enorm erhöhter Stromverbrauch

Dieses Thema im Forum "Stromverbrauch" wurde erstellt von AnnaE50, 29. Dezember 2007.

  1. AnnaE50

    AnnaE50 Starter

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    Hallo,
    bin neu hier in diesem Forum und hoffe, dass jemand Rat weiß bei meinem Problem.
    Wir wohnen seit 1999 hier im Haus, mit einem Wohnungswechsel innerhalb des Hauses 2004. Unser Stromverbrauch, 2 Personen beläuft sich durchschnittlich um die 6000 - 6200 KWH, das ist relativ hoch, aber wir haben einen Durchlauferhitzer und durch gesundheitliche Probleme muss ich mehr baden als duschen. Das Problem der neuen Wohnung ist, dass wir keinen eigenen Stromanbieter haben, sondern mit 3 Wohnungen zusammen, jeder hat einen Zwischenzähler, leben müssen, der Strom wird über die Nebenkostenabrechnung der Wohnung abgerechnet.
    Als nun vorgestern unser Vermieter mit der Abrechnung 2006 kam, war der Verbrauch im für uns grünen Bereich 6216 KWH. Ziemlich aufgeregt hat mich allerdings, dass er auch schon den Verbrauch 2007 auf seinem Schmierzettel stehen hatte, der hat uns allerdings umgehauen, 7798 KWH für 2007. Sofort haben wir den Zähler abgelesen, um mal zu sehen, was wir vom 30.11.07 bis vorgestern verbraucht hatten, es waren 451 KWH, also eigentlich sogar unter unserem bisherigen Durchschnitt.
    Auf unsere Frage, ob es für jemanden der anderen Mieter, es sind insgesamt 6 Parteien, möglich sein, sich vielleicht einzuklinken, kam die Antwort, das ist nicht möglich.
    Wir haben daraufhin eine Bestandsaufnahme gemacht, Kühl-u. Gefrierkombination haben wir erst 2 Jahre Waschmaschine und Trockner ca. 3 Jahre. in diesem Jahr haben wir kein neues Gerät angeschafft, im Gegenteil, so einen stromfressenden Deckenstrahler haben wir im März abgeschafft. Außerdem hätte der Verbrauch der letzten 4 Wochen dann ja auch höher sein müssen.
    Können wir überhaupt Hoffnung haben, jemals eine Aufklärung zu bekommen, wenn ich ehrlich bin, bin ich richtig mit den Nerven runter weil ich nicht weiß, wo ich anfangen soll etwas herauszubekommen.
    Es würde mich sehr freuen, Antwort zu bekommen.
    Liebe Grüße Anna ?(
     
  2. KCH

    KCH Fachmann

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    Hallo Anna,
    ich muß gestehen, dass ich so einen Fall auch noch nicht hatte.
    Normalerweise gehören die Stromversorgung (außer Treppenhausbeleuchtung, Fahrstuhl, Strom für Heizanlage) nicht zu den umlagefähigen Nebenkosten. Jede Mietpartei hat ja im Allgemeinen einen eigenen Zähler. Ich weiß jetzt aber nicht, was genau in Eurem Mietvertrag vereinbart ist. Zahlt Ihr denn einen monatlichen Stromabschlag an den Vermieter oder am Jahresende die Gesamtsumme?
    Fürs erste würde ich mal raten, den Vermieter darauf anzusprechen, dass seine Vorgehensweise mit den Zwischenzählern nicht wirtschaftlich im Sinne seiner Mieter ist, denn dadurch wird Euch ja der Wechsel zu einem preiswerteren Anbieter verwehrt.
    Dann würde ich mich mal beim Mieterverein schlau machen. Die sind, was meine Erfahrungen hier betrifft, immer an solchen merkwürdigen Präzedenzfällen interessiert.
    Und letztendlich würde ich mir beim Amtsgericht einen Beratungsschein (kostet nur 10 € beim Vorliegen bestimmter eigener finanzieller Möglichkeiten ) holen und damit einen Anwalt um Rat fragen. Könnte Euch hier im östlichen Niedersachsen einen empfehlen.
    Liebe Grüße Klaus
     
  3. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    entschuldige bitte, dass wir Dich in dem ganzen Rummel der letzten Wochen übersehen haben.

