Strompreise vs. Stromverbrauch

Dieses Thema im Forum "Strom sparen" wurde erstellt von Mix, 29. Oktober 2007.

  1. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    um mal von der langsam langweiligen Debatte um Flexstrom und Teldafax wegzukommen ein neuer Denkanstoß.

    Die momentane öffentliche Diskussion zielt in erster Linie auf die Strompreise, die in Hinblick auf die erwirtschafteten Gewinne der Konzerne (zu Recht) als ungerecht empfunden werden. Wir regen uns über die Preise auf, wechseln wegen 10 oder 20 EUR im Jahr den Anbieter und vergessen darüber ganz, dass auch der Verbrauch die Kosten beeinflußt.

    In Anbetracht der (aus heutiger Sicht) Endlichkeit unserer Energiequellen sollte man vielleicht deutlich bewußter mit dem Thema umgehen. Doch meist erschöpft sich das mit der Empfehlung von Energiesparleuchten, Vermeidung von Standby und Energielabel beim Neukauf. Ich meine, dass z.B. ein 2-Personen-Haushalt mit einem (keineswegs seltenen) Jahresverbrauch von 3000 kWh (Warmwasserbereitung etc. mal außen vor) und mehr wohl etwas falsch macht.

    Wir sollten uns mal die Frage stellen, ob wir wirklich einen Fernseher mit 120 cm Bildschirm brauchen, der Kühlschrank unbedingt so groß wie ein Wandschrank sein muß, das Laub mit einem Laubsauger gesammelt werden muß. Jeder gerätetechnische Hirnpups wird mit offenen Armen empfangen. Dabei wird oft noch nicht einmal die Frage gestellt, ob das Teil auch wirklich funktioniert.

    Die richtige Reihenfolge beim Thema Strom muss doch eigentlich lauten:

    Brauche ich das Gerät eigentlich?
    Wieviel nutze ich es?

    erst dann

    Welches Fabrikat ist das verbrauchsgünstigste?
    Wie betreibe ich es am sparsamsten?

    und zum Schluß

    Wo bekomme ich den Strom dafür am günstigsten her?

    Dass hier das Bewußtsein fehlt, lässt sich auch hier im Forum immer wieder beobachten: "Ich habe eine Rechnung über XXXXXXkWh erhalten. Das kann gar nicht sein ....". Empfiehlt man dann, die Verbraucher mal einzeln durchzugehen, hört man dann meistens nichts mehr. Wírklich fehlerhafte Zähler o.ä. tauchen gar nicht auf.

    Was meint Ihr?
     
  2. strömling

    strömling Stammgast

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    Man kann den eigenen Verbrauch natürlich beeinflussen... keine Frage...damit kann jeder seine Rechnung senken...
    Dies ändert aber nichts an den Energiepreisen im Ganzen...denn was passiert wenn der Absatz nachlässt? Man zieht die Preise höher wodurch der Strom teurer wird und der Gewinn bleibt...
     
  3. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    ich behaupte ja nicht, dass Energie billig ist. Ich glaube auch, dass wir hier unnötig abkassiert werden. Ich finde die derzeitige Diskussion nur etwas einseitig.

    Oder einfach mal marktwirtschaftlich argumentiert: was geschieht mit den Preisen, wenn die Nachfrage sinkt? (Jaja, wich weiß - viel zu sehr vereinfacht).

    Außerdem bin ich der tiefen Überzeugung, dass wir nicht jeden Krempel brauchen, der uns von Industrie und Handel angeboten wird. Hier sollten wir ebenso kritisch sein wie bei den Strompreisen.
     
  4. strömling

    strömling Stammgast

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    Bei dem Punkt geb ich dir völlig recht... es gibt mittlerweile für alles eine Maschine oder ein Gerät... ob man das wirklich braucht... oft ist es doch nur Bewuemlichkeit...
     
  5. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Hallo zusammen,

    ich möchte in diesem Zusammenhang vielleicht kurz erwähnen, dass Herr Bernotat die Preiserhöhungen der E.on zum 01.01.08 mit den Großhandelspreisen argumentiert.

    Komisch nur, dass der Base an der EEX während 2007 rückläufig ist.*uiuiuiui*

    Gruß
    Stromhändler
     
  6. strömling

    strömling Stammgast

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    Gibt es die Regulierungsbehörde überhaupt noch? Gab doch ma ne Zeit da mussten die Preise genehmigt werden.... die is schon wieder vorüber oder?
     
  7. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Die BTOelt ist ja am 01.07.2007 außer Kraft getreten. Das heisst, Preise für Endverbraucher bedürfen keiner Genehmigung mehr. Deshalb haben doch viele zum 01.08.07 nochmal angezogen.
     
  8. Mix

    Mix Power-User

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    MoinMoin,

    !!!!Tatatata!!!!

    Und da ist Sie wieder, die Preisdiskussion, die Konzerne am Pranger, das Gerede über gierige Manager!!!!!!!!!


    :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:


    Eigentlich wollte ich bzgl. Energiekosten mal eine andere Diskussion anregen. Hab´ mich da aber wohl nicht so eindeutig ausgedrückt.

