Beteiligung an Ökostrom-Projekten

Dieses Thema im Forum "Sonstige Themen" wurde erstellt von TILMAN KLUGE, 29. August 2002.

  1. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Nach Lektüre zahlreicher Verkaufs-/Emissionsprospekte diverser Energieagenturen/-emissionshäuser bleibt festzuhalten, daß man diese Prospekte äußerst genau studieren sollte. Oft verstecken sich darin finanzielle Fußangeln.

    So kommt es z.B. vor, daß im Bereich Windenergie bestimmte Kostenansätze bewußt zu niedrig kalkuliert sind (Rückbaukosten) oder (wie zumindest in einem Fall) mit dem Vermerk versehen sind, der Ansatz könne eventuell zu niedrig ausgefallen sein.

    Auch fehlen oft konkrete Angaben über die Kostenermittlung für ggf. anfallende AMßnahmen im Bereich Naturschutz (Ausgleich von Eingriffen in die Natur u.a.)
     
  2. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Hallo Tilman,

    Verkaufs-/Emissionsprospekte geben fast nie die ganze Wahrheit wieder. Irgendwo will immer einer mit dem "Nichtgedruckten" oder "Zwischen den Zeilen" stehenden sein Geld verdienen. Es empfiehlt sich stets, einen Anlagenbetreiber oder vor Ort befindliche Monteure mal ein bischen auszufragen und bei Verbraucherschutzverbänden Zusatzmaterial anzufordern.

    SM
     
  3. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Der gute Tip ändert nichts an der Ursache, daß viele Prospekte unseriös sind. Wären sie es nicht, müßte man hinterher nicht durch Nachhaken Infos beschaffen. Ich bin nicht bereit, die Ursache hinzunehmen und mir dann mit dem Kurieren am Symptom Arbeit zu machen.

    Im übrigen gehe ich davon aus, daß selbst nach Beschaffung weiterer Informationen ein unseriöser Prospekt Ursache genug dafür ist, die Finger von einem Projekt wegzulassen.

    Nicht ‚„irgendwo“ will immer einer mit dem "Nichtgedruckten" oder "Zwischen den Zeilen" stehenden sein Geld verdienen’, sondern ganz konkret im Büro des Herausgebers des Prospektes. Und wenn dann dabei jemand ganz offenischtlich falsche Rückbaukosten von 25.000 € angibt statt richtig z.B. 50.000 €, dann entfällt jederweitere Grund zum Nachfragen, denn der Versuch zum „hinters Licht führen“ alleine ist bereits geeignet, einem potentiellen Vertragspartner nicht über den Weg zu trauen.
     
  4. StromMonster

    StromMonster Fachmann

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    Die Unseriösität wird auf Grund der Prospekthaftung
    kaum in diesem sofort zu erkennen sein. Ich gebe Dir
    völlig recht, daß man die Finger von zwielichtigen
    Projekten lassen soll. Aber oft verdrängt man Wenn und
    Aber und riskiert auch etwas, worüber man sich hinter-
    her bitter ärgert.
    Was unternimmst Du, wenn Du Unkorrektheit erkennst oder
    vermutest ?

    SM
     
  5. TILMAN KLUGE

    TILMAN KLUGE Starter

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    Mein Spezialgebiet sind u.a. die Rückbaukosten (RBK) / Sicherheitleistungen (Siehe Sind die Sicherheiten sicher?).

    Sicher sind Ungereimtheiten für den Laien nicht zu erkennen, aber für den Fachmann, wobei eben 25.000 Euro RBK im einen Prospekt im Gegensatz zu 50.000 Euro RBK im anderen Prospekt auch für Laien schon auffällig sein sollten. Dabei würde ich mich als Laie nie ohne Anwalt an so eine Sache wagen.

    Ich hake konkret beim Anbieter (also nicht bei Dritten nach) nach, frage nach der Kostenermittlung und verweise auf einschlägige andere Prospekte (ohne sie genau zu benennen), da es durchaus seriöse Ansätze gibt.

    Antworten sind im Gange, Unruhe auch. Denn ich übersende die Anfragen auch immer an die betroffene Kommune, in der ein Projekt situiert ist.

    Und Kommunen können durchaus an solchen Projekten beteiligt sein. Sie finden es in der Regel überhaupt nicht komisch, wenn sie in rechtliche „Schräglagen“ verwickelt werden und das erst hinterher erfahren, gerade, wenn es um Risikoabsicherung geht.......
     
Schluss mit steigenden Stromkosten. Zeit zu wechseln!