    Wie KCH schon sagte, ist es eigentlich nicht üblich, dass der Vermieter über Unterzähler den gesamten Stromverbrauch einer Wohnung abrechnet. Da wäre schon mal zu prüfen, ob er hier wirklich den günstigsten Preis in Rechnung stellt. Aus meiner Sicht wäre er dazu verpflichtet, wie z.B. beim Öleinkauf auch. Legt er Euch seine Stromrechnung vor?

    Sind die Zähler, mit welchen abgerechnet wird, geeicht?

    Ihr seit einmal innerhalb des Hauses umgezogen. Hat sich da an Eurem Verbrauch etwas geändert? Haben sich die Verbräuche der anderen Mieter in 2007 auch geändert? Über welchen Zähler läuft der Allgemeinstrom?

    War Euch vor Einzug diese Abrechnungspraxis für den Strom bekannt? Steht davon etwas im Mietvertrag? Gibt es im Mietvertrag irgendwelche Bedingungen oder Regelungen für Streitfälle (z.B. Zählerdefekt)?

    Du siehst, es gibt einen Haufen Fragen. Das wird eine schwierige und spezielle Kiste. Der Gang zum Mieterverein oder zum (Fach-)Anwalt wird wahrscheinlich nötig sein.

    Zu guter Letzt: Checkt mal Euren Durchlauferhitzer. Wann war die letzte Wartung/Entkalkung, ist der Thermostat in Ordnung?

    Ist es wirklich ein Durchlauferhitzer oder evtl. ein Boiler?

    So long
     
  4. AnnaE50

    AnnaE50 Starter

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    Hallo,
    vielen Dank für die Antworten. Wir habe n inzwischen so eine große Auseinandersetzung mit unserem Vermieter, in deren Folge er uns sogar die Kündigung wegen Eigenbedarf geschickt hat.
    Als wir in die Wohnung zogen, wußten wir, dass unser Strom über einen Zwischenzähler abgelesen wird, daher steht in unserem Vertrag auch Nebenkosten und Strom, allerdings steht noch ein Wort dahinter, nämlich Pauschal, und so müßten wir eigentlich gar nichts zahlen, denn Pauschal ist nun einmal Pauschal.
    Das haben wir auch unserem VM mitgeteilt und außerdem trotzdem vorsorglich den hohen Stromverbrauch angezweifelt. So langsam haben wir begriffen, wie sich das mit dem Strom verhält, wir und ein Nachbar haben jeweils einen richtigen Zwischenzähler, der ist in einem separatem Raum, dann befinden sich noch drei ziemlich kleine Zwischenzähler unter den normalen Stromzählern vom Haus, die waren hinter einer Sperrholzklappe versteckt, einer davon ist für eine weitere Familie, die beiden anderen für Strom/Heizung und Treppenhaus. Sie sind wirklich klein, zumindest einer davon fängst nach 9999.99 wieder mir 0 an. In diesen Zwischenzähler geht auch nicht nur ein Kabel rein, sondern mehrere, ob diese 3 geeicht sind, weiß ich nicht, unserer lt. VM allerdings.
    Gestern nun wollte unser VM uns beweisen,dass alles richtig war, den Beweis sollte ein Elektromeister geben, leider, zumindest in meinen Augen, handelte es sich um den Elektriker, der die Leitungen mitverlegt hat. Unserer Meinung nach war das ein Schuß in den Ofen für unseren VM, denn es wurde unser Sicherungkasten überprüft, von dem der ihn gemacht hat, dabei stellte er fest, das noch ein Kabel von einer früheren Garage angeklemmt war, so meinte er und klemmte ab.Leider haben wir erst als beide weg waren gemerkt, dass es sich wohl nicht um eine Garage handelte, die nun abgeklemmt war, sondern um unsere obere Etage, da brennt nichts mehr. Ganz kurios war dann noch, nachdem an unserem Sicherungskasten der Schalter auf aus war, brannte bei uns im Flur immer noch Licht, trotz großem Bemühens konnten die beiden bisher nicht feststellen, wo der wohl herkommt.
    Zu Deiner Frage Mix, wir haben in der neuen Wohnung ja seit 2004 keine Abrechnung bekommen, aber lt. VM hatten wir bis inkl. 06 ca. 6000 - 6300 KWh/Jahr. Nur eben fpr 07 sind es plötzlich 7798 KWh. Da wir jetzt die letzte Zeit dauernd ablesen, ist und noch etwas aufgefallen, der Verbrauch ist durchschnittlich relativ normal, ca. 14,5 - 16 KWh/Tag. Nur an einem Tag, dem 3.1. war er auf 34.5 KWh, wir können uns aber an den Tag ganz genau erinnern, wir haben überhaupt nichts gemacht, nichtmal gekocht, denn an dem Tag bekamen wir die Kündigung, es ist wirklich absolut unklar, wo der Verbrauch herkommt. Wir sind ja selbst ganz stark daran interessiert, eine Klärung zu bekommen, denn wenn es an uns liegt, muß ja ein Gerät nicht OK sein, aber am 3.1. war außer mal einem Kaffee nichts weiter, ich verstehe das nicht.
    Liebe Grüße Anna
     