    Na dann ...


    by the way: wer von Euch hat eigentlich Aktien von EVUs?
     
  9. strömling

    strömling Stammgast

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    Wie schon gesagt, gibt viele Geräte die man nicht braucht... bin selber der Meinung, dass ich nicht zu viele habe..
     
  10. Stromhändler

    Stromhändler Fachmann

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    Also, wenn man nur den Stromsparaspekt betrachtet und es nur darum geht, dass die Leutchen zu viel Energie für unsinnige Maschinen und Haushaltshelfer verwenden, dürfte der Strompreis noch viel zu niedrig sein.

    Anders werden es die Leute nämlich nicht begreifen!
     
  11. strömling

    strömling Stammgast

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    Da wir ja über den Stromverbrauch reden wollen muss ich hier mal was loswerden, was mir gestern wieder aufgefallen ist....

    Es kam mal wieder "Zu Hause im Glück"....

    Allein in der Küche wurden 16 Halogenspots verbaut....


    In diesen Sendungen werden jede Mengen Lampen installiert, scheinbar ohne an die Stromkosten zu denken....

    Nun meine Frage, welche Leuchtmittel kann man mittlerweile gegen LEDs tauschen?
     
  12. Bavaria69

    Bavaria69 Fachmann

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    Hallo Strömling,

    LED´s anstelle von Glühlampen macht wenig Sinn. Entweder ist die Lichtleistung mies bzw. gewöhnungsbedürftig, oder die Dinger sind echt teuer.

    Eine Alternative die auch rechenbar ist wären Energiesparlampen. Da tut sich einiges. Schau mal auf meine Seite www.bristot.info da ist ein Erfahrungsbericht drin.

    Aber es ist erschreckend was an modernen Geräten an Stromfressern wider besseren Wissens unterwegs ist. Meine Nespresso verbraucht im abgeschalteten Zustand bis zu 70 W. Also die alte wieder ausgepackt und konventioneller Kaffee schmeckt auch gut.

    Gruß
    Carsten
     
  13. ijbgvni

    ijbgvni Starter

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    Wenn man ernsthaft Stromsparen will dann sollte man alle Stromverbraucher erfassen, den Stromverbrauch ermitteln und dann mal schauen wo sich Ansatzpunkte zum Sparen finden.

    Es nützt doch nichts bei den kleinen Verbrauchern viel aufwandt zu betreiben. Da wo es was bringt muss man anfangen. Nur ohne zu wissen welche das sind ist das alles nur ein Stochern im Nebel.
     
  14. Supersnake

    Supersnake Starter

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    Stromsparen fängt damit an, nicht grundsätzlich ältere Geräte durch neue zu ersetzen, weil sie eine moderneres Innenleben haben und somit angeblich wenieger verbrauchen. Stimmt leider nur in wenigen Außnahmen.
    Diese Geräte solten erneuert werden:

    - Standart Kühlschrank, insbesondere kleine Tischkühlschränke gegen
    ein Gerät mit A++
    - Normale Glühbierne
    - ältere Neonröhren
    - Moderner Computer mit 3D Grafik & 2 Kern CPU gegen einen normalen
    vorgänger PC der Windows XP fähig ist
     
  15. Sparertyp

    Sparertyp Starter

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    Ich sehe das genau so. Bevor man groß rumschreit bei teuren Rechnungen oder á la "mein Anbieter hat die Preise erhöht" sollte man bei sich selber nachschauen, wo man sparen kann. Wieviele Elektrogeräte hat man eigentlich zuhause laufen, die man nicht braucht? Ganz einfacher Tipp: ausschaltbare Steckdosenleiste. Wirkt Wunder!
     
  16. sparfuchs_1

    sparfuchs_1 Gelegenheits-User

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    Das stimmt natürlich, dass die abschaltbare Steckdose Wunder wirkt und sie findet auch bei mir immer mehr Verwendung. Alternativ dazu kann ich noch ein Energiespar-Tool empfehlen. Ihr könnt damit ausrechnen wieviel eure Geräte verbrauchen. Ob die Werte total akurat sind, weiß ich nicht, aber es bietet sicher einen guten Anhaltspunkt.
     
  17. columbus1111

    columbus1111 Routinier

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    Hallo,
    so ein Energiespar-Tool setzt ganz schön viel Aufwand voraus. Ich habe mir ein Verbrauchsmessgerät aus dem Baumarkt besorgt und verschiedene Geräte im Betrieb und außer Betrieb gemessen. Da gab es einige Überraschungen. Die Meinung, das eine Sparlampe beim Einschalten mehr Strom braucht als im Betrieb konnte ich z.B. nicht bestätigt finden. Oder eine Lampe mit Dimmschalter, die auch ausgeschaltet Strom braucht. Und dann kann man sich anhand der Ergebnisse für neue Geräte entscheiden.
    Grüße
     
  18. jesus1207

    jesus1207 Starter

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    Ich habe mit den einspartips meines energie-Maklers um bis jetzt 600Kwh eingespart dazu habe ich noch durch den Makler 300,-€ kosten durch einen Wechsel des Anbieter erreicht. also ich bin voll zufrieden.
    hier findet ihr die tips www.energie.fernseh-stude.de
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!