt habe als ohne
    Wechsel.
    Wie ist diese paradoxe Entwicklung zu erklären?
    Gruß, Alfred
     
  2. Mix

    Mix Power-User

    Registriert seit:
    21. Februar 2003
    Beiträge:
    1.220
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    MoinMoin,

    aufgrund Deines anderen Threads nehme ich an, dass Du eine Nachtspeicherheizung hast. Wenn Du dann im Februar wechselst, ist die hohe Nachzahlung eingentlich normal. Die Abschläge sind gleichmäßig über das Jahr verteilt. Du zahlst im Winter mit dem Abschlag bei weitem nicht die Kosten Deines Verbrauches. Dieses Defizit wird im Sommer durch die entsprechende "Überzahlung" wieder ausgeglichen, sodass Du nach 12 Kalendermonaten im Idealfall auf eine 0 kommst.

    Das gilt in deutlich abgeschwächter Form auch für den normalen Haushaltsverbrauch. Der ist im Winter auch höher.

    Was den neuen Anbieter betrifft - welchen Verbrauch hast Du bei Vertragsabschluß angegeben? War der real? Es könnte nun sein, dass er vom Netzbetreiber bei der Anmeldung einen höheren Verbrauch rückgemeldet bekommen hat und deshalb die Abschläge erhöht.

    Kannst ja mal Deinen Zähler ablesen und die bisherigen Kosten ausrechnen und gegen die gezahlten Abschläge stellen. Dann siehst Du schon, ob das Verhältnis passt.

    Zunächst solltest Du einfach mal bei Deinem Lieferanten nachfragen, warum sie die Abschläge überhaupt erhöhen. Und wenn Eu festgestellt hast, dass Du zu viel zahlst, gebe doch gleich mal den aktuellen Zählerstand mit an. Dann können die den Abschlag mal überprüfen. Mehr als einen angemessenen Betrag dürfen die Lieferanten nämlich nicht einfordern.

    Und nach 12 Monaten wird ja ohnehin abgerechnet. Da bekommst Du die zu viel gezahlte Kohle wieder raus.

    Übrigens sollte man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Der Tarif legt den Preis fest, den Du für Deinen Verbrauch zahlst. Der wirkt sich zwar schon auf den Abschlag aus. Aber von den Abschlagsanpassungen auf einen anderen Tarif zu schließen wäre falsch.

    So long
     
  3. alfredkx

    alfredkx Starter

    Registriert seit:
    12. Juli 2008
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    Hallo Mix, danke für die Antwort. Die Gründe, die Du nennst, habe ich fast alle schon überprüft, daran liegt
    es nicht. Es könnte vermutlich daran liegen, daß man
    bei einem Wechsel im Frühjahr keine Gelegenheit mehr be-
    kommt, die über den Winter angefallenen "Schulden" über
    den Sommer abzustottern, sondern, sie gleich bezahlen muß.
    Eigentlich müßte sie der neue Anbieter dem alten bezahlen, dann könnte man sie beim neuen abstottern.
    So aber zahle ich meine normalen Monatspauschalen und bleibe auf der Nachzahlung sitzen, denn daß ich vom neuen
    Anbieter wieder mwas rauskriege, mag ich nicht recht glauben.
    Fazit: Wenn Wechsel, dann nur im Herbst, dann müßte der alte Anbieter nach dieser Logik den Kunden mit einer Rück-zahlung verabschieden.
    Alfred
     
  4. Mix

    Mix Power-User

    Registriert seit:
    21. Februar 2003
    Beiträge:
    1.220
    Zustimmungen:
    0
    Punkte für Erfolge:
    0
    MoinMoin,

    betrachte einfach die Jahreskosten. Das ist immer noch die beste Vergleichsbasis. Wann Du wechselst ist dann egal. Aber je früher, desto eher musst Du nachzahlen, dass stimmt schon.

    Und das der neue Anbieter für Dich in Vorleistung bei Deinem alten Lieferanten geht, indem er Dir quasi einen Kredit einräumt - das wäre wohl etwas viel verlangt. ;-)

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!