  5. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    na das klingt ja alles recht unerfreulich.

    Schnapp Dir eine Kamera und mach von allem eine Fotodoku. Die wirst Du vermutlich brauchen. Da ist ein Streit wohl unvermeidlich.

    Von dem Treffen mit dem Elektriker und von allen Gesprächen machst Du am besten Protokolle. Wann, wer, was, wo? Nach ein paar Wochen bringst Du das nämlich nicht mehr zusammen. Und bis es zu einer Verhandlung kommt, kann sehr lang dauern.

    Die Anlage scheint nicht korrekt verkabelt zu sein und die blanke Aussage von irgendwem belegt garnichts.

    Das mit dem "pauschal" in Deinem Vertrag klingt interessant. Steht da drin, dass der Strom pauschal mit einem Betrag X im Monat abgegolten ist? Dann wärt ihr ja fein raus.

    Das mit der Kündigung kann man auch positiv sehen. Seit froh, dass ihr da rauskommt. Wenn das mit dem Strom so eine Geschichte ist, möchte ich nicht wissen, wie das mit den restlichen Nebenkosten aussieht.

    Geht zum Mieterverein! Und zahle nur das allernötigste. Lass Dich nicht einschüchtern.

    Viel Glück! Lass hören, wie es weitergeht.
     
  6. KCH

    KCH Fachmann

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    Hallo Anna,
    wie gesagt, so etwas habe ich noch nicht erlebt.
    Der Kündigung wegen Eigenbedarf könnt Ihr getrost
    gelassen entgegensehen, da gibts nämlich enorm hohe rechtliche Hürden, die der Vermieter erfüllen muß.
    Dieses doch absonderliche Tohuwabohu bei der Verkabelung
    würde ich mal vom örtlichen Stromanbieter begutachten lassen. Wäre evtl. ein Fall, um die Miete zu mindern und zwar ab sofort. Mieterverein kontaktieren.
    Wenn in dem Mietvertrag eine Pauschale für die Stromkosten erähnt ist, dann gibts auch keine jährliche Abrechnung darüber. Pauschal ist pauschal. Ihr könnt soviel Strom verbraten, wie Ihr wollt. Es gibt dann aber bei geringerem Verbrauch auch keine Rückzahlung vom VM. Aber bei 6000 kwh??
    Also, nicht nervös machen lassen!
    Liebe Grüße Klaus
     
  7. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    ich glaube nicht, dass sich der Netbetreiber zu einer Verkabelung nach dem Zähler Stellung bezieht. Außer die Anlage ist unsicher im Sinne der TAB.

    Hier hilft echt nur rechtlicher Beistand und entsprechende Doku. Und raus aus dem Haus. Das er die Eigenbedarfskündigung durchbringt, glaube ich auch nicht. Aber das wird ja in dem Haus kaum besser werden.

    So long
